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Animal Triste: Roman
 
 

Animal Triste: Roman [Kindle Edition]

Monika Maron
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Das Lustigste seit Kafka.« (Christian Ulmen)
Till Reiners ist einer, der so ist wie alle, und bislang hat er das für etwas Positives gehalten. Da wo Till ist, ist es nicht trendy. Schon sein Name ist nicht hip, und dann wohnt er auch noch am Rande des Ruhrgebiets und trägt einen Seitenscheitel. Er hat eine Frau und ein Kind und ein Leben wie eine Tatort-Folge: ziemlich deutsch, mäßig spannend, mit wenig Sex, und man ahnt nach der Hälfte, wie es ausgehen wird. Bis Nappo auftaucht, ein Kerl mit einer Tätowierung, einer Sporttasche und einer echten Waffe. Plötzlich ist alles anders: Ein Kaninchen stirbt, ein Mann wird zusammengeschlagen, ein unflotter Dreier findet statt, und Bruce Springsteen spielt dazu. Außerdem fehlen der Dresdner Bank mal eben 30.000 Euro. Und Till Reiners ist auch nicht mehr, was er mal war …

Intelligenter muss Humor nicht sein: Der erste Roman von Stromberg-Erfinder und Grimme-Preisträger Ralf Husmann: die unglaublich gute Geschichte eines gar nicht guten Arbeitstages!

Klappentext

Im Sommer 1990 beginnt unter dem Skelett des Brachiosaurus im Berliner Naturkundemuseum eine Liebe zwischen einer Paläontologin aus Ost - Berlin und einem Hautflüglerforscher aus Ulm. Für die Frau, deren bisherige Lebensordnung sich mit dem Zusammenbruch der Mauer als sinnlos erweist, wird diese Liebe zur obsessiven Leidenschaft, die keinen Verzicht zuläßt und keine Rücksicht.

Sie beschwört die Liebe als letzte anarchische Kraft, die sich über jede Ordnung hinwegsetzt und ihre eigene errichtet.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
In the summer after the fall of the Wall, beneath the magnificent skeleton of the brachiosaurus in Berlin's Natural History Museum, Maron's nameless, East German protagonist and narrator meets and falls in love with West German Franz. Several years into the future, writing now as an elderly woman alone and withdrawn from society, she relives her relationship with Franz through a series of memories, and tells the story of passionate love, obsession and personal destruction.

Although there are times in the novel when readers may find the narrator's recollection of events confusing to understand, as many of her memories are disjointed, incomplete, and often figments of her own imagination, this cleverly emphasises even more her obsessive love for Franz. Deeply possessed by this love affair, it is the memories of her lover that she can recall in an extremely clear and detailed way, as if they only happened yesterday. On the other hand, she willingly forgets or distorts memories that remind her of unhappy or troubled times to make room for those where she felt absolute happiness. Maron evokes great sympathy in the reader towards her narrator, who is unable to let go of her lost love and as a result spends the majority of her life suffering alone, secluded from the world.

Yet Animal triste is more than just a love story, as Maron expertly explores the emotional and cultural problems facing East and West Germans at the time of reunification. Through the vivid narrative, the reader becomes aware of the narrator's constant struggle to adapt to post-Wende life, and the ongoing search for her identity in a country that she no longer feels familiar with. The failed love affair of the narrator and Franz undoubtedly echoes the conflict between both East and West Germany, as they try and overcome forty years of separation.

An excellent example of post-Wende literature, Animal triste will certainly appeal to those interested in Germany's historical and political situation at the time of reunification. Combined also with its compelling love story, tainted with intense suffering, the novel will surely capture the interests of a widespread audience.

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
'Man kann im Leben nichts versäumen als die Liebe'. This realisation and a chance meeting beneath a brachiosaurus skeleton act as the catalysts for an obsessive love affair set in post-reunification Berlin. The narrator, an elderly woman from the former East - who remains nameless and of vaguely defined age - looks back from the distant future to chronicle her relationship with a West German man in the summer of 1990. An element of suspense regarding the denouement is consistently maintained, as the reader is at the mercy of a narrator who openly admits that her words are a merge of reality and imagination.

One of the novel's intriguing features is this approach to the concept of memory: moments of clarity regarding times spent with her lover are juxtaposed with her inability - or indeed unwillingness - to recall his real name (calling him Franz for the sake of the story) or even the reason why their affair came to an end. Her obsessive relationship with the past is striking, as she has removed herself from society, living the life of a recluse in her apartment and repeatedly re-enacting nights from that summer in her mind.

