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Animal Spirits: Wie Wirtschaft wirklich funktioniert
 
 

Animal Spirits: Wie Wirtschaft wirklich funktioniert [Kindle Edition]

Robert J. Shiller , George A. Akerlof , Ute Gräber-Seißinger , Ingrid Proß-Gill , Doris Gerstner
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Die aktuelle Weltwirtschaftskrise markiert zugleich den Bankrott der neoklassischen Wirtschaftstheorie. Parallel dazu steigt der Keynesianismus, Jahrzehnte lang als Dirigismus verpönt, wie Phönix aus der Asche. Und mit ihm seine Epigonen. Etwa Paul Krugman, der 2008 dem Zeitgeist entsprechend den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften entgegennehmen konnte. Oder George A. Akerlof, dem diese Ehrung bereits 2001 unter dem Eindruck des Börsencrashs am Neuen Markt zuteil wurde, den er im Jahr zuvor exakt vorausgesagt hatte.

Irrational Exuberance, etwa: „Irrationaler Überschwang“, lautete der Titel des hellsichtigen Buches, mit dem Akerlof zum Guru der Behavioral Economics aufstieg, die sich der Erforschung des Verhaltens von Wirtschaftssubjekten und Marktteilnehmern aller Art widmet. Ein zutiefst keynesianischer Ansatz, gehen die Neoklassiker doch von der Annahme eines zutiefst rationalen Homo oeconomicus aus, der sich einzig und allein von seinen wirtschaftlichen Interessen leiten lässt. Kompletter Unsinn, wie Akerlof in Zusammenarbeit mit dem Yale-Professor Robert J. Shiller in dem vorliegenden Werk aufzeigt. Optimismus, Pessimismus, Ephorie, Depression, Hysterie, Panik – so lauten die wahren Triebkräfte des Marktgeschehens.

Dass sich der Homo oeconomicus weniger von der Ratio als vielmehr von Animal Spirits wie Instinkten, Emotionen und vor allem einem unheilvollen Herdentrieb leiten lässt, postulierte schon John Maynard Keynes als einen der wichtigsten Gründe für eine aktive Rolle des Staates in der Marktwirtschaft. Und seine Jünger Akerlof und Shiller treten den überzeugenden Beweis an, wie recht er damit hatte. – Arnold Abstreiter

Pressestimmen

08.03.2009 / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Von wilden Spekulanten und vergessenen Instinkten "Ein wichtiges Buch. Denn es ist ein Versuch, die Finanzkrise zu nutzen, um die Wirtschaftstheorie umzukrempeln."

01.04.2009 / Neue Zürcher Zeitung: Stimmungen, Geschichten und Geldillusion "Das Buch ist hervorragend geschrieben. Akerlof und Shiller haben recht damit, die Zunft der Ökonomen an die Brüchigkeit ihrer psychologischen Basis zu erinnern."

01.04.2009 / ManagerMagazin: Comeback einer Ikone "Die beiden Star-Ökonomen argumentieren fundiert, schreiben aber erfreulich verständlich. Nebenbei liefern Akerlof und Shiller eine lesenswerte Analyse der gegenwärtigen Krise."

02.04.2009 / Die Zeit: Wirtschaft mit Gefühl "Robert Shiller ist ein ungewöhnlicher Revolutionär ... Die Welt braucht ihn als Kämpfer für eine menschennähere Ökonomie."

05.05.2009 / Berliner Zeitung: Tierische Instinkte "Die amerikanische akademische Wissenschaft hat keine Scheu davor, maximal verständlich zu schreiben, ohne die Dinge zu versimpeln - eine Tugend, in der die beiden Starökonomen Meister sind." Robert Misik

13.05.2009 / Financial Times Deutschland: Neue Denker erobern Washington "Schon jetzt eines der wichtigsten Werke zur Finanzkrise."

14.08.2009 / Süddeutsche Zeitung: Das Rätsel Mensch "Die beiden Ökonomen bereichern mit ihrer Theorie die Wissenschaft."

03.09.2009 / WOZ Die Wochenzeitung: Kapitalismus und Krise "Die Autoren schärfen eine kritische Sicht auf diejenigen Politikerinnen, Manager und Wissenschaftler, die die heutige Krise zu verantworten haben, auch weil sie kompetente Warnungen einfach leichtfertig in den Wind schlugen ... Angesichts des Desasters der herrschenden Irrlehren erscheinen die Autoren als Geistesgrößen."

