Die August-Septemberausgabe der AnimaniA wartet mit ein paar Goodies auf, z.B. einem Special über DIE japanische Zeitschrift für Jungen Weekly Shonen Jump", das u.a. Naruto" oder Dragon Ball" Geburtshilfe geleistet hat. Mit dem vierten Teil ist dieses Special, das ein Interview mit den Machern Kazuhiko Torishima und Masahiko Ibariki beinhaltet und über die Zukunft des Digital Manga", über den Ableger Monthly V-Jump" und über die Helden aus Weekly Shonen Jump" informiert, abgeschlossen. Ausführlich besprochen werden u.a. auch Afro Samurai", Jungle Emperor Leo" und die Animeumsetzung von Batman Batman Gotham Night" und FLAG", wobei Infokästen zu Hintergrundinformationen und in einem Extra-Kasten kurz die Meinung des jeweiligen Schreiberlings zum Einsatz kommen. Für die Fans auch interessant ist die Vergabe des AnimaniA-Awards in vielen verschiedenen Kategorien, dessen Ergebnisse auf mehreren Seiten vorgestellt werden. Die Rubrik J-Culture" beschäftigt sich diesmal mit dem Düsseldorfer Japan-Tag 2008. Die Fans dürfen sich auf mehreren Seiten mithilfe von Leserbriefen und Zeichnungen austoben, wobei hier auch wieder die Kritik zum Tragen kommt, dass eine Ecke für Fan-Fiction und dergleichen gerechterweise auch den mit Pinsel und Farbe untalentierten Fans die Möglichkeit geben würde, sich einzubringen, wenn sie denn die Chance (wie in frühen AnimaniAs) dazu hätten... Insgesamt gesehen sind die Artikel wieder lesenswert, da flüssig und gut geschrieben. Ein Kritikpunkt gibt es aber trotzdem: Ich vermisse den weiblichen" Blick, der doch etwas untergeht. Dass Männer eher positiv z.B. über die Riesenbrüste der weiblichen Charas schreiben, liegt wohl in der Natur der Sache, aber es wäre ganz nett, dazu und zum Männer- und Frauenbild allgemein in Mangas, Animes und japanischen Filmen auch (regelmäßig) eine Frauenmeinung zu hören. Es würde sich sowas von lohnen! Dass die weibliche Sichtweise eher fehlt, könnte aber auch daran liegen, dass die Redaktion mit überwältigender Mehrheit aus Männern und nur einer Frau besteht. An Bonusmaterial liegt der AnimaniA ein Poster bei, das Afro Samurai" und die Sängerin Nana Kitade zeigt.
Fazit: Mit wenigen Abstrichen gelungen und nicht nur für Fans sehr informativ.