Nun, immer wenn ein neuer Film sich etwas vom Horrormainstream entfernt, hagelt es schlechte Kritiken. Das hat dieser Film nicht verdient. Wenn man ihn als das akzeptiert was er ist, naemlich ein erotisches Horrormaerchen, wird man auch nicht enttäuscht.
Von zu vielen Sexszenen, wie hier manche behaupten, kann gar keine Rede sein, da gab es in Cat People von 1982 auch nicht weniger. Im Gegenteil: es haette dem Film sicher nicht geschadet, wenn auch die schöne Eva Amurri wie in der dritten Staffel von Californication mehr von ihrem Körper gezeigt hätte, schließlich ist ja eigentlich sie die wahre Liebe des Protagonisten.
Ein weiterer Grund warum mir dieser Film besser gefallen hat als die meisten anderen modernen neuen Horrorfilme ist die Reife der Darstellung und die Vielschichtigkeit der Figuren. Wir haben es hier nicht mit einem platten Teeniefilm ala Twilightsaga zu tun, der nur auf einen eingeschränkten Zuschauerkreis, naemlich das Highschoolpublikum, abzielt. Das ist Erwachsenenhorror! Wer das nicht mag, soll sich eben nochmals alle Staffeln von Buffy anschauen, dieser Film ist eine andere Schublade.
Mit gutem Willen vermag man bei der langsamen Verwandlung des von einem weiblichen Biest gebissenen Hauptdarstellers sogar Ähnlichkeiten zu Jack Nicholsons Verwandlugn in Wolf erkennen, ohne dass dies freilich so locker und witzig rüberkommt.
Über die computeranimierten Biester laesst sich streiten, aber da hat man im Kino wirklich schon Schlimmeres gesehen. Ich empfehle den Film jedenfalls all jenen, denen wie mir übergeschliffenen Produktionen wie Resident Evil oder Underworld zu überkandidelt sind und die auch mal was anderes als typischen Teeniehorror sehen wollen. That`s it!