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Angst und Schrecken in Las Vegas
 
 
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Angst und Schrecken in Las Vegas [Taschenbuch]

Hunter S. Thompson , Teja Schwaner
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (42 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Entzückte Jack Kerouac die Welt 1957 noch mit seinen Überlegungen Unterwegs, mit Beschreibungen von Apfelstrudel in Idaho und selbstgemachtem Schokoladenpudding auf einer Berghütte, so fuhr der Hobbyjäger Dr. Hunter S. Thompson 25 Jahre später mit radikaleren Geschützen auf. Statt Stippvisiten bei Tanten im Hinterland einzulegen, bediente sich Thompsons alter ego Raoul Duke alias Doctor Gonzo in Fear and Loathing in Las Vegas auf seinem Weg durch das Versprochene Land gänzlich anderer Hilfsmittel: "zwei Tüten voller Gras, 75 Pillen Mescalin, fünf Blättchen Acid, ein Salzstreuer voller Kokain und eine ganze Galaxie farbenfreudiger Upper, Downer, Schreier, Lacher... und außerdem ein Maß Tequila, ein Maß Rum, eine Kiste Budweiser". Mit dieser Art der Wegzehrung mußte Gonzo bei seinem Marsch gen Osten zu anderen Resultaten kommen als Kerouac. Dabei suchten der Ur-Beat-Poet ebenso wie die diversen Stimmen und alter egos von Thompson nach dem selben: dem Amerikanischen Traum; zumindest auf einem Level von Fear and Loathing; auf einem anderen sucht der Journalist Raoul Duke, der keinen Schritt ohne seinen Anwalt tut, nach immer neuen Kicks. Außer um Dekadenz und ein Leben auf der Überholspur geht es um die Überreste der Hoffnungen Anfang der siebziger Jahre, um die zerschlagenen Träume einer Generation. Right: der Hippie-Generation, der Kinder von Woodstock, der Jünger von Friede, Freude und Magic Mushrooms.

Bemühen sich die meisten Zeitungs- und Meinungsmacher des Abendlandes, Lesern und sich selbst vorzumachen, es gehe um Fakten und Objektivität, so flüchtete Dr. Thompson frontal nach vorne. Mit quietschenden Reifen ließ er verbrennenden Gummi hinter sich, mit V8 Zylindern und über 300 PS verschluckte er, was er auf dem Weg vorfand.

Damit erfand er das, wovon man heute schwärmt: den Gonzo-Journalismus, eine Schreibe, bei der der Journalist zum Schriftsteller wird, bei der sich Fakt und Fiktion, Wahn und Vorstellung vermischen, bei der Hotelgäste zu Köpfe verschlingenden Ungeheuern werden. Sein Motto "When the going gets weird, the weird turn pro" ist dabei das einzige, worauf man sich stützen kann, der Felsen in der Brandung. Thompson wischt die Manieren des vergleichsweise zivilisierten Tom Wolfe, die dramatisierte Wirklichkeit von Truman Capote, er wischt Zaudern, Zögern und Zweifel vom Tisch, holt kurzerhand die Knarre raus, kidnappt den von Wolfe salonfähig gemachten New Journalism, zieht ihn bis auf die Unterhosen aus -- und entführt ihn in neue Galaxien.

Dann schaltet er in den nächsten Gang, läßt die U/min gen 6000 drehen. Einen Absatz weiter gibt es Notizen, Memos von seinem Desk. Fear and Loathing in Las Vegas. Erstveröffentlichung mit Zeichnungen Ralph Steadmans in Rolling Stone (Ausgabe 95, 11.11.71). Im September 1977 die deutsche Übersetzung von Sounds-Redakteur Teja Schwaner. Tja... vor einem Vierteljahrhundert, der Hangover nach dem Summer of Love wirkt noch nach, Bob Dylan stellt ernüchtert fest, es sei in der Dekade um nicht mehr gegangen als Kleidung, an Vietnam glaubt niemand mehr, Gonzos liebster Feind Nixon ist noch am Drücker, und bei 'Watergate' denkt man höchstens an einen Büro- und Hotelgebäudekomplex in Washington D.C. Und?

Und was findet Thompson, der 'Godfather of Gonzo', auf seiner Suche? Statt durch malerische Canyons wie in Easy Rider watet er durch blutüberströmte Hotel-Lobbys voller Reptilien... Der Trip ist nicht nett. Statt Bewußtseinserweiterungen offenbart sich während Gonzos Höllenfahrt das wahre Antlitz Amerikas: eine vor Gier und Narzißmus schlabbernde, fette Grimasse. Der Amerikanische Alptraum? Nein, häßlicher, viel häßlicher. Und paranoider.

