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Angewandte Musik - Musik für Film und Fernsehen (1950-2000)
 
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Angewandte Musik - Musik für Film und Fernsehen (1950-2000)

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Produktinformation


 
1. Der Rat der Götter (Suite aus dem Spielfilm, 1950)
2. Nacht fiel über Gotenhafen (Schlußmusik aus dem Spielfilm, 1959)
3. Italienisches Capriccio (Suite für kleines Orchester aus dem Spielfilm, 1961)
4. 400 cm3 (Musik zum Dokumentarfilm, 1966)
5. Der verlorene Engel (Toccata und Fuge für Orgel solo aus dem Spielfilm, 1966 / 71)
6. Faustrecht der Freiheit (Suite aus dem Spielfilm, 1974)
7. Die verlorene Ehre der Katharina Blum (Satz Nr. 7 "Der vergiftete Strom" aus der gleichnamigen Konzertsuite) (1975)
8. Die Leiden des jungen Werther (Titelmusik aus dem Spielfilm, 1976)
9. Der Golem, wie er in die Welt kam (Musik zum Stummfilm, 1977)
10. Vorspann
11. Der Kapitän inspiziert das havarierte Schiff
12. Drachenfutter (Take 2 "Nachts auf der Straße" aus dem Spielfilm, 1987)
13. Der Himmel über Berlin (Titelmusik aus dem Spielfilm, 1988)
14. Tabu-A South Sea Story (Große Tanzszene aus dem Spielfilm, 1931)
15. Vorspann
16. Nach der Panzerschlacht
17. Was im Gedächtnis bleibt (Musik zum Dokumentarfilm, 1995)
18. Tod im Kreml (Musik zum Dokumentarfilm, 1996)
19. Nicht verzeichnete Fluchtbewegungen (1997)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Einleitung: Die neuen Bänder aus der Reihe Musik in Deutschland 1950-2000 ist dem Genre der angewandten Kunst gewidmet. Radio, Film, Fernsehen, Theater, Erziehung und Kirche sind die Teilbereiche. Während bis Mitte des 20. Jahrhunderts das Ideal unabhängiger Kunst solche "Gebrauchsmusik" als zweitklassige Verwandte der "echten" Konzertmusik erscheinen ließ, erleben wir in die letzten Jahrzehnten einen Frühling der angewandten Musik: Hollywood und Privatfernsehen erhöhten je nach wirtschaftlichem Erfolg den Wert konkreter Musikstücke, die speziell für Film oder Fernsehen geschrieben wurden. Jenseits dieser Popularisierung erlebte die angewandte Musik in Deutschland schon zuvor einen kreativen Frühling: Neue Konzepte, teils auf Stilrichtungen wie der Atonalität, auf technischen Entwicklungen wie der modernen Elektronik oder auf Thesen in der Musiktheorie, -wissenschaft oder -pädagogik basierend, beflügelten viele Komponisten zu spannenden Konzepten und Experimenten.

Im Einzelnen: Die öffentlichen rechtlichen Rundfunkanstalten als Auftraggeber von Sendungen, Werken oder Werkstätten spielen eine große Rolle in dieser Entwicklung. Fast alle prominenten Komponisten in Deutschland haben auch für das Radio geschrieben. Die Sammlung "Musik für Radio" präsentiert Ausschnitte aus Hörspielen von unter anderen Henze, Bernd Alois Zimmermann, Jandl und Matthus. Im "Studio für elektronische Musik der WDR" haben Komponisten wie Kagel, Pierre Henry oder John Cage gewagte Synthesen von Wort und Ton geschaffen, die über die Kunst des Hörspiels hinaus in einen neuen Kunstbereich der Ars Acoustica münden. Das Band "Musik für Schauspiel" dokumentiert legendäre Produktionen: von der Gründgens-Inszenierung des Faust I mit Musik von Mark Lothar (1957) bis zur diskreditierten Dresdner Inszenierung von Wolfgang Engel (1990) oder von den düsteren Stücken Luigi Nonos für Die Ermittlung von Peter Weiß (1965) bis zur Collage-Musik von Frank Castorf für Christoph Marthalers Endstation Amerika (2000).

Unter "Musik für Fernsehen" findet man Beispiele künstlerisch relevanter Filmmusik aus West- und Ostdeutschland von Eislers Der Rat der Götter (1950) über Henzes Die verlorene Ehre der Katharina Blühm (1975) bis Wolfgang Hamms Nicht verzeichnete Fluchtbewegungen (1997). "Walzer, Marsch und Teufelsklänge" widmet sich speziell der Musik zu Thomas-Mann-Filmen und der reichen Tradition, die Musik und Literatur unter dem neuen Kunstgenre Film verbunden hat. Die zwei CDs "Erziehung zur Musik I" und "Erziehung zur Musik II" dokumentieren Projekte und Experimente zwischen Avantgarde und Volksmusik. Von Paul Dessau (geb. 1894) bis zu Christiane Lange (geb. 1982) streckt sich die Linie deutscher Komponisten, die sich mit der Erziehung zur Musik befasst haben. "Kirchenmusik I" und "Kirchenmusik II" widmen sich einem speziellen Zweig moderner Kirchenmusik, also religiöser Musik, die nicht unbedingt liturgisch ist. Die Kirche als Klangraum mit ihrer besonderen Atmosphäre und Symbolik inspirierte zu musikalischen Experimenten und bescheinigte eine zusätzliche politisch-gesellschaftliche Bedeutung der Neuen Musik. --Kleopatra Sofroniