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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Angst vorm Lesen,
Von faustino888 (Tokyo) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Angst vorm Fliegen (Gebundene Ausgabe)
Der Roman wurde in den 70-ziger Jahren des zurueckliegenden Jahrhunderts veroeffentlicht und sorgte fuer Furore. Sicherlich ist sein "Wert" dem Umstand zuzuschreiben, dass mit diesem Roman Frauen das gleiche sexuelle Gebaren zugestanden wurde wie Maennern. Isodora Wing nimmt sich die Maenner, wie sie ihr begegnen. Sie gehoert der wohlhabenden Oberschicht Amerikas an, die gut versorgt und priviligiert, nur Rechte kennt und ein mehr oder weniger sorgenfreies Leben fuehrt . Doch ihr Leben ist ohne Sinn und Ziele, ihre Persoenlichkeit derart verkorkst, dass sie nicht in der Lage scheint, normale Beziehungen zu anderen Menschen und zu Maennern aufbauen zu koennen. Auf der einen Seite sehr liberal, weltoffen und bereit, alles in Frage zu stellen (z.B. Monogamie), auf der anderen Seite nicht stark genug, den Fesseln er eigenen Erziehung zu entkommen und in Unabhaengigkeit und Freiheit zu leben. Letztendlich ist auch sie zum Scheitern verurteilt, da es ihr an der dafuer notwendigen Courage fehlt, Erkenntnisse umzusetzen und nicht nur gegen bestehende Werte zu rebellieren. Ein Roman, der ueber Grenzen hinauszugehen versucht, ein bisschen rebelliert aber nicht wirklich reformiert. Relikt aus einer vergangen Zeit. Leider nicht mehr.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die Freiheitssuche des Establishment,
Von
Rezension bezieht sich auf: Angst vorm Fliegen (Broschiert)
Die dreißigjährige us-amerikanische Protagonistin Isodora Jong sucht nach Ihrem Weltverständnis. Eingebetet in die siebziger Jahre des Zwanzigsten Jahrhunderts und verheiratet mit einem Psychoanalytiker zählt sie zur Bourgeoisie, die jenseits des Vietnam- krieges und fern von den weltweiten Studentenunruhen nach ihrem Selbst forscht. Nach zahlreichen Affären und ebenso vielen psychologischen Therapien, wird sie sozusagen vom Leben selbst therapiert. Die leidenschaftliche Liebe zu dem schönen Mann Adrian führt sie nach Europa. Die verschiedenen Aufenthaltsorte hier mit ihren markanten örtlichen Eigenschaften werden zu Lebensstationen der Erkenntnis. Neben dem aktuellen Geschehen steht immer zeitgleich der Blick zurück in die Vergangenheit. So wird die spannende und leidenschaftlich erzählte Hauptgeschichte durch wichtige Situationen stückweise zu einem vollständigen Bild über Isodora ergänzt. So lernt Isodora, und mit ihr der Leser, sich selbst zu erkennen. Die Folgen ihres neuen Selbstbewusstseins bleiben am Ende des Romans offen und werden erst in einem Folgewerk beantwortet. Das sehr erotisch geschriebene Buch fand gleich nach seinem Erscheinen weltweite Beachtung. Die Kritik war widersprüchlich. Die Rede war von einem neuen weiblichen Henry Miller, von einer femme fatale. Das Buch löste Kontroversen aus. Unstrittig ist es auch heute noch ein Zeitzeugnis einer wohlhabenden Gesellschaftsschicht im modernen Nachkriegsamerika. Der Leser erlebt eine kompakt und flott erzählte Geschichte. Der Schreibstil ist flüssig und die Handlung erzeugt ständig Negier auf den Fortgang. Mann/Frau sollte diese Buch gelesen haben, weil es auch heute noch immer Gegenstand zahlreicher Diskussionen ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
aus dem Leben gegriffen,
Rezension bezieht sich auf: Angst vorm Fliegen (Gebundene Ausgabe)
isadora (amerikanische jüdin, ich-erzählerin und unübersehbar alter-ego der autorin) mag deutschland nicht - und wien noch weniger. das ist am anfang ein bisschen hart zu akzeptieren, und hat offensichtlich einige leser schockiert. sexualverhalten und geschlechtsorgane werden beim namen genannt. das hat ebenfalls einige leser schockiert, und andere dazu verleitet, einen erotikroman zu erwarten. diese waren dann verständlicherweise enttäuscht. diese NEBENSÄCHLICHKEITEN sollten einen aber nicht davon abhalten, dieses fröhliche, intelligente und wirklich aus dem leben gegriffene buch zu genießen. stilistisch und inhaltlich eine verrückte mischung aus woody allen und hera lind, mit einer prise joyce dabei. isadora glaubt, dass alle deutschen nazis sind und alle österreicher deutsche. Isadora hat ihre tage und kein tampon zur hand. Isadora will ihrem mann treu sein und sie will wilden sex mit ihrem liebhaber. isadora hält nichts auf psychoanalytiker und geht trotzdem immer wieder hin. sie will das, was sie nicht bekommen kann, ist unlogisch, voller vorurteile und ambivanlenzen - und ehrlich genug, das nicht zu beschönigen. und das macht sie mir so lieb - denn so sind wir menschen (bestimmt nicht nur die frauen) eben - oder? Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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