01.11.2009 / Spektrum der Wissenschaft: Das Tier im Wirtschaftssubjekt "Interessanter und überzeugender als der Großteil der gängigen volkswirtschaftlichen Literatur."

20.12.2009 / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Wirtschaftsbücher des Jahres "Ein Buch für alle, die weiter denken wollen."

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30 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Dem bekannten Satz von McLuhan "The Medium ist the Message" könnte man hinzufügen "The Author ist the Message". Denn da wir uns gerne an Helden aller Art orientieren ist es eben nicht nebensächlich, wer der Absender einer Botschaft ist. So haben unsinnige Vorstellungen über linke und rechte Hirnhälften auch deshalb noch immer Gewicht, weil Roger W. Sperry 1981 für seine Untersuchungen an Epilepsiepatienten den Nobelpreis erhielt. Und da 2001 diese Auszeichnung auch George A. Akerlof zugesprochen wurde, ist zu hoffen, dass seine Thesen in der Wirtschaftswelt endlich vernommen werden. Schliesslich geht es um ein Bild des Menschen, das der Wirklichkeit sehr viel mehr entspricht als das bisher gezeichnete. "Animal Spirits. How human psychology drives the economy and why it matters for global capitalism" lautet der englische Originaltitel. Aber der deutsche Übersetzer ist leider der Branchenmode gefolgt, mit dem Wörtchen "wirklich" zu suggerieren, dem Leser würden in diesem Buch Wahrheiten vermittelt. Das ist in diesem Fall doppelt ärgerlich, weil "Glaube" und "Geschichten" zwei Schlüsselbegriffe von Animal Spirits sind und die beiden Autoren immer wieder darauf hinweisen, ihre Beiträge seien als Ergänzungen und Korrekturen traditioneller Modelle zu verstehen.

Worum geht es? Verkürzt gesagt, möchten Akerlof und Shiller die Vertreter der klassischen Ökonomie daran erinnern, dass der Mensch auch irrational handelt und daher jedes Erklärungsmodell unvollständig ist, das Erkenntnisse der modernen Hirnforschung nicht berücksichtigt. Es erstaunt daher nicht, dass Storytelling oder die Macht der Geschichten auch bei wirtschaftswissenschaftlichen Analysen und ökonomischen Prognosen zentrale Bedeutung haben. Schade ist nur, dass dieses Buch formal weniger überzeugt als inhaltlich. Als ob sich die Autoren nicht darauf einigen konnten, für wen sie es schrieben, oszilliert es zwischen grosser Anschaulichkeit und schwer verständlicher Fachsprache. Vor allem der erste Teil "Eine Theorie der Animal Spirits" hätte eine leserfreundlichere Bearbeitung verdient. Denn schliesslich geht es um wichtige Überzeugungsarbeit. Aber da den meisten Lesern bis Seite 94 kaum klar wird, was die Kernelemente der Theorie sind, werden sie im zweiten Teil auch nicht alle Antworten auf die acht gestellten Fragen verstehen. Da diese Fragen den Inhalt gut wiedergeben, zähle ich sie hier auf: Warum Volkswirtschaften in Depressionen geraten - Warum Zentralbanken Einfluss auf die Wirtschaft haben - Warum manche Menschen keinen Job finden- Warum es langfristig gesehen entweder mehr Inflation oder mehr Arbeitslose gibt - Warum unsere Sparentscheidungen willkürlich sind - Warum die Preise an den Finanzmärkten und die privaten Investitionen so stark schwanken - Warum Immobilienmärkte zyklischen Ausschlägen unterliegen - Warum sich Armut im Kreis von Minderheiten besonders hartnäckig hält.

Da die Autoren zu den anerkannten Vertretern ihres Fachs gehören, werden sie auch eher gehört. Ob ihre Ratschläge zur Überwindung der gegenwärtigen Krise befolgt werden, wird sich zeigen. Gewisse Zweifel sind auch deshalb angebracht, weil sie ihre eigenen Theorien zu wenig befolgen und dem Rationalen bei der Argumentation zu viel Platz einräumen. Aber vielleicht ist das die bessere Strategie, um ihre Kollegen und die Politiker davon überzeugen zu können, endlich andere Brillen aufzusetzen.

