Dieses Buch schildert nicht nur die Entstehungsgeschichte des sehr erfolgreichen und unterhaltsamen Films Super size me mit Morgan Spurlock in der Hauptrolle, sondern bietet einen umfassenderen Background zu den Themen, die im Film nur angedeutet werden konnten. Um es anders zu sagen: Während der Film den Eindruck vermittelte, das das Experiment, sich für 30 Tage nur durch Macdonalds Produkte zu ernähren im Vordergrund stand, stellt es hier nur den Nebenschauplatz da und dient als Startpunkt für zahlreiche Exkursionen ins Reich des goldenen M. Die Ergebnisse, in den meisten Fällen durch Studien belegt sind meistens nur unappetitlich, gelegentlich auch bedenklich und zum Teil auch skandalös. Es ist schon klar, dass dieses Buch ökotrophologischen Ansprüchen und Maßstäben nicht gerecht wird, aber Ernährung ist schließlich ein Thema das jeden etwas angeht und wo jeder mitreden können sollte. Und auch wenn es im 30 Tage Experiment um MacDonalds geht und diese Kette das Synonym für Fast Food schlechthin ist, prangert Spurlock die Branche allgemein an, die er sinnigerweise im Buch dann auch nur noch als Bigfood bezeichnet. Ob es nun der zweifelhafte Nährwert der Produkte ist, die aggressiven und auf Kinder zielenden Werbemethoden sind oder die simple Kalkulation die den Super Size Angeboten zu Grunde liegt - viele Themen werden in diesem Buch angesprochen. Aber auch die zweifelhaften Rollen der Landwirtschaft, der Futtermittelindustrie und selbst der Regierung in ihrer Verantwortung für die Ernährung in Schulen. Es wird auch deutlich, dass es nicht fehlerhafte Ernährung allein ist, die dafür verantwortlich ist, dass die Amerikaner mittlerweile die dickste Nation der Welt ist. Offensichtlich greifen hier viele Zahnräder perfide ineinander, darauf abgestimmt, den Willen der Bevölkerung nach vernünftigen und nahrhaften Essen zu unterwandern. Sicher ist das alles populärwissenschaftlich formuliert und oft nur oberflächlich beleuchtet, aber mich selbst hat das Buch angeregt mich intensiver mit dem Thema zu befassen. Anregungen dazu vermittelt dieses Buch zu genüge und dazu ist es noch witzig und äußerst unterhaltsam formuliert. Selbst Leuten, die sich nur intensiver mit der Fast Food Branche befassen wollen, ist dieses Buch zu empfehlen. Mit der
Einschränkung vielleicht das dieses Buch sich zwar um Objektivität bemüht,
nichtsdestotrotz mit herber Kritik aber nicht spart.