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Anleitung zum Unschuldigsein: Das Übungsbuch für ein schlechtes Gewissen [Taschenbuch]

Florian Illies
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 8,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

17. Oktober 2002
Du musst kein schlechtes Gewissen haben? Von wegen. Wenn »Generation Golf« das Tagebuch einer vergangenen Kindheit und Jugend war, dann ist »Anleitung zum Unschuldigsein« die Reise in unser inneres Absurdistan, in dem uns die Gewissensbisse täglich lustvoll quälen. Dieses Buch zeigt Wege zurück in die Unschuld. Mit vielen tollen Übungen! Bildlegende: Ich sollte mehr Sport machen. Ich sollte mein Fahrrad reparieren. Ich sollte nicht immer nur Gutscheine verschenken. Ich sollte mal wieder meine Mutter anrufen. Ich sollte mit dem Rauchen aufhören. Ich sollte mal wieder zum Zahnarzt gehen. Ich sollte weniger Geld für Kleidung ausgeben. Ich sollte mehr Obst essen. Ich sollte mal wieder die leeren Flaschen wegbringen.
Florian Illies' Buch »Generation Golf« (Band 15065) erschien 2001 im Fischer Taschenbuch Verlag.

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Anleitung zum Unschuldigsein: Das Übungsbuch für ein schlechtes Gewissen + Generation Golf: Eine Inspektion + 1913: Der Sommer des Jahrhunderts
Preis für alle drei: EUR 37,84

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 2 (17. Oktober 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596156963
  • ISBN-13: 978-3596156962
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 325.385 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

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Im Sportgeschäft gewesen. Turnschuhe gekauft. Dreimal in nur fünf Minuten ein schlechtes Gewissen gehabt:
(1) Schuhe von Nike erstanden (Kinderarbeit!),
(2) Tüte geben lassen (Müll!),
(3) im Auto heimgefahren (ÖPNV? Fahrrad!).

So sind wir von der Generation Golf: Aufrichtig hin- und hergerissen zwischen moralischen Ansprüchen und praktischen Notwendigkeiten, entscheiden wir uns beinahe immer für die pragmatische Lösung -- die gar nicht unbedingt immer die bequemere sein muss, wie Florian Illies in seinem Übungsbuch für ein schlechtes Gewissen auf zum Teil perfide Art herausarbeitet.

Denn so ein schlechtes Gewissen hält nur auf -- und schädigt darüber hinaus die Volkswirtschaft am Standort Deutschland, wo allein, wenn man es hochrechnet (und von drei Minuten pro Tag und Müllverursacher ausgeht) "täglich insgesamt vier Jahre lang" über die Mülltrennung nachgedacht wird. Gewissenhaft? Nie wieder! Hau weg den Scheiß!

23 Übungssituationen, die von "Heute trenne ich den Müll nicht" über "Heute lasse ich einen Tramper im Regen stehen" bis zu "Heute rede ich mit Bernd" reichen, müssen wir mit Instruktor Illies bestehen. Das Schema ist immer gleich: Zunächst erfolgt auf wenigen Seiten die Anamnese des Problems ("Das Bedürfnis der Taxinutzer, mit den Taxifahrern ein Gespräch darüber zu führen, warum es dem einen so gut geht, dass er sich ein Taxi leisten kann, und dem anderen so schlecht, dass er Taxi fahren muss, ist nicht sehr groß."), die dann jedesmal in einen Übungsvorschlag mündet ("Heute gehen wir zu einem selten frequentierten Taxistand ... beißen so in unseren mitgebrachten Hamburger, dass besonders viele ... Mayonnaisetropfen auf den Sitz gelangen ... fahren fünfhundert Meter und brüllen dann bei 3 Mark 90, der Fahrer möge uns hier endlich rauslassen. Dann geben wir ihm 3 Mark 90 und sagen "Stimmt so"").

Natürlich lässt sich zwischen bloßer Peinlichkeit (wie spricht man "amuse gueule" aus?), verletzten Konventionen (wann bringt man Geschenke mit?) und begründet schlechtem Gewissen (weil man wieder mal Käfigeier gekauft hat) nicht immer sauber unterscheiden. Manche von Illies Übungen sind auch nur mäßig lustig (erst bremsen -- und dann schnell wegfahren, wenn der Tramper sich dem Auto nähert -- harhar...) oder sogar ausgesprochen bedenklich ("Unser klassenfeindliches Klassensystem hat leider niemandem mehr beigebracht, soziale und finanzielle Unterschiede als ein Naturgesetz zu akzeptieren"), aber die Frage nach der Moral des Ganzen, die Illies durchaus nicht nur implizit stellt, ist -- neokonservativ hin, Schnösel her -- zweitrangig. Denn was jede Generation (X, Y oder Golf) schätzt: Der Mann weiß zu unterhalten. --Axel Henrici -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Rezension

Gründe, weshalb wir uns schuldig fühlen und uns mit einem schlechten Gewissen rumplagen, gibt es viele. Das wissen wir! Hier geht es um die meist zum Scheitern verurteilten Versuche, dieser gnadenlosen Institution zu entkommen. Zum Beispiel das Vorhaben einen ganzen Tag zu Hause zu bleiben, weil da ja wenig passieren kann, was ein schlechtes Gewissen auslöst. Leider, man ahnt es: Gerade in den eigenen vier Wänden, in der sich "die Leichtigkeit des Seins" ausbreiten sollte, entwickelt sich das Dilemma aus Erholungs- und Leistungsanspruch zur gemeinen Unerträglichkeit. Morgendlich aktive Handwerker, die längst fällige Steuererklärung oder der Blick in den Kühlschrank sind Stichwörter für das schlechte Gewissen eines zu Hause verbrachten Tages.

Florian Illies, seit seinem 2000 erschienen Bestseller "Generation Golf" in aller Munde, gelang mit dieser "Anleitung zum Unschuldigsein" eine amüsante, aber den Punkt treffende Darstellung unserer teils selbst gemachten, teils aufoktroyierten Gewissensbisse. Denen zu entkommen in der Tat eine überaus sinnvolle Maßnahme wäre. In dem Live-Mitschnitt einer Lesung in Köln wechselt Florian Illies leicht und ungezwungen zwischen der eigentlichen Lesung aus seinem Buch und aktuellen Kommentaren etwa zu den Grünen oder einem gleichzeitig stattfindenden Fußballspiel . Kapitel wie "Heute versuche ich mit meinem Partner zu sprechen" - in einem späteren Kapitel geht es um den Sex - oder "Heute fahre ich nach Italien und schäme mich dort 24 Stunden, ein Deutscher zu sein." sind Highlights dieser Lesung. Eine witzig gemachte Analyse unserer absurden Gewissensnöte, wie gemacht zum Immer-wieder-Anhören! Live-Lesung des Autors, Dauer: ca. 82 Minuten, 2 CD. Auch als MC erhältlich (3895849243).

-- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ehrlich, lustig, böse � einfach gut! 21. Oktober 2004
Format:Taschenbuch
Eigentlich zufällig stieß ich auf dieses Buch und bin im nachhinein auch sehr froh darüber.
Der Titel hätte für viel stehen können, aber was den Leser dann erwartet, ist ein absolut gelungenes Stück Unterhaltung, gespickt mit Wahrheit und Bauchschmerzen vom selbstironischen Lachen.
Florian Illies schafft es kurz, knapp und mit viel Witz des Deutschen Michels leicht aktivierbaren Schuldgefühlsmechanismus in Gang zu setzen. In kurzen Episoden werden so, korrekte nationalbewusste Verhaltensregeln beim Italiener, kostenorientierte Taxifahrten , ein effektives Rosenverkäufer-Survivaltraining, aber auch die ökologische Askese welche ein jeder bei der Mülltrennung erfährt dargestellt. Der Leser wundert sich, wie schnell er sich doch in vielen Situationen wiedererkennt, nickt zustimmend mit dem Kopf und erfreut sich an bitterbösen Gedanken, welche durch die lebhafte Beschreibung und etwas Fantasie, zumindest im Kopf schnell Form und Farbe annehmen können. Das alles gepaart mit einer gesunden Portion Sozialkritik, machen dieses schnell zu lesende Buch empfehlenswert.
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21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lang-wei-lich!!! 15. Juni 2004
Von Karl Self
Format:Taschenbuch
Auf der Habenseite: cooler Titel (der allerdings mit dem Inhalt rein gar nix zu tun hat), die Grafiken sind echt witzig, und ich finde die Idee, das Ganze als Selbsthilfebuch in "schlank-und-intelligent-in-fünf-Minuten-täglich"-Manier aufzuziehen, recht witzig. Andererseits: das Buch ist einfach nicht lustig, und häufig sogar ziemlich nervig. Florian Illies beschreibt eine Reihe von peinlichen und unangenehmen Alltagssituationen à la "mit der Freundin in einem französischen restaurant sitzen und von Wein keine Ahnung haben und kein Französisch können", oder "nach einem halben Jahr merkt man, dass man die polnische Putzfrau mit falschem Namen angeredet hat". Da Illies selbst eher als forscher, junger Schnösel rüberkommt der Gewissensbisse nur aus dem Psychologie-Seminar kennt, nimmt man ihm einfach nicht ab dass er persönlich unter solchen Situationen leiden würde. Eher macht er sich wohl über das Gutmenschentum (auch so ein ätzendes Wort) anderer lustig, wobei er sozusagen aus schreibtechnischen Gründen heraus die ich-Perspektive verwendet.

Das nächste Problem ist, dass das Buch um einige Jahrzehnte zu spät kommt, weil im angehenden 21. Jahrhundert sowieso schon Zynismus und Ellenbogen samt ihrer infernalischen Heerschaaren regieren, und man "Betroffenheit" eh nur noch vom Hörensagen kennt. Das war beispielsweise in den Achtziger Jahren mit ihrem Jesuslatschen- und Jute-statt-Plastik-Kult noch ganz anders (Zitat Sigi Zimmerschied: "Ich war ja so was von betroffen ... also SOWAS von betroffen! Also, so gut hab' ich mich schon lang nimmer g'fühlt!"); seinerzeit hätte so ein Buch wohl noch eher wider den Stachel zu löcken vermocht.

Und noch was -- etwas das ich Illies echt übel nehme: das Ganze hat so eine schwer fassbare Allerwelts-Seichtigkeit. Da wird auf ganz hohem niveau gehadert, alles wirkt so flach, so Prozac-mässig. Alles ist darauf abgestellt dass es einem bloss nicht zu nahe geht. Das ist wie in einer amerikanischen sitcom, wo gutaussehende junge Menschen mit hochbezahltem job und gepflegter Freundin in ihrem loft in New York sitzen, und darüber Tränen vergiessen dass sie irgendwo vom Türsteher nicht reingelassen wurden. Alles ist dreht sich nur um den kleinsten gemeinsamen Nenner: ja, auch ich habe mal einen Schokoriegel zuviel gegessen; auch ich verliere allenthalben Socken; ich war auch schon mal auf einem langweiligen Klassentreffen; ich hatte auch schon mal Blähungen; etwas mehr Sport zu treiben oder für Afrika zu spenden könnte mir nicht schaden; auch andere Menschen haben Probleme, ich bin nicht alleine, wie schön.

Übung: heute machen wir das Buch eines hoffnungsvollen deutschen Jungautors nieder, obwohl unser eigenes literarisches Talent noch nicht mal für Urlaubspostkarten ausreicht. Dann setzen wir uns vor den Fernseher und schauen Fussball.

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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das kleine Gehirnzellen-Massacka 14. März 2005
Format:Taschenbuch
Tief beeindruckt vom Bestseller "Generation Golf" greift man als gelegentlicher Buchkonsument neugierig zum wohl aussergewöhnlichsten Werk von Florian Illies. Die "Anleitung", wie sie in vielen Kreisen halbgebildeter Jung-Mittelschichtsbürger genannt wird, verendert den Leser und dessen selbstkritische Betrachtung des Lebens, des Universums und des ganzen Rests binnen weniger Stunden.

