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Angstblüte Taschenbuch – 1. Februar 2008


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 2 (1. Februar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499246511
  • ISBN-13: 978-3499246517
  • Größe und/oder Gewicht: 11,5 x 3,3 x 19 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 461.231 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Angstblüte nennt sich, was die Natur bedrohten Gewächsen mitgegeben hat. Naht der Tod, steigen noch einmal die Lebenssäfte, der schönste Schein wird produziert. Metaphorisch durchaus auch auf das Personal in Walsers jüngstem Werk anwendbar. Angst vor Vergänglichkeit, Bedeutungslosigkeit, Alter und Untergang beflügelt Machtmenschen wie den Kunsthändler Diego Trautmann, der in seinem „Bonsai-Neuschwanstein“ an der Seite der ätherisch schönen Talkshow-Gastgeberin Gundi seine berühmten Empfänge zelebriert. Tiefsitzende Angst beherrscht auch den erfolgreichen Anlageberater Karl von Kahn, „siebzig-plus“ und Walsers Hauptakteur. Verbrauch ist trivial, Geldvermehrung hingegen bedeutet Vergeistigung. Zahlenwerk als höchste Kunstform. Karls Credo und Religion.

Weg vom Bodensee, mitten im prallsten Münchner Großbürgertum entfaltet Martin Walser sein Mysterienspiel vom Evangelium des Geldes. Walser-Leser kennen das Faible des Autors fürs Pekuniäre; es geht also hinauf in die dünne Luft des Aktienhandels, der Portfolios und virtuellen Geldströme. Exkurse, die -- wortbrilliant zwar -- allzu quälend ausufernd geraten. Atemberaubend dagegen, der tosende Lebensstrudel, der Karl von Kahn erfasst. Sein Weltbild gerät ins Wanken, als Diego, der Freund, mit einem raffinierten Finanzdeal Karl böse übervorteilt. Dann setzt Karls erfolgloser Künstlerbruder Erewein, der mit „Frau Lotte“ resigniert in einer Wohnhöhle verharrt, seinem Leben ein Ende. Was bleibt, ist ein geradezu lebensspendender Abschiedsbrief. Schließlich tritt Joni Jetter auf den Plan. Die Angstblüte setzt ein!

Mit Joni, Darstellerin in einem Film, der durch eine Finanzspritze Karls zustande kommt, findet Walser zur Hauptsache. Das hoffnungslos verliebte Finanzgenie sieht sich mit Alter, Sexualität, Liebe, Betrug und all den Lügen und Verdrängungen, die damit einhergehen, konfrontiert. Bereits in Der Augenblick der Liebe hat Walser die „Sexualität-im-Alter-Thematik“ als persönliches Reizthema aufgegriffen. Erneut staunt man: Der früher in sexuellen Dingen eher zurückhaltend bis prüde Walser wird in seinem Spätwerk sprachlich drastisch deutlich. Pure Walser-Ironie, alle klugen Theorien von Karls Ehefrau Helen, einer hingebungsvollen Paartherapeutin, werden vom tobenden Leben selbst zunichte gemacht. Am Ende hält Karl von Kahn eine immense Verlustrechnung in Händen. Sein Erkenntnisgewinn: Sehnsucht darf bleiben. Aufhörenkönnen muss gelernt werden.

Apropos Aufhörenkönnen. Vermittels einer eingeschobenen Episode über Jonis Vater, einen Ex-Polizeireporter, der aufgrund mangelnder politischer Opportunität von seinem Alt 68er-Chef förmlich in den Untergang getrieben wird, leckt Walser offenbar noch immer die Wunden der letzten Jahre. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Über den Autor und weitere Mitwirkende

geboren 1927 in Wasserburg, lebt in Überlingen am Bodensee. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 1981 den Georg-Büchner-Preis und 1998 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Außerdem wurde er mit dem Orden «Pour le Mérite» ausgezeichnet und zum «Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres» ernannt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Bernard Rieux am 20. Januar 2007
Format: Gebundene Ausgabe
Martin Walser beschreibt in seinem Buch das Wesen des Alterns. Die Angst vor dem immer präsenteren Ende wird nach außen getragen durch den permanenten Versuch "bergauf zu beschleunigen", oder, wie es Walser mit der Sprache der Botaniker sagt, "Angstblüten" zu treiben. Der Geschäftsmann Karl von Kahn befindet sich einer solchen Situation. Er beginnt eine Affäre - ganz offensichtlich nicht seine erste - mit einer deutlich jüngeren Schauspielerin, er geht völlig in diesem Gefühl des Aufblühens auf, noch einmal spürt er das Leben, das Verlangen in sich, gleichzeitig aber die ständige Angst, die Jugendliche wieder an einen Jüngeren zu verlieren, sich als "Alternder" zu entblößen, seine körperlichen Defizite zu offenbaren. Seinem ständigen Bemühen ist jedoch nur scheinbarer Erfolg beschieden, er muss am Ende feststellen, dass es nichts war als eine Illusion, der er sich hingegeben hatte, weil er die Realität des Alters nicht wahrhaben wollte. Der Leser ist zugleich betroffen und abgestoßen von der Hauptfigur, die - scheinbar egoistisch - doch in Wahrheit nichts anderes sucht als seine Mitmenschen auch.
Neben der Thematik des Älterwerdens gibt Walser in seinem Roman einen Einblick in die Welt des Geldes und der Kunst. Besonders die Beschreibung der von Marken und Namen beherrschten Welt des Fernsehens und der Kunstliebhaber lässt den Leser schmunzeln, der es ebenso wie der Protagonist von den wie Gewehrsalven abgefeuerten Aneinanderreihungen von Künstlern und Designern vorzieht, schweigend dazustehen und den Mund zu halten, wenn die "Kunstfraktion" das Wort führt.
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36 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von kpoac TOP 1000 REZENSENT am 17. Juli 2006
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Karl von Kahn mit Frau Helen, Ihrerseits Psychoexpertin für Paarfragen, Bruder und Künstler Erewein mit Lotte und Freund Diego mit seiner Talkshow-Gundi sind die Hauptprotagonisten in Walsers Beziehungsroman rund um Geld und Liebe. Die erfolgreichen Finanzaktionen des Herrn Karl von Kahn und Diego Trautmanns dekadente Zugewandheit (vgl. Gegen den Strich, Huysmans) zu erlesenen Antiquitäten gebiert die Sucht, auch in Sachen Liebe gleichermaßen Erfolg zu haben, allerdings nicht, in dem sie nur käuflich ist, - denn da wird sicherlich der Weg offen sein - sondern dass sie mit Hingebung und Wertschätzung ihrer Person einhergeht. Unbeholfen und manchmal lächerlich erscheinen die Wege der älteren Herren in ihrer privaten Überhöhung später Sexualität, die schon als Augenblick der Liebe im gleichnamigen Vorgänger-Roman gleichen Anstrich erhielt.

