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Trotz beschränktem Budget gelang der BBC eine getreue Adaption, für die einige Mitglieder der ursprünglichen Hörfunk-Besetzung den Sprung auf die Mattscheibe machten. Simon Jones' verwirrter Arthur Dent ist nach wie vor die zentrale Figur, die unentwegt in ihrem Bademantel herumlatscht; Mark Wing-Davey als Zaphod Beeblebrox kommt genauso rüber wie sein prahlerisches Radio-Gegenstück, auch wenn der zweite Kopf einfach nicht überzeugend ist. Dagegen können sich die Neulinge David Dixon (als Ford Prefect) und die nervende Sandra Dickinson (als Trillian) mit ihren Vorgängern im Radio leider nicht messen.
Das Problem hier ist nicht so sehr die Low-Budget-Ausstrahlung als vielmehr das Drehbuch selbst, das sich liebevoll getreu an der Hörfunkserie orientiert -- auf eine Art, wie es den späteren Romanen von Douglas Adams nicht gelungen ist. The Hitch Hikers Guide To The Galaxy für das Radio war eine präzise, satirische, gelegentlich profunde, zutiefst einzigartige komische Erfindung. Als solche konnte es durch das Fernsehen nichts hinzugewinnen. Das Drehbuch benötigte keine optische Ausschmückung -- die überlässt man am besten der Fantasie des Zuhörers. Einzig die computergrafische Darstellung des Reiseführers selbst werten den herrlich trockenen Erzählstil von Peter Jones auf. Andererseits -- paradoxerweise -- wird die Vorstellungskraft dadurch auch verringert. --Mark Walker
Über die Geschichte muss man hier wohl nichts erzählen. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, die Serie im Original zu sehen. Sonst entgehen einem die wunderbar schief gesungene Totenklage von Zaphod Beeblebrox und Ford Prefect oder so schöne Dialoge wie dieser: Zaphod: "I'll be down in a minute." Antwort Marvins: "That makes two of us." Den depressiven Anklang kriegt die deutsche Übersetzung ("In einer Minute bin ich da." "Dann dauerts bestimmt zwei.") einfach nicht hin.
Als Bonus gibt es auf DVD 1 (Per Anhalter durch die Galaxis) ein Making Of, eine entfernte Szene und den Original BBC TV-Trailer. Das Making Of ist schon etwas älter und sehr informativ, aber leider - wie alle Extras - nicht untertitelt. In einer Rahmenhandlung (Arthur kommt nach Jahren wieder nach Hause und blättert im 'Anhalter' - bzw. befindet sich in einer virtuellen Realität) erfährt man viel Wissenswertes über die Serie mit Interviews, Szenenausschnitten, Entstehungsinfos und Biographiedaten. Dabei sind die Biographiedaten (wie in der Serie) im Schnelldurchlauf aufgeführt, also zum Lesen Pausentaste drücken!! Sonst erfährt man z. B. nicht, dass Peter Davison, 'Trillians' realer Ehemann, eine Nebenrolle als 'Dish of the Day' spielt und zwar zu dem Zeitpunkt, als er auch als Dr. Who in einer ganz anderen BBC-Serie unterwegs war. Überhaupt wird die Nähe der Serie und der Darsteller zu Dr. Who immer wieder angesprochen.
Auch auf DVD 2 (Das Restaurant am Ende des Universums) sind die Zugaben schon etwas älter, aber trotzdem klasse, leider ebenfalls nicht untertitelt. So wird der Sprachanfänger im Englischen sicher nicht verstehen, was Simon Jones im 'Don't Panic - Making Of' so lustig findet, wenn er von dem verwirrten Zuschauer berichtet, der sich die Serie fast verdarb, weil er '6 foot ape descendant' missverstand (6 foot 8 descendant ^^). In diesem Special sind wiederum Interviews und Nebenaufnahmen zu finden, man kann viel über Kleidung, Marvin und den nassen Gastauftritt von Douglas Adams erfahren. Weiterer Bonus: Hinter den Radiokulissen (ein Dialog und ein Lied werden geprobt und aufgenommen), Special Effects Featurette (das fast gänzlich bereits im Making Of von DVD 1 zu finden ist), ein Talkshow-Ausschnitt (mit Produzent Alan Bell und Animator Rod Lord - toll, weil da viel über die Entstehung der 'Buch'-Sequenzen erzählt wird), eine Szene 'Hinter den Kulissen', die verdeutlicht, wie nervend Dreharbeiten sein können und ein paar verpatzte Szenen (die man offenbar am besten mit Fluchen bewältigt ^^).
Negativ, und deshalb Sternabzug, fallen auf: Es handelt sich um die für die deutsche Bearbeitung gekürzte Version (WARUM?????) und es gibt keinerlei Untertitel. Das wäre für Anhalter-Fans ohne englische Sprachkenntnisse aber dringend notwendig. Trotzdem bleibt das Fazit sehr positiv. Wer ein Fan ist, wird sich mit den Negativpunkten abfinden, denn die Serie ist nun einfach mal Kult.
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