Kurzbeschreibung
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Julia, endlich geschieden von ihrem dominanten und prominenten Ex-Mann, macht mit einer Freundin Ferien in Gambia. Dort lernt sie den Gambier Modou kennen und verliebt sich bis über beide Ohren. Entgegen den Warnungen ihrer Freundin, bleibt Julia in Gambia und heiratet Modou Hals über Kopf. Sie eröffnen mit ihrem Geld ein Restaurant und Julia schwebt auf rosa Wolken. Doch schon bald zeigt sich, dass ihr liebevoller Ehemann noch ganz andere Seiten an sich hat und sie erlebt die Hölle auf Erden aus der es kein Entrinnen zu geben scheint.
Thriller
ca. 80.000 Worte
Neues Update. Jetzt im Kindle Format 8.
Textauszug:
Nach einer Weile wurde die Tür geöffnet, jemand trat in das Zimmer und schloss die Tür wieder. Ich war zu apathisch, mir darüber Sorgen zu machen, dass Modou vielleicht zurückgekommen war, um erneut über mich herfallen oder mich gar umzubringen. Die Person ging zu Lamins Bett und kurze Zeit später hörte das panische Geschrei auf und verebbte zu einem Schluchzen. Schließlich verstummte auch dies. Ich rührte mich noch immer nicht. Erneut ging die Tür und eine zweite Person trat hinein.
Ich hörte, wie jemand schwerfällig an mein Bett trat, und vernahm das vertraute Schnaufen von Aminata.
„Bist du in Ordnung Mädchen?“ Die alte Frau setzte sich auf das Bett und streckte die Hand nach mir aus.
„Ich bringe Lamin zu Hallima“, hörte ich die Stimme von Sali. „Dann bring ich neue Laken und mache das Bett neu.“
„Bring auch Wasser, damit ich sie waschen kann und Salbe“, ordnete Aminata an.
Dann hörte ich, wie Sali mit Lamin das Zimmer verließ.
*
Ich lag auf dem frisch gemachten Bett und versuchte, an nichts zu denken. Mein ganzer Körper tat mir weh und ich konnte nur auf der Seite liegen. Mein Rücken und der Hintern waren voller Striemen und an einigen Stellen war die Haut aufgeplatzt. Aminata und Soli hatten die Wunden versorgt, wobei Aminata leise vor sich hingeschimpft hatte. Aus der leisen Unterhaltung der Frauen hatte ich entnommen, dass auch Awa Prügel bezogen hatte, von ihrem Vater. Zu wissen, dass das junge Mädchen meinetwegen geschlagen worden war, schmerzte mich fast mehr, als meine eigenen Wunden.
So sehr ich mich auch bemühte, meinen Kopf zu leeren und alles zu vergessen, so wollte es mir nicht gelingen. Ich glaubte mich in einem Albtraum. Nie hätte ich gedacht, dass sich mein Leben einmal so entwickeln könnte. Selbst Mike hatte mich nie so behandelt. Er war grob gewesen und herrisch, doch mehr als ein paar Ohrfeigen oder ein zu fester Griff, war nie gewesen. Mike war Perfektionist und litt unter Kontrollsucht. Wenn er mich schlug, dann immer aus einer Hilflosigkeit heraus, einer Angst, mich nicht kontrollieren zu können. Bei Modou war es blanke Raserei gewesen und Lust. Ich hatte deutlich gemerkt, dass es ihm Vergnügen bereitet hatte. Binta hatte mir gesagt, dass er es liebte, Frauen zu quälen und seine Macht auszuspielen. Er war Sadist, etwas, was Mike nie gewesen war. Ich fragte mich nur, warum ich es nicht erkannt hatte. Es muss doch irgendwelche Anzeichen gegeben haben, dass etwas mit ihm nicht stimmte. Doch mir fiel beim besten Willen nichts ein. Er hatte mir so gekonnt den verständnisvollen und liebevollen Mann vorgespielt und ich war ihm blindlings in die Falle getappt. Trotz der deutlichen Warnung von Liz. Die gute Liz. Wenn sie nur wüsste, wie recht sie gehabt hatte...