The obvious frustrations which arise for the reader through the incomplete - and possibly inaccurate - depiction of events are overcome by the sensitive portrayal of the need for physical and emotional love in later life. Alongside the story of their affair a number of other couples brought together or divided by the fall of the Berlin Wall provide further depth to the narrative.

Readers aware of the complexities and trials of post-Wende Germany will appreciate the obvious parallels which can be drawn between the narrator's doomed love affair and the somewhat unhappy union of East and West. The narrator's rejection of the present and future, considered in its post-reunification context, can be likened to the desire of many former East Germans to preserve memories of their lives in the GDR.

However, the novel's considerable appeal to a larger readership lies in its heartfelt portrayal of the sufferings of a broken heart and sense of dislocation in a world of cultural and political shifts.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
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"Gegenwart kann nur naiv betrachtet werden, deren Inhalt wird gewürdigt, wenn sie zur Vergangenheit geworden ist." (Sigmund Freud, Die Zukunft einer Illusion)

Die Ich-Erzählerin dieses bestechenden Romans im Jahr 1 nach der Vereinigung beider bis dahin getrennter deutscher Staaten berichtet aus ihren Erinnerungen, ihren Erinnerungen aus den Zeiten der Mauer, aus den Zeiten der Diktatur und aus der Zeit einer großen Liebe. So wie diese Liebe heute zum Zeitpunkt der Erzählung ebenso eine nicht mehr präsente im Sinne des Zusammenseins ist, so dient sie der Stabilisierung ihres Lebens durch die Imagination. So wie ihre Tätigkeit im Berliner Museum einen dauernden Wunsch gebar, die Fußstapfen großer Vögel aus der Frühzeit im freien Amerika besichtigen zu können, so bleibt nach ihrer großen Liebe, die sie nun in der Erinnerung mit Franz benennt, der eines Tages nicht mehr kam, die Verklärung dieser Liebe zur Illusion eines weiteren, aber von nun an zeitlosen Lebens, gewidmet dieser absoluten Liebe.

Ihre Erzählung berichtet von der Mauerzeit, von Freunden, Geliebten, Bekannten, deren Änderung und Veränderung von Ansichten, Absichten in der Neuzeit, als ihr Volk durch die Wand ging. Sie erzählt, wie die Erinnerung strömt, getrieben, ohne Zusammenhang und damit authentisch, gleichzeitig in Fragmenten. Der Verlust ihrer Liebe ist das zentrale Thema, es ist überall, egal wovon sie gerade spricht. Sie ist ehrlich ihren Gefühlen gegenüber, damit ehrlich und direkt gegenüber dem Leser.

Was ihr bleibt, ist die Erinnerung an eine Ordnung, eine fatale Staatsordnung, die in der Enge des Systems Sicherheit gab, die in eine Unordnung der Vereinigung auch privater Art mutierte und sie, wie alle anderen, eine eigene neue Ordnung ihres Lebens finden musste. Diese neue Ordnung muss eine unumstößliche sein, eine, die Bestand haben soll, eine, die archaisch oder nach Kleist modernem Rat, digital ist. Entweder oder: Tod oder Liebe, die Alternativen, "Dich zu gewinnen oder umzukommen", die Penthesilea als ihre ausschließliche Zukunft betrachtet, als gäbe es ohne Liebe kein Leben.

Und dieser Art ist trotz allem ihre Liebe zu Franz. Ihre Illusion geht soweit, dass sie glaubt, die Mauer habe fallen müssen, damit sich zwei zueinander bestimmte Herzen finden, dass das von Zeus getrennte Kugelwesen des Aristophanes seine zweite Hälfte findet, sie und er sich so vervollkommnen. Und doch erinnert sie seine streichelnden Fingerrücken auf ihrer Wange als "flüchtig, wie ein zurückgenommenes Versprechen." So wie der Fall der Mauer diese Beziehung ermöglichte, so wird die Beziehung an einer neuen Mauer scheitern, ihre vorgestellten Bilder einer Reise zur Hadrians-Wall. "Macht es einen Unterschied, ob einen die Flüchtigkeit eines Traumes enttäuscht oder die Wirklichkeit des Lebens?", so fragt sie sich selbst. Und so lässt sie sich lieber in New York festhalten, als in den in der politischen Gefangenschaft illusionsgeschwängerten Pliny Moodys Garden zu reisen. Die Illusion stirbt mit der Möglichkeit.

