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Anleitung zum Männlichsein
 
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Anleitung zum Männlichsein [Broschiert]

Andreas Lebert , Stephan Lebert
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 160 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 1., Aufl. (3. März 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 359617323X
  • ISBN-13: 978-3596173235
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 410.637 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

In der Sendung „Wickerts Bücher“ lag das Elend neulich auf der Couch. Die Journalistin Annette Zinkant schlug den männlichen Mitgliedern der Runde ihr Mr. Unentschieden. Warum Männer zu nichts taugen um die Ohren, die traurige Bestandsaufnahme des modernen Mannes. Heraus kam ein von Emanzipation und Frauenpower zutiefst verunsichertes Neurosenbündel, identitätslos und innerlich zerrissen, kurzum – keine Spur von Männlichkeit weit und breit. Der mittalkende Brigitte-Chefredakteur Andreas Lebert kannte das Übel und bot sogleich Abhilfe. Sein Therapieversprechen: Aus irrlichternden Trauerklößen wieder selbstbewusste und echte Kerle zu machen!

In einem Berliner Cafe startete der Brainpool der Gebrüder Lebert, der Schieflage der Geschlechter auf die Spur zu kommen. Jäger, Cowboys und Ritter, Archetypen maskuliner Dominanz, sind im Orkus der Geschichte verschwunden, ihre neuzeitliche Variante, Machos, Schlägertypen und Ferrarifahrer, nur von begrenztem Reiz. Der Rest, intelligente, aufgeschlossene Männer, die ihre gesellschaftliche Rolle hinterfragten und mit Frauen auf Augenhöhe leben wollten, ging allmählich seiner männlichen Identität verlustig. Übrig blieb ein Heer an Problemhubern, Joghurtbecherausspülern, Depressivos und Hypochondern, die in Bioläden nach dem Aromatherapiefläschchen wie nach einem Rettungsanker greifen. Verkehrte Welt. Wo nur ist er geblieben, der selbstbewusste Typ, den der Klappentext irgendwo zwischen Dalai Lama und George Clooney verortet?

Anhand zahlreicher Fallbeispiele und in launigem Ton führen die Autoren durch eine Welt, „in der die Frauen den Alltag beherrschen und die Männer in ihrer Identitätskrise verharren“. L&L`s Empfehlung: Mut zum Unkonventionellen, Bekenntnis zur eigenen Lächerlichkeit (wirkt souveräner als man denkt!), Fähigkeit, Trauer und Empathie zu zeigen, aber alles in homöopathischer Dosierung, bitte! Nichts übertreiben. Verständnisvoll nickende Allesversteher kommen leicht wie erotisches Dörrobst herüber. Humor ist erwünscht, Witzeerzähler nicht! Mannsbildern im Kampfstier-Look, aber mit angeknackstem Selbstbewusstsein (die übrigens gerne in der Mimikry des toughen Businessman auftreten!), mag dieser amüsant aufrüttelnde Ratgeber neue Wege aufweisen. Sensiblere –- oder sollte man sagen, intelligentere Naturen werden sich hingegen fühlen wie der Schwerstdepressive nach dem Ratschlag, nicht alles so schwarz zu sehen. –- Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Kurzbeschreibung

Früher gingen Väter mit ihren Söhnen zum Fischen und erzählten ihnen Heldengeschichten. Sie zeigten ihnen, wie man Staudämme und Baumhäuser baut und verlangten von ihnen, vom Dreimeterbrett zu springen. Väter waren Götter - streng, zürnend, unerbittlich.

Dann kam der neue Mann: männergruppenerprobt, demütig partnerschaftlich, weichgespült, pflegeleicht, mit leicht resignativem Zug um die Lippen. Seine Vorbildfunktion als Vater hat der neue Mann eingebüßt, er dient allenfalls noch als Verhandlungspartner für seine Kinder.

Die alten Zeiten will man nicht zurück, aber ihre neue Rolle als Mädchen für alles schmeckt den Männern auch nicht mehr. Was macht einen Mann heute zum Mann?

Andreas und Stephan Lebert erkunden, wie der Mann des 21. Jahrhunderts sich in verschiedenen Lebenssituationen bewähren kann, und finden jenseits aller Zerrbilder und Stereotypen Antworten auf die Frage, die Herbert Grönemeyer unbeantwortet ließ. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Andreas und Stephan Lebert arbeiten beide u.a. als Journalisten und haben nun eine Anleitung zum Männlichsein geschrieben, die keine ist. Denn - was der Buchtitel vielleicht versprechen könnte - eine detaillierte gesellschaftskritische Auseinandersetzung oder so etwas wie ein Ratgeber des männlichen Verhaltens ist es nur bedingt.

Vielmehr ist dieses Buch ein sehr persönliches Buch. Das ist es auch was es interessant macht. Die Brüder erzählen fast ausschließlich von Begegnungen, Erzählungen und Situationen, in denen Männer, die sie kennen oder kannten oder von denen sie erzählt bekamen, die Protagonisten sind. Beispielsweise der Chefredakteur des "The Guardian", der aus einem Gefühl heraus handelt als er nach dem Selbst-Tod des Nirvana-Sängers Kurt Cobain kurzfristig die ganze Planung für den nächsten Tag umschmeißt. Oder der Chirurg, der seine Familie an Heilig Abend verlässt und einer Bekanntschaft vom Hotelzimmer aus am Telefon seine Liebe gesteht oder ein im brasilianischen Regenwald lebender Mann, der kurzerhand den schwer-erziehbaren Sohn eines Freundes nach Brasilien einlädt und dem Jugendlichen so eine völlig andere Sichtweise auf das Leben schlechthin vermittelt.

Praktisch das ganze Buch ist mit diesen Geschichten durchzogen, aus denen die Autoren ihre Anleitungen ableiten und dem Leser anbieten. Es sind diese Geschichten, die hängen bleiben und bei so viel Auswahl kann sich sicherlich jeder Leser eine oder zwei auswählen, aber die konkret formulierten Anleitungen zum Männlichsein sind m.E. nichts wirklich Neues. Meiner Meinung nach sind es auch Ratschläge, die man ebenso gut Frauen geben könnte.

Was ich sehr empfehlen kann ist das Kapitel über die Beziehung zwischen Vater & Sohn, welches als Vorabdruck in der Wochenzeitung 'die Zeit' erschienen und auch auf deren Webseite verfügbar ist.

Mein Fazit:
Ich finde es kein schlechtes Buch, aber ich hatte mir mehr davon versprochen. Die erwähnten Geschichten sind manchmal recht kurzweilig und ich hatte das Gefühl sie kreisen immer um dieselben Themen: Verantwortung zu übernehmen, Konsequenz, Mut zum eigenen Willen, zur Liebe, sich selbst treu bleiben. Das ist nett verpackt, mehr aber auch nicht. Es wird m.E. auch eine Spur zu persönlich und langweilig, wenn nicht selten geschildert wird, wie die Autoren im Cafe sitzend sich über den künftigen Inhalt des Buches unterhalten und welchen Sinn dabei die Schilderungen des "Stamm-Kellners" haben, bleibt wohl das Geheimnis der beiden Autoren.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Das Buch bietet einen leichten Einstieg in das Thema "Männlichkeit". Was ist ein Mann? Was ist ein Mann heute? Muss sich der Mann ändern? Auf diese Fragen reagieren die Autoren mit einer Art reflektierter Betriebsanleitung.
Die Autoren bieten keine Wahrheiten an, sondern erzählen Geschichten, aus denen sie ihre Schlüsse ableiten, den Leser aber auch zum Nachdenken anregen. Insofern ist das Buch gerade auch für das männliche Volk ein kleiner zu entdeckender Schatz, der Lust macht, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen.

Die Lust, diesen Schatz auch zu heben, wird leider durch das auf ein - meiner Meinung nach - weibliches Publikum zugeschnittene Cover, unterminiert. Im Laden hätte (und habe) ich dieses Buch zwar in die Hand genommen und für mich entdeckt, hätte es jedoch niemals gekauft, weil ich mir dumm vorgekommen wäre, mich mit dieser offensichtlichen Ratgeberklitsche in der Hand in die Schlange an der Kasse zu stellen. Ein neutraleres, weniger ratgeberhaft-feminines oder ein sehr viel männlicheres Cover (Stichwort: "Coolness" - vielleicht ein Bizeps mit scharfem Tattoo) hätte dem Buch und dem Thema gut getan. Mal ganz ehrlich: Welcher Mann fühlt sich denn von einem Playmobilritter angesprochen? Frauen mögen diese Ironie vielleicht nett finden - Männer, gerade die, die ein Bewusstsein über sich und ihre eigene Männlichkeit erst entwickeln müssten, mit Sicherheit nicht. So viel zum Thema "Männliches Denken".
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29 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Bei diesem Titel wäre mehr zu erwarten gewesen. Die Autoren erzählen mit einer gewissen Tendenz zur Selbstgefälligkeit Geschichtchen aus dem Alltag nach dem Motto "Wir kennen da einen, der hat dies und das erlebt und getan". Dann erzählen sie ganz unnötigerweise von dem Cafe in dem sie sitzen und nachdenken und den Kellner beobachten, der noch irgendwie eine Rolle spielen soll und es dann doch nicht tut. -So spannend ist das nun ja nicht, wenn die Espressomaschine nicht recht arbeitet-.

Aus diesem dünnen Geplänkel werden dann auf den knapp 160 Seiten Regeln für den Mann aufgestellt, ohne das ein rechtes System oder ein irgendwie kritische Reflexion auffällt.

Der eine Lebert kommt von der "Brigitte" und so ist das ganze auch. Zahnarztlektüre, die nicht weh tut, ganz nett, aber auch verzichtbar ist. Wirkliche Anregungen gleich Null. Wenig Stoff zum Nachdenken. Mein Tipp: Man spare sie das relativ teure Buch, lade seinen Bruder (oder besten Freund) in die nächste Eisdiele ein, spreche mit ihm über Gott und die Welt, lasse Geschichten über nahe und fremde Freunde nicht aus. Ich wette, dieser Nachmittag wird schöner als die Lektüre des Buches.
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