"Ich habe Leser immer ermutigt", erinnerte sich Thompson vor fünf Jahren in einem Rückblick in Rolling Stone, "sich meinem Werk von außen nach innen zu nähern und es zu treffen (wie in einem Zoom-Objektiv oder einer Neonreklame wie dem freundlichen 'Welcome' am Fuße des Hügels zum Bates Motel...)." Ob von außen nach innen, im Buch oder auf CD, die Armee an Personal, auf die man in Fear and Loathing trifft, all die Extras zwischen Beverly Hills und dem Circus-Circus Casino in Las Vegas, dem Autoverleih in L.A. und den Lobbys diverser Hotels, die Hyänen und Aasgeier in Lifts und Taco-Imbissen, sie alle laden mit ihren Träumen und individuellen Akzenten und Dialekten geradezu ein, das Ding zu verfilmen, und zwar als den ultimativen Road-Movie.

Alter ego Raoul Duke hinterläßt in Hotels mehrstellige Rechnungen für room-service, und Gonzo rechnet ab; mit den nach Indien pilgernden Hippies, mit den Acid-Freaks, die glaubten, Frieden und Verständnis mit Drogen, "three bucks a hit", kaufen zu können, mit Amerika sowieso.

Alleine die Tantiemen für Fear and Loathing müßten den Mann glücklich machen; kaum ein Jahr vergeht, ohne daß Auszüge des 'Kult-Klassikers' in Anthologien erscheinen. Trotzdem wird man den Eindruck nicht los, daß ihn das wenig interessiert, ja, daß er sich einen Dreck darum schert, denn Rückspiegel hatte sein V8 vermutlich nicht. Scheibenwischer leider auch nicht, denn der journalistische wie literarische Ausstoß Thompsons, mittlerweile dem sechzigsten Lebensjahr näher als dem fünfzigsten, war während der letzten -- 25? -- Jahre oft ernüchternd. Patentierte Gonzo-Phrasen und Macho-Posen der Frühwerke klappern durch Memo- und Briefesammlungen.

Trotzdem, was bleibt, ist die Weisheit, die Vision und der präzise abgefeuerte Humor von Fear and Loathing... Der Mann, der, wenn er keinen Stoff vorfand, über den zu schreiben es sich lohnte, eben über sich selbst schrieb, ißt die Gonzo-Nachahmer aus den Kultur-, Pop- und Gefühls-Ressorts der Szenemagazine und Stadtzeitungen immer noch zum Frühstück. Der Unterschied zu den Dortmundern, die sich und ihren Opel zu Protagonisten ihrer Ergüsse machen, und Gonzo bleibt, daß Thompson über ein Jahr lang mit und unter Hell's Angels lebte, bevor er darüber schrieb, daß er sein Handwerk als Kolumnist in Florida, Korrespondent in San Juan und Rio de Janeiro lernte -- kurz: daß er gelebt hat und Sachen gemacht und gesehen hat, die die Sinne schärfen, bevor er sich auf seine radikale Schreibe spezialisierte. Und noch ein Unterschied: So eitel die Herangehensweise in der Theorie klingt, so nüchtern, vermutlich geradezu militaristisch diszipliniert hat er sie ausgeführt.

"Das ist noch etwas, das ihn von seinen eher blassen Nachahmern unterscheidet", meinte jüngst Will Self, enfant terrible der Londoner Kaffeehaus- und Kolumnisten-Szene. "Sein Werk gehorcht einer eigenen Moral, es ist eine Art persönliche Hygiene, es ist ehrlich, sich selbst gegenüber integer."

Die Legende lebt weiter, dafür sorgen schon die zig Millionen Anekdoten über Dr. Hunter S. Thompson (an dessen Name vermutlich nur das Initial der tatsächlichen Wahrheit entspricht), die Stories von den Plazebos, die er in sich hineinlöffelt, während er anderen Brechmittel reicht -- und beides als Speed ausgibt. Alleine 1993 erschienen drei Biografien über Hunter S. Thompson und sein sagenumwobenes Leben. Alle drei nicht autorisiert, alle drei voller Stories über Wahnsinn und Exzess, über ausflippende Nachbarn, Orgien und Stippvisiten der Polizei zu jeder noch so unmöglichen Stunde.

