Der Verlag über das Buch
Diese 72 Seiten umfassende Monographie beleuchtet konzis und dennoch prägnant die relativ neue Stoffgruppe der Angiotensin II-Antagonisten, die als sehr wirksame und nebenwirkungsarme Arzneimittel bei der Primärtherapie der essentiellen Hypertonie eingesetzt werden. Die Angiotensin II-Antagonisten sind bei den niedergelassenen Ärzten und teilweise auch bei den Klinikern in Europa noch nicht so bekannt, weshalb der Verlag in Zusammenarbeit mit führenden Schweizer Autoren diese verständliche und unkomplizierte Broschüre konzipierte, die auch in einer französischen Ausgabe vorliegt und in der die Wirkungsweise und die Pharmakologie der Substanzen sowie klinische Erfahrungen in der Therapie zusammengefasst sind.
Der Autor über sein Buch
Mit der Einführung von Losartan, dem ersten Angiotensin II-Antagonisten, im Jahr 1995 wurde nach der Entwicklung des revolutionären Wirkprinzip der ACE-Hemmer ein weiterer Meilenstein in der Pharmakotherapie der Hypertonie gesetzt. Die Angiotensin II-Antagonisten ermöglichen erstmals durch die gezielte Blockade der unerwünschten Angiotensinwirkungen (direkte arterielle Vasokonstriktion mit konsekutiver Erhöhung des peripheren Gefässwiderstandes) am Rezeptor (AT1-Rezeptor) ein ganz wesentlich verbessertes "targeting" bei der Therapie der essentiellen Hypertonie. Das fast vollständige Fehlen spezifischer Nebenwirkungen bei der Anwendung der Angiotensin II-Antagonisten ermöglicht ein Höchstmass an Effizienz und Compliance bei der Therapie der Hypertonie. Die kürzlich abgeschlossene ELITE II-Studie - Vergleich Losartan (Angiotensin II-Antagonist) mit Captopril (ACE-Hemmer) - an etwa 3000 Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz zeigte keine Überlegenheit von Losartan bezüglich der Senkung der Gesamtmortalität gegenüber Captopril. Losartan war allerdings in der ELITE II-Studie - wie bereits in der ELITE I-Studie und in verschiedenen Hypertoniestudien - signifikant besser verträglich als die Vergleichssubstanz. Daten aus laufenden und zukünftigen Studien werden möglicherweise Gemeinsamkeiten und relevante Unterschiede innerhalb dieser innovativen Substanzgruppe der Angiotensin II-Antagonisten aufdecken. Hans R. Brunner und Wilhelm Vetter.