Jennifer hat meistens Angst, wenn sie alleine zu Hause ist. Als die Mutter
einmal Nachtschicht im Krankenhaus hat, tut Jennifer alles, was sie
sonst nicht darf: Pizza bestellen, sich mit schmutzigen Schuhen auf dem
Sofa 'rumlümmeln, sämtliche Fernsehprogramme durchzappen...
Beim Zappen gerät sie unglücklicherweise an einen Gruselfilm und kriegt
erst recht Angst. Dann rumpelt es auch noch plötzlich im Schrank. Sie
bewaffnet sich mit einem Fleischklopfer und schaut nach. Im Schrank
findet Jennifer Angstmän, ein kleines Häufchen Elend aus einer anderen
Galaxie. Anstmän ist auf der Flucht vor Pöbelmän, dem übelsten
Superhelden des Universums. Gemeinsam verbarrikadieren sie die
Wohnung, aber plötzlich taucht Pöbelmän trotzdem auf und quält sie
fürchterlich - mit seiner Popelsammlung und dem Erzählen schlechter
Witze.
Gleich zu Beginn der Geschichte ist man mitten drin. Ein wunderbar
abenteuerliches Kinderbuch über die Angst und deren Bewältigung, aber
auch darüber, das Kinder, die andere Kinder quälen und bedrohen, zuvor
meist selbst bedroht oder ausgegrenzt worden sind, denn niemand
kommt als "Mobber" auf die Welt, und im Grunde sehnen sich alle
Kinder nur nach Freunden.