"Ich bin nur das Medium", fuhr Thompson in seinem Rückblick vor fünf Jahren fort, "der Kanal, ein menschlicher Blitzableiter für all die rauchenden, obdachlosen Visionen und die fürchterlichen Acid-Flashbacks einer ganzen Generation -- die wertvoll sind, wenn auch nur als lebende, wilde Monumente eines Traums, der uns alle verfolgt." Ein Sargdeckel, wie der, mit dem Fear and Loathing die 60er abschließt, fehlt den 80ern bis heute. --Matthias Penzel -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Das beste Buch über das große Jahrzehnt des Dope." (The New York Times Book Review )

"Amerikas letzter Gerechter." (Der Spiegel )

Kurzbeschreibung

Ein journalistischer Auftrag, bei dem Raoul Duke von seinem Anwalt Dr. Gonzo begleitet wird, führt zu einem unglaublichen Trip, der eine ganze Generation geprägt hat. Mit Johnny Depp und Benicio Del Toro von Terry Gilliam kongenial verfilmt, bleibt Hunter S. Thompsons schonungslose Beschreibung des Drogenkonsums und der radikalen Freiheitssuche der 60er bis heute unerreicht.


Klappentext

"Das beste Buch über das große Jahrzehnt des Dope."
The New York Times Book Review

"Amerikas letzter Gerechter."
Der Spiegel

Über den Autor

Hunter S. Thompson wurde 1937 in Louisville, Kentucky geboren. Er begann seine Laufbahn als Sportjournalist, bevor er Reporter für den Rolling Stone und als Begründer des Gonzo-Journalismus zu einer Ikone der Hippiebewegung wurde. Zu seinen großen Büchern zählen neben Fear and Loathing in Las Vegas die journalistischen Romane Hells Angels, Königreich der Angst und Rum Diary. Thompson nahm sich am 20.02.2005 in seinem Wohnort Woody Creek, Colorado, das Leben.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Wir waren irgendwo bei Barstow am Rande der Wüste, als die Drogen zu wirken begannen. Ich weiß noch, daß ich so was sagte wie: »Mir hebt sich die Schädeldecke; vielleicht solltest du fahren ...« Und plötzlich war ein schreckliches Getöse um uns herum, und der Himmel war voller Viecher, die aussahen wie riesige Fledermäuse, und sie alle stürzten herab auf uns, kreischend, wie ein Kamikaze-Angriff auf den Wagen, der mit hundert Meilen Geschwindigkeit und heruntergelassenem Verdeck nach Las Vegas fuhr. Und eine Stimme schrie: »Heiliger Jesus! Was sind das für gottverdammte Biester?«
Dann war es wieder still. Mein Anwalt hatte sich das Hemd ausgezogen und goß sich Bier auf die Brust, um den Bräunungsprozeß zu fördern. »Weswegen schreist du so rum, zum Teufel?« murrte er, mit geschlossenen Augen in die Sonne starrend. Er trug eine von diesen spanischen Sonnenbrillen, die um die Schläfen reichen. »Schon gut«, sagte ich. »Du bist jetzt mit Fahren dran.« Ich stieg in die Bremsen und manövrierte den Großen Roten Hai an den Rand der Landstraße. Keinen Zweck, die Fledermäuse zu erwähnen, dachte ich. Das arme Schwein wird sie bald genug selbst sehen.