Wohl kein anderes Buch geht derart schonungslos mit unseren tiefsten Zweifeln an den normalsten Dingen der Welt, wie z.B. Urlaubstage, Rosenverkäufer und Frauenparkplätze, ins Gericht. Wer seinen 30. Geburtstag gerade hinter sich hat, die ersten Versuche einer festen und Dauerhaften Beziehung überlebt hat und dennoch nicht spontan schwul geworden ist, kann sich in diesem Buch seine ganz persönliche Packung abholen.

Florian Illies durchleuchtet in diesem Buch jeden noch so kleinen Winkel unseres durchschnittlichen Lebens und schafft es beinahe im Minutentakt, dem Leser ein lachendes "das kenne ich" abzuverlangen.

Wäre dieses Buch gnadenlos autobiografisch zu verstehen, müßte man Herrn Illies vermutlich aufmunternde Worte zukommen lassen. Da man sich in diesem Buch jedoch viel zu häufig selbst wiederfindet, hat man überhaupt keine Zeit, derartige Bekundungen zu formulieren.

Ich jedenfalls muß seit der Lektüre dieses Buches bei meinen zahlreichen Besuchen in Restaurants und Kneipen immer wieder laut loslachen, wenn ich den Rosenverkäufer zur Tür hineinkommen sehe, oder mir ein kleiner Diddl-Anhänger kommentarlos neben die Pasta Gorgonzola gelegt wird.

Dieses Buch ist der absolute Spaß für alle, die sich selbst und das Leben nur in bedrohlichen Situationen ernst nehmen!

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Die neuesten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen Keine Unterhaltung, sondern Zeitverschwendung!
Ein wirklich selten belangloses Buch. Wahrscheinlich wäre die Zeit selbst vor dem dem Fernseher besser investiert, was die Information angeht, und der Unterhaltungseffekt ist... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Oktober 2009 von Michael Schroeder
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1.0 von 5 Sternen Zeitverschwendung
Es passiert mir selten, dass ich ein Buch dermaßen außergewöhnlich finde, dass ich mich dazu aufraffe, eine Kritik zu schreiben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Dezember 2008 von Hamburger Jung
3.0 von 5 Sternen Schlechtes Gewissen, nein danke!
Herr Illies verbittet es sich im vorliegenden Buche, an allen Ecken und Enden ein schlechtes Gewissen im Namen der Political Correctness gemacht zu bekommen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Oktober 2007 von Peter Raeggel
5.0 von 5 Sternen Der kleine Mann im Ohr....
Und immer wenn es einen gut geht, meldet sich der kleine Mann im Ohr.

So ein kleines Über-Ich (frei nach Freud) sitzt irgendwo in unseren Klein-Gehirn und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Oktober 2006 von Bayazzo
5.0 von 5 Sternen Zum Schreien komisch!
Habe eine Lesung des Autors zu diesem Buch als Kassette, leider ist nicht der ganze Inhalt des Buches enthalten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. November 2004 von A. Huning
4.0 von 5 Sternen Wirklich gelungen
Ich fand das Buch einfach spitze. Nebenbei in der Bahn immer mal einen Abschnitt gelesen und bei fast jedem zustimmend genickt. Genauso ist es! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Oktober 2004 von Katrin Karnatz
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsam
Wer kennt es nicht: das schlechte Gewissen? Es packt einen in allen Bereichen des Alltags. Man fühlt sich schuldig, wenn man den Müll nicht ordnungsgemäß... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Oktober 2004 von Christoph Walter
4.0 von 5 Sternen Sehr lustig :)
Denjenigen, die dieses Buch langweilig finden, kann ich leider nur entgegnen, da?sie offensichtlich nicht über sich selbst lachen können, denn die aufgeführten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Februar 2004 von svenf
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