Mit der Wahl Münchens als Ort des Geschehens stellt sich die Leichtigkeit des südlichen Lebens eher in den Vordergrund als die Finanzwelt eines Frankfurts oder New Yorks. Damit hat Walser zwar den Ort der Bodensee- Idylle verlassen, nicht aber den mentalen Lebens(t)raum eines im Alter zwar reichen, aber nicht auf jeder Ebene erfolgreichen Mannes. Mit der Ortswahl hat er die Gewichtung gewählt zwischen Finanz- und Lebenswelt. Die Lebenswelt, angereichert durch materielle Voraussetzungen lässt sich in immaterieller Veredlung gut bewältigen. Wären da nicht diese kleinen spitzen Nickligkeiten, die zwischen den sich kleinbürgerlich gebenden Menschen das offensichtliche Zueinander als Farce erscheinen lassen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Amazon Customer am 18. Juli 2011
Format: Gebundene Ausgabe
Eigentlich geht es um Frauen, nicht um Geld - das erkennt Karl von Kahn, millionenschwerer Anlageberater, Geldmensch mit Leib und Seele. Die Zahl ist sein Gott, Aktiengeschäfte seine Religion. Sein Umfeld, die Münchner Geldaristokratie, ist geprägt von Verrat und Konkurrenz.
Bevor ein Baum stirbt, blüht er noch einmal auf - dieses Phänomen heißt Angstblüte. Auch Kahn, der mit über 70 beginnt, seine Vergänglichkeit zu spüren, erblüht noch einmal, für eine Frau, eine viel jüngere Frau. Mit Skrupellosigkeit und geheuchelten Orgasmen gewinnt sie Macht über ihn. Am Ende sind alle weg: die Frau, die Geliebte, der beste Freund, der ihn betrogen hat, der Bruder, der sich das Leben nimmt. Und wildfremde Frauen raunen ihm auf der Straße, im Café und in der U-Bahn anzügliche Sätze ins Ohr ...
Walsers neuer Roman fühlt sich perfekt in seine seltsam verkorksten Figuren ein. Die sarkastisch präzisen Beobachtungen eines zutiefst unsympathischen Milieus gehen allerdings zu Lasten des Spannungsbogens - erst nach 250 Seiten gewinnt die Geschichte an Fahrt.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Krimimaus am 16. Juli 2006
Format: Gebundene Ausgabe
Beeindruckend und hierzulande leider selten: Walsers Kenntnis der Welt des Geldes und der Kapitalerträge. Sein Held, es sei geklagt, denkt und handelt im Privatleben leider wie ein Kleinbürger, dessen hilflos-zotige Alterssexualität mich ähnlich peinlich berührte wie beim zuvor veröffentlichten Walser-Roman.

Gewiß, in der sogenannten Liebe gibt es wie in der Vermögensanlage stets nur Einzelfälle. Eine Figur wie dieser vom Sex besessene Greis ist mir allerdings bislang auf keiner der Ebenen der Kapitalvermehrung begegnet. Solche Leute können ihre persönliche Entwicklung meist ebenso gut reflektieren, wie die zu erwartenden Entwicklungen auf dem Kapitalmarkt, und sie haben, auch wenn sie meistens in einer Familie leben oder lebten, ihre Sexualität gewöhnlich so ausgelebt, daß sie im Alter von siebzig Jahren weder ein Busen, noch eine Vagina sonderlich aufzuregen vermag. Wer in einer Welt lebte, in der alles käuflich erscheint, hätte nichts gelernt, wenn er als Greis uneigennützige Liebe erwartete. Nein, jene Männer seines Alters, die ich kenne, verfügen über die Adressen kultivierter junger Damen, mit denen er seine Phantasien realisieren kann, wenn er gut zahlt. Für den Rest sorgt bei Bedarf Viagra.

Was bleibt von diesem Roman? Eine bestechende Schilderung des wirtschaftlichen Lebens in unserer Gesellschaft. Eine rührende Darstellung des -oft, aber nicht immer- mit höherem Lebensalter verbundenen körperliches Verfalls. Darüber hinaus ein Psychogramm nicht bewältigten Alters.
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