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Mit anmutigen Formulierungen entführt Susanne Gerdom ihre Leser in die Welt(en) ihrer Heldinnen, macht sie in allen Einzelheiten und mit Humor mit den Figuren vertraut. Dabei umgibt Anidas Welt immer etwas Märchenhaftes, während in der Science-Fiction-Handlung, die Adina in der ersten Person erzählt, harte und freche Töne überwiegen. All das verheißt ein Lesevergnügen für Freunde deutscher Fantasy im Stile von Markus Heitz oder Harald Evers.
Doch leider wird der große erzählerische Bogen nicht so recht gespannt. Nur hin und wieder gibt es Andeutungen auf alte Geheimnisse und dunkle Gefahren, doch diesen Dingen wird nicht nachgegangen. Nicht einmal die Protagonisten gehen ihnen wirklich auf den Grund. Sie verlieren sich in zwischenmenschlichen Hochs und Tiefs, die zuweilen ebenso einer inneren Stimmigkeit entbehren wie die äußere Handlung. Dadurch wird die Bedrohlichkeit der Provinz Nebelhort für den Leser weder spürbar noch plausibel. Das ist durchaus schade, denn die Vielzahl liebevoll und plastisch geschilderter Figuren und der schöne und schlichte Schreibstil Susanne Gerdoms lassen ein deutschsprachiges Fantasy-Epos ganz besonderer Güte erhoffen. Entsprechend darf man zumindest auf die Folgebände gespannt sein. --Simon Weinert
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Fantasy/Science Fiction Mix aus Deutschland,
Von Sabrina (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Anidas Prophezeiung (Taschenbuch)
"Anidas Prophezeiung", der erste Band von Susanne Gerdoms neuer Trilogie, beginnt wie so viele Fantasyromane. Ida, die jüngste Tochter eines Adligen, hat nicht viel für Haus- und Handarbeit übrig und findet das Schwerttraining ihres Bruders viel spannender. Dann gibt es noch einen Hexenorden, eine mysteriöse Prophezeiung und eine dunkle Bedrohung. Doch, wenn der Fantasyleser es sich dann in seinem Lesesessel gemütlich gemacht hat, und eine vielleicht nicht sonderlich originelle, aber doch interessante Geschichte erwartet, wechselt auf einmal die Perspektive und man findet sich in einer Cyberpunk-Geschichte wieder. Ida, die eigentlich Anida heißt, hat offensichtlich in diesem Teil der Geschichte eine Doppelgängerin, Adina, die sich in einer futuristischen Welt auf der Straße durchschlägt. Abgesehen von dieser wirklich gut gelungenen Idee, die sich durch einen großen Teil des Buches zieht, sind auch die beiden Hauptpersonen, Anida und Adina, sehr gut getroffen. Erstaunlich auch, wie konsequent die Sprache des Buches sich mit jedem Perspektivwechsel ändert. Ansonsten leidet auch dieser erste Teil einer Trilogie unter den üblichen Schwächen, viele Erzählstränge werden begonnen und Charaktere vorgestellt, aber nur wenig kommt wirklich zur Entfaltung. Das Ende kann nicht wirklich überzeugen, macht aber in jedem Fall Lust auf mehr. "Anidas Prophezeiung" kommt manchmal etwas bemüht poetisch daher und auch an die plötzlichen Zeitsprünge und Ortswechsel muss man sich erst gewöhnen. Doch dann war das Buch schnell ausgelesen und das Interesse für die nächsten Bände geweckt. Wie gut, dass der zweite Teil ("Die schwarze Zitadelle") bereits im Handel ist und der dritte Teil ("Das Herz der Welt") bereits angekündigt ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Traumhaft gut!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Anidas Prophezeiung (Taschenbuch)
Die Zwillingsschwestern Anida und Adina sind etwas Besonderes. Laut einer Prophezeiung sollen sie -mit der Hilfe von sechs magischen Herzen- den Frieden der Welt sichern. Besonders, als eine dunkle Macht sich immer mehr ausbreitet, ist die Hilfe der beiden Mädchen unbedingt notwendig. Doch da gibt es zwei Probleme: drei der sechs magischen Herzen sind verschollen, und außerdem - die beiden Schwestern sind sich noch nie begegnet, wissen nichts voneinander, da sie in zwei total unterschiedlichen Welten aufgewachsen sind.„Anidas Prophezeiung" ist ein herrlicher Fantasy Roman, den ich einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Zu Beginn lernt man Ida (Anida) kennen, wie sie aufwächst, was sie so alles erlebt, bevor an eine Prophezeiung überhaupt zu denken ist. Dann kommt die große -und zunächst leicht verwirrende- Überraschung in der Handlung: die Geschichte wird plötzlich aus der Ich-Perspektive erzählt, und auf einmal findet man sich in ganz anderen Szenarien wieder...nämlich in Adinas Welt, die sich wirklich nicht mehr von Anidas Welt unterscheiden könnte. Diese Art des Erzählens, das hin- und her springen zwischen zwei Welten, finde ich einfach brillant. Bis dann die Leben der zwei Schwestern zusammen geführt werden, und sie erfahren, dass sie Teil einer wichtigen Prophezeiung sind. „Anidas Prophezeiung" ist der erste Teil einer wundervollen Fantasy Trilogie, die keine Wünsche offen lässt. Im ersten Teil herrscht noch größtenteils eine „Ruhe vor dem Sturm"-Stimmung, und der Leser kann sich genau vorstellen, was noch so alles auf ihn zukommen wird. Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil, so dass man jedes Wort verschlingt, und das Buch nach spätestens 15 Minuten Lesepause wieder zur Hand nimmt. Absolut herrlich! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Großangelegter Fantasy-Schmöker,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Anidas Prophezeiung (Taschenbuch)
Es ist schon eine Weile her, daß ich 420 Seiten an zwei Tagen gelesen habe (und auch nur, weil ich zwischendurch *wirklich* arbeiten mußte) - aber Anidas Prophezeiung hat mich mühelos bei der Stange gehalten.Die Schilderungen der Figuren ist so menschlich, liebevoll und glaubwürdig, daß sie einem unheimlich ans Herz wachsen, und gerade, weil sie von den üblichen Fantasy-Klischees so weit entfernt sind (die Heldin, die dürre Bohnenstange, der fette Marten) - Susanne Gerdom erweckt diese Figuren zum Leben. Im ersten Buch wird ein weiter Fantasy-Plot aufgezogen, wobei sich die Autorin viel Zeit mit der Entwicklung läßt, aber für mich war das eher langsame Erzähltempo angenehm, so kann man sich viel besser auf das Innenleben der Figuren einlassen. Ungewöhnlich ist es, daß hier ein Cyberpunk/SF-Szenario mit dem Fantasy-Szenario gemischt wird. Ich bin auf den zweiten Band gespannt! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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