Als er nicht wiederkommt, verschwindet nicht ihre Liebe, sie wechselt auf eine höhere Stufe, auf die der Liebe an sich, einer Liebe, die objektfrei ist und damit absolut. Diese Liebe in ihrer höchsten Form ist Bestandteil jedes Menschen, von Geburt an. Damit wird nie Liebe herangetragen, sondern Liebe ist und bricht heraus, gleich einer vulkanischen Eruption. Sie ist ohne Wunsch, frei jeder Abhängigkeit, sie bleibt, wenn das Objekt entschwindet, sie ist, weil sie ist. Und die "Gründe der Liebe" sind genau die, die Harry Frankfurt im gleichnamigen Buch zusammenfasst: Nichts anderes als Liebe ist möglich, der Sinn des Möglichen ist kanalisiert und definiert den Kurs zur festen Selbstbestimmung. Die Illusion stirbt mit der tragischen Wirklichkeit. Die Erinnerung wird zum stabilen Anker.

Zur Findung der eigenen Identität ist der gesamte Mensch von Bedeutung, sein Denken wie sein Empfinden, diese Welt des Hingezogenseins ist erwacht in jungen Jahren, wie Musils Törleß berichtet, durch Konvention in den Kerker der brennenden Herzens verbannt und da wo wir das letzte Kratzen an den rauen Wänden dieses Kerkers hören, da findet die Protagonisten dieses Romans Zustimmung: "Denn man kann im Leben nichts versäumen als die Liebe."
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Die neuesten Kundenrezensionen
Bin froh, daß ich es gelesen habe...
und werde es sicher wieder lesen.

Das einzige, was ich an diesem Buch bedaure, ist sein geringer Umfang. Von mir aus hätte es dreimal so dick sein dürfen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von C. Bernhart veröffentlicht
Erinnerungsarbeit mit überraschendem Resultat
»Animal triste« von Monika Maron ist ein vielschichtiges Buch.
Man kann es als ein Stück Wendeliteratur sehen, weil die wichtigsten Handlungselemente kurz nach dem Fall... Lesen Sie weiter...
Vor 24 Monaten von B. Gutleben veröffentlicht
Meditativ und zu Herzen gehend
Reich-Ranicki meinte zu diesem Buch: "Einer der schönster Liebesromane dieser Zeit!".
Das finde ich auch, obwohl sich die große Liebe so leicht nicht erzählen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. März 2008 von Elisabeth DeHont- Schäfer
Wenn Leidenschaft Leiden schafft
Gewiss, dies ist ein anspruchsvolles Buch. Es vereint viele Gedanken und Strömungen. Es ist so vielschichtig, dass sich manch Erzähltes vielleicht wohl erst beim... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Februar 2008 von Karl-Heinz Heidtmann
Animal Triste by Monika Maron
It's not every day you come across a piece of literature which incorporates an eclectic mix of pre-historic life, obsessive love and heartbreaking reminiscence, all assembled... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Mai 2007 von Mrs. H. E. Cottrell
Animal Triste by Monika Maron
`Dich zu gewinnen oder umzukommen'. This recurring phrase sets the desperate tone of Animal Triste as we are guided through a passionate love affair, set around the time of the... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Mai 2007 von C. Heath
Animal Triste - Monika Maron
'Dich zu gewinnen oder umzukommen'. This striking line from Kleist's 'Penthesilia' is adopted as a life motto by Monika Maron's protagonist in her novel, 'Animal Triste'. Lesen Sie weiter...
Am 20. Mai 2005 veröffentlicht
Animal Triste, Monika Maron
Anyone displaying a remote interest in the reunification of Germany should invest in Monika Maron's novel, Animal Triste, - a truly compelling read. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Mai 2004 von "catti80"
Monika Maron, Animal Triste
Through the first-person narrator of Maron's Wenderoman, the reader is given an insight into an anonymous former East Berlin woman battling with the confused emotions caused by the... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Mai 2004 von "jossikb"
Maron,Animal triste
Dieser Roman ist ein wirklich gelungener Beitrag zum Hohenlied der Minne!
Hier überwindet eine Frau, ob gewollt oder ungewollt sei dahingestellt, ihren... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Dezember 2002 von Helga König
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