Es war fast Mittag, und über hundert Meilen lagen noch vor uns. Harte Meilen. Sehr bald würden wir beide völlig weggetreten sein. Aber es gab kein Zurück, keine Zeit, sich auszuruhen. Wir mußten fahren bis zum Ende. Die Presse-Anmeldung für das fantastische Mint 400 war schon angelaufen, und wir mußten vor vier Uhr da sein, um in unsere schalldichte Suite einzuchecken. Ein schniekes Sport-Magazin in New York hatte für uns reserviert und außerdem für dieses riesige rote Chevy-Kabrio geblecht, das wir uns am Sunset Strip gemietet hatten ... und ich war schließlich ein Profi-Journalist; also hatte ich die Verpflichtung, mit der Story rüberzukommen, was auch geschehen mochte.
Die Redakteure von der Sportzeitschrift hatten mir außerdem 300 Dollar in bar gegeben, und das meiste davon war schon für äußerst gefährliche Drogen ausgegeben. Der Kofferraum des Wagens sah aus wie ein mobiles Labor des Rauschgiftdezernats. Wir hatten zwei Beutel Gras, fünfundsiebzig Kügelchen Meskalin, fünf Löschblattbögen extrastarkes Acid, einen Salzstreuer halbvoll mit Kokain und ein ganzes Spektrum vielfarbiger Upper, Downer, Heuler, Lacher . sowie eine Flasche Tequila, eine Flasche Rum, einen Karton Budweiser, einen halben Liter unverdünnten Äther und zwei Dutzend Knick-und-Riech.
Den ganzen Kram hatten wir in der Nacht zuvor zusammengerafft, auf einer wilden Höllenfahrt durch den gesamten Los-Angeles-Bezirk; von Topanga bis Watts griffen wir uns alles, dessen wir habhaft werden konnten. Nicht, daß wir das ganze Zeug für den Trip wirklich brauchten, aber wenn man sich einmal darauf einläßt, eine ernsthafte Drogen-Sammlung anzulegen, neigt man eben dazu, extrem zu werden.
Echte Sorge machte mir nur der Äther. Nichts auf der Welt ist hilfloser und unverantwortlicher und entarteter als ein Mensch in den Klauen eines Äther-Rausches. Und ich wußte, daß wir sehr bald das verfluchte Zeug antesten würden. Wahrscheinlich schon an der nächsten Tankstelle. Fast alles andere hatten wir schon ausprobiert, und jetzt - ja, es war Zeit für eine ausgiebige Nase Äther. Und dann die nächsten hundert Meilen abreißen in schauderhaftem Stupor, sabbelnd wie Spastiker. Die einzige Möglichkeit, auf Äther noch einigermaßen durchzublicken: man muß eine Menge Knick-und-Riech weghauen - nicht alle auf einmal, sondern regelmäßig, gerade genug, um bei neunzig Meilen durch Barstow noch klar zu sehen.
»Mann, so reist sich'srichtig«, sagte mein Anwalt. Er lehnte sich vor, um das Radio voll aufzudrehen, summte den Rhythmus mit und brabbelte die Wörter: »One toke over the line, Sweet Jesus .. .Onetoke overtheline ...«
Ein Zug zuviel? Du armer Narr! Warte nur, bis du die gottverdammten Fledermäuse siehst. Ich konnte das Radio kaum hören . hing ganz außen auf meinem Sitz und rackerte mich mit dem Kassetten-Rekorder ab, aus dem in voller Lautstärke »Sympathy for the Devil« brüllte. Das war das einzige Band, das wir hatten, also spielten wir es ununterbrochen, immer wieder, als eine Art ausgedrehten Kontrapunkt zum Radio. Und auch, um unseren Rhythmus auf der Straße beizubehalten. Eine stete Fahrweise ist gut für den Benzinverbrauch - und auch wegen was anderem, das uns zu der Zeit wichtig schien. Ehrlich. Auf einem Trip wie diesem muß man vorsichtig sein mit dem Benzinverbrauch. Jede plötzliche Beschleunigung vermeiden, die einem das Blut in den Hinterkopf staucht.
Mein Anwalt sah den Tramper lange vor mir. »Komm, den Jungen nehmen wir ein Stück mit«, sagte er, und bevor ich irgendein Gegenargument loslassen konnte, hatte er schon angehalten, und dies bedauernswerte Okie-Bürschchen kam zum Wagen gerannt mit einem breiten Grinsen im Gesicht: »Hundsverdammt! Bin noch nie in 'nem Kabrio gefahren!«
»Tatsächlich?« sagte ich. »Na, dann wird's wohl mal Zeit, oder?«
Das Bürschlein nickte beifällig, als wir losbrausten.
»Wir sind deine Freunde«, sagte mein Anwalt. »Wir sind nicht wie die anderen.«
Mein Gott, dachte ich, er ist ausgeflippt. »Keine solchen Sprüche mehr«, sagte ich scharf, »sonst setz' ich dir die Blutegel an.« Er grinste, schien zu verstehen. Glücklicherweise war der Lärm im Wagen so schrecklich -Fahrtwind und Radio und Kassetten-Rekorder zusammen -, daß der Junge auf dem Rücksitz nicht ein Wort verstehen konnte, was wir sagten. Oder doch?
Wie lange können wir durchhalten? fragte ich mich. Wie lange, bis einer von uns zu tönen beginnt und den Jungen vollquasselt? Was wird er dann von uns denken? Dieselbe verlassene Wüste war die letzte bekannte Heimstatt der Manson-Familie. Wird er diese grimmige Assoziation haben, wenn mein Anwalt anfängt, herumzuschreien von Fledermäusen und riesigen Mantarochen, die sich auf den Wagen stürzen. Wenn ja - nun, dann müssen wir ihm eben den Kopf abhacken und ihn irgendwo begraben. Denn es ist wohl einmal klar, daß wir ihn nicht laufenlassen dürfen. Er wird uns sofort bei irgendeiner hinterwäldlerischen Nazi-Gesetzeshüter-Vertretung melden, und die werden uns aufspüren wie Bluthunde.
Jesus! Habe ich das gesagt? Oder nur gedacht? Hab' ich gesprochen? Hörten sie mich? Ich warf einen Blick auf meinen Anwalt, aber er schien selbstvergessen - beobachtete die Straße, fuhr unseren Großen Roten Hai mit hundertundzehn oder so. Kein Ton ließ sich vom Rücksitz vernehmen.
Vielleicht sollte ich mich mal mit dem Jungen unterhalten, dachte ich.

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