Mein Fazit: Hätte dieses Buch nicht das Label "Von Nobelpreisträger geschrieben", dann würde es wohl in der Flut der Wirtschaftspublikationen untergehen. Denn formal überzeugt es weit weniger als inhaltlich. Aber da die Botschaft so wichtig ist und mit etwas Ausdauer auch entschlüsselt werden kann, kann ich zu meinen vier Bewertungssternen stehen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bloron TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Zusammengefasst geht es in dem Buch um die Auswirkung von psychologischen Faktoren auf das wirtschaftliche Handeln. Im ersten Teil werden zunächst einige grundsätzliche psychologische Phänomene erläutert. Im zweiten Teil werden dann anhand acht konkreter Beispiele die Auswirkungen aufgezeigt.

Lange Zeit ist die Wirtschaftsforschung davon ausgegangen, dass jeder einzelne seine Entscheidung aufgrund rationaler Überlegungen trifft. Erst in neuerer Zeit wird zunehmend verstärkt erkannt, dass dem eben nicht so ist und viele Dinge sich nur durch die Psychologie erklären lassen. Leider gelingt es den Autoren nicht dieses spannende Thema verständlich zu vermitteln. Insbesondere der erste Teil ist so trocken und wissenschaftlich geschrieben, dass das Lesen selbst für Wirtschaftsinteressierte regelrecht anstrengend ist.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tierische Instinkte 18. September 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Die Finanzkrise hinterliess vielfach ein grosses Unverständnis. Wie konnte so etwas passieren? Die Autoren erläutern anhand der Animal Spirits, wie es dazu kommen konnte, und warum es wieder dazu kommen wird.

Das Buch ist in einer einfachen und verständlichen Sprache geschrieben. Es eignet sich auch für nicht Wirtschaftswissenschafter. Was mir sehr gut gefällt, sind die vielen historischen Bezüge, welche im Buch gemacht werden. Der Leser erkennt, dass die Finanzkrise, das spekulative Blasen keine zufälligen wirtschaftlichen Ereignisse sind. Interessant ist auch die Erkenntnis, dass bereits M. Keynes den Begriff Animal Spirits eingebracht hatte und die Animal Spirits als wichtigste Ursache für die Schwankungen der Konjunktur identifizierte. Die Konjunktur als Abfolge von Manien (spekulative Blasen) und Depressionen mit Arbeitslosigkeit.

In erste Teil des Buches werden fünf verschiedene Ausdrucksformen der Animal Spirits erläutert und gezeigt, wie sich diese auf ökonomische Entscheidungen auswirken. Es sind dies: Vertrauen, Fairness, Korruption und unmoralisches Verhalten, Geldillusion und Geschichten. Also generell "weiche" Faktoren, welche das Wirtschaftsgeschehen beeinflussen.
Im zweiten Teil erläutern die Autoren ihre Antworten auf Fragen wie: Weshalb geraten Volkswirtschaften in Depressionen? Warum finden manche Menschen keinen Job? Weshalb sind Sparentscheidungen willkürlich? Interessant waren für mich die Aufwührungen der Autoren zur Rolle des Staates. Dieser soll kann und soll zusammen mit der Nationalbank Einfluss nehmen. Auch diese Fragen werden in verständlichen Sprache beschrieben und mit vielen konkreten Beispielen unterlegt.

Das Buch ist für all jene lesenwert, welche eine einfachen und spannende Erklärung zur vergangenen Finanzkrise suchen.
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Tierisch
Gutes Buch aber nicht brilliant. Sicher, der Aspekt der Psychologie auf die Globale Wirtschaft hat hier entsprechende Aufmerksamkeit bekommen. Lesen Sie weiter...
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kein alternativer Ansatz
In diesem Buch nehmen die Autoren eine Idee von Keynes auf. In seiner Allgemeinen Theorie erwähnt er den Zusammenhang zwischen der rationalen Analyse der Menschen und deren... Lesen Sie weiter...
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Geniales Buch!
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Veröffentlicht am 9. Juni 2009 von David Rotte
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