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Kundenrezensionen

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am 21. Oktober 2004
Eigentlich zufällig stieß ich auf dieses Buch und bin im nachhinein auch sehr froh darüber.
Der Titel hätte für viel stehen können, aber was den Leser dann erwartet, ist ein absolut gelungenes Stück Unterhaltung, gespickt mit Wahrheit und Bauchschmerzen vom selbstironischen Lachen.
Florian Illies schafft es kurz, knapp und mit viel Witz des Deutschen Michels leicht aktivierbaren Schuldgefühlsmechanismus in Gang zu setzen. In kurzen Episoden werden so, korrekte nationalbewusste Verhaltensregeln beim Italiener, kostenorientierte Taxifahrten , ein effektives Rosenverkäufer-Survivaltraining, aber auch die ökologische Askese welche ein jeder bei der Mülltrennung erfährt dargestellt. Der Leser wundert sich, wie schnell er sich doch in vielen Situationen wiedererkennt, nickt zustimmend mit dem Kopf und erfreut sich an bitterbösen Gedanken, welche durch die lebhafte Beschreibung und etwas Fantasie, zumindest im Kopf schnell Form und Farbe annehmen können. Das alles gepaart mit einer gesunden Portion Sozialkritik, machen dieses schnell zu lesende Buch empfehlenswert.
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am 15. Juni 2004
Auf der Habenseite: cooler Titel (der allerdings mit dem Inhalt rein gar nix zu tun hat), die Grafiken sind echt witzig, und ich finde die Idee, das Ganze als Selbsthilfebuch in "schlank-und-intelligent-in-fünf-Minuten-täglich"-Manier aufzuziehen, recht witzig. Andererseits: das Buch ist einfach nicht lustig, und häufig sogar ziemlich nervig. Florian Illies beschreibt eine Reihe von peinlichen und unangenehmen Alltagssituationen à la "mit der Freundin in einem französischen restaurant sitzen und von Wein keine Ahnung haben und kein Französisch können", oder "nach einem halben Jahr merkt man, dass man die polnische Putzfrau mit falschem Namen angeredet hat". Da Illies selbst eher als forscher, junger Schnösel rüberkommt der Gewissensbisse nur aus dem Psychologie-Seminar kennt, nimmt man ihm einfach nicht ab dass er persönlich unter solchen Situationen leiden würde. Eher macht er sich wohl über das Gutmenschentum (auch so ein ätzendes Wort) anderer lustig, wobei er sozusagen aus schreibtechnischen Gründen heraus die ich-Perspektive verwendet.
Das nächste Problem ist, dass das Buch um einige Jahrzehnte zu spät kommt, weil im angehenden 21. Jahrhundert sowieso schon Zynismus und Ellenbogen samt ihrer infernalischen Heerschaaren regieren, und man "Betroffenheit" eh nur noch vom Hörensagen kennt. Das war beispielsweise in den Achtziger Jahren mit ihrem Jesuslatschen- und Jute-statt-Plastik-Kult noch ganz anders (Zitat Sigi Zimmerschied: "Ich war ja so was von betroffen ... also SOWAS von betroffen! Also, so gut hab' ich mich schon lang nimmer g'fühlt!"); seinerzeit hätte so ein Buch wohl noch eher wider den Stachel zu löcken vermocht.
Und noch was -- etwas das ich Illies echt übel nehme: das Ganze hat so eine schwer fassbare Allerwelts-Seichtigkeit. Da wird auf ganz hohem niveau gehadert, alles wirkt so flach, so Prozac-mässig. Alles ist darauf abgestellt dass es einem bloss nicht zu nahe geht. Das ist wie in einer amerikanischen sitcom, wo gutaussehende junge Menschen mit hochbezahltem job und gepflegter Freundin in ihrem loft in New York sitzen, und darüber Tränen vergiessen dass sie irgendwo vom Türsteher nicht reingelassen wurden. Alles ist dreht sich nur um den kleinsten gemeinsamen Nenner: ja, auch ich habe mal einen Schokoriegel zuviel gegessen; auch ich verliere allenthalben Socken; ich war auch schon mal auf einem langweiligen Klassentreffen; ich hatte auch schon mal Blähungen; etwas mehr Sport zu treiben oder für Afrika zu spenden könnte mir nicht schaden; auch andere Menschen haben Probleme, ich bin nicht alleine, wie schön.
Übung: heute machen wir das Buch eines hoffnungsvollen deutschen Jungautors nieder, obwohl unser eigenes literarisches Talent noch nicht mal für Urlaubspostkarten ausreicht. Dann setzen wir uns vor den Fernseher und schauen Fussball.
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am 14. März 2005
Tief beeindruckt vom Bestseller "Generation Golf" greift man als gelegentlicher Buchkonsument neugierig zum wohl aussergewöhnlichsten Werk von Florian Illies. Die "Anleitung", wie sie in vielen Kreisen halbgebildeter Jung-Mittelschichtsbürger genannt wird, verendert den Leser und dessen selbstkritische Betrachtung des Lebens, des Universums und des ganzen Rests binnen weniger Stunden.
Wohl kein anderes Buch geht derart schonungslos mit unseren tiefsten Zweifeln an den normalsten Dingen der Welt, wie z.B. Urlaubstage, Rosenverkäufer und Frauenparkplätze, ins Gericht. Wer seinen 30. Geburtstag gerade hinter sich hat, die ersten Versuche einer festen und Dauerhaften Beziehung überlebt hat und dennoch nicht spontan schwul geworden ist, kann sich in diesem Buch seine ganz persönliche Packung abholen.
Florian Illies durchleuchtet in diesem Buch jeden noch so kleinen Winkel unseres durchschnittlichen Lebens und schafft es beinahe im Minutentakt, dem Leser ein lachendes "das kenne ich" abzuverlangen.
Wäre dieses Buch gnadenlos autobiografisch zu verstehen, müßte man Herrn Illies vermutlich aufmunternde Worte zukommen lassen. Da man sich in diesem Buch jedoch viel zu häufig selbst wiederfindet, hat man überhaupt keine Zeit, derartige Bekundungen zu formulieren.
Ich jedenfalls muß seit der Lektüre dieses Buches bei meinen zahlreichen Besuchen in Restaurants und Kneipen immer wieder laut loslachen, wenn ich den Rosenverkäufer zur Tür hineinkommen sehe, oder mir ein kleiner Diddl-Anhänger kommentarlos neben die Pasta Gorgonzola gelegt wird.
Dieses Buch ist der absolute Spaß für alle, die sich selbst und das Leben nur in bedrohlichen Situationen ernst nehmen!
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am 9. Dezember 2002
Witzig geschrieben und so wahr kommt es daher, dieses Buch! Man erkennt sich immer und immer wieder waehrend man es liest. "Man"? Ich habe mich jedenfalls wiedererkannt und mich erstaunlicherweise darueber gewundert, dass es anderen Menschen in diesem Lande wohl genauso zu gehen scheint wie mir.
Jedoch muss ich anmerken, dass es nicht richtig gelingt, das Buch zu einem "Uebungsbuch" zu machen, wie es der Titel verspricht. In dieser Beziehung ist es naemlich eher inkonsistent. Ist es nun ein Buch, um das schlechte Gewissen los zu werden oder um sich darin zu ueben? Man weiss es nicht und trotzdem ein kurzweiliges Lesevergnuegen unter der Bedingung, dass man von Zeit zu Zeit einmal die ein oder andere Seite einfach ueberschlaegt!
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am 31. Dezember 2002
Trotz der eher negativen Kritiken fand ich dieses Buch eigentlich höchst amüsant. F. Illies beweist einmal mehr, dass er ein hervorragender "Beobachter" ist und schreibt treffend nieder, was das schlechte Gewissen vieler verursacht bzw. kritisiert das ewig schlechte Gewissen unserer Nation. [Wie recht er hat!]. Außerdem kommt dieser leicht sarkastische Stil wunderbar zum Vorschein.
Und dennoch, nur vier Sterne, weil er "Anleitung zum Unglücklichsein" nahezu kopiert hat, er ließ sich lediglich andere Beispiele einfallen. Man könnte nun meinen, er spiele nur auf dieses Buch an, doch zitiert bzw. kopiert er zu häufig, als dass es sich hierbei nur um Anspielungen handeln könnte. Das empfand ich persönlich als etwas störend, zumal "Anleitung zum Unglücklichsein" noch eine Nuance bissiger, zynischer treffender und somit besser ist.
Trotzdem dieses Buch hat einen sehr hohen Unterhaltungswert, ist sehr amüsant und entlockt dem Leser das ein oder andere Mal ein sehr "breites Grinsen", auch wenn das Buch lediglich aus Beobachtungen zu bestehen scheint und etwas zu "inhaltslos" ist.
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am 27. Dezember 2002
Ich habe mir dieses Buch zu Weihnachten bestellt und habe es dann Heiligabend im Familienkreis vorgelesen...Das Kapitel 1 über Mülltrennung und das schlechte Gewissen was entsteht, wenn man zum Beispiel einen Joghurtbecher nicht ausspült und ihn dann in die schwarze und nicht wie vorgesehen in die gelbe Tonne wirft, sorgte für ausgelassene Stimmung, bei dem alle Lachmuskeln der Familie beansprucht wurden...
Auch andere Kapitel haben einen ähnlich hohen Wiedererkennungsfaktor, bei dem man sich schuldig fühlt und einfach schmunzeln muss....
Klasse Buch
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am 12. August 2003
nun ja, wer gedenkt, seinen intellekt - der literatur sei dank - ein wenig zu steigern, der ist hier vielleicht ein wenig an der falschen adresse. wer aber ein überraschend ehrliches, wirklich komisches buch lesen möchte, dass den urlaub oder einen nachmittag versüßen soll, der ist hier ganz und gar richtig.
Fazit: ein buch, dass gute laune verbreitet und sich wie von selbst liest!
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am 24. Oktober 2006
Und immer wenn es einen gut geht, meldet sich der kleine Mann im Ohr.

So ein kleines Über-Ich (frei nach Freud) sitzt irgendwo in unseren Klein-Gehirn und flüstert uns bei jeder Gelegenheit ein schlechtes Gewissen zu.

Florian Illies beschreibt die Schuldgefühle des dekadenten Einwohners der westlichen Welt. Ja, wer solche Sorgen und Nöte hat dem geht es wirklich gut. Doch noch nie wurden Schuldgefühle so schön beschrieben. Jeder Mensch, der sich über seine Mitmenschen Gedanken macht, wird sich selbst erkennen.

Brillant finde ich die Übungen. Nicht alle sind alltagstauglich.

Doch alleine der Tipp mit dem Tramper ist Gold wert:

(100 m vom Tramper entfernt anhalten, 5 m bevor der Tramper einsteigt mit Kavalierstart davonjagen)

Ich habe es ausprobiert. Einen solchen Schenkelklopfer auf dem Weg zur Maloche...da ist der Tag dein Freund!!

Wer wieder mal etwas zu lachen oder schmunzeln braucht, sollte sich diese hochkomische Lektüre reinziehen.

PS:

Es recht zu machen jedermann,

ist eine Kunst, die keiner kann.

Dieser Spruch ist in meinen Augen das beste Mittel gegen Gewissensbisse.
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am 4. Oktober 2004
Wer kennt es nicht: das schlechte Gewissen? Es packt einen in allen Bereichen des Alltags. Man fühlt sich schuldig, wenn man den Müll nicht ordnungsgemäß trennt, es geht einem schlecht, wenn man einen Geburtstag vergisst und so weiter und so fort.
Dreiundzwanzig besonders heikle Situationen beschreibt "Generation Golf"-Autor Florian Illies in seinem Buch "Anleitung zum Unschuldigsein". Er zeigt auf, wo und wie einen das schlechte Gewissen beschleicht und nennt Auswege aus dieser moralischen Misere.
Dass das alles nicht ganz ernst gemeint ist, versteht sich von selbst. Keineswegs will Illies in seinem Buch kluge Ratschläge geben. Vielmehr ist "Anleitung zum Unschuldigsein" eine amüsante, schnell zu lesende Lektüre, in der man sich garantiert selbst (zumindest in einigen Kapiteln) wiedererkennen wird. Genau das ist auch die Stärke des Buches.
Lesenswert.
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am 29. Juli 2002
Wer mit der Aussage "Was sollen die Leute denken" oder der Antwort der Eltern "Weil man das so macht" auf die Frage warum man etwas in einer bestimmten Form tun soll aufgewachsen ist, der fühlt sich bei diesem Buch zu Hause. Florian Illies bohrt nach dem schlechten Gewissen, das aus unserer Erziehung heraus erwächst. Alle Alltagssituationen von der Mülltrennung über das Beschäftigen einer Putzfrau bis hin zum Deutschsein kommen auf den Tisch und werden bis auf die Spitze getrieben. Hier kann sich einfach jeder irgendwo wiederfinden, wenn er nicht gerade versucht, sein schlechtes Gewissen zu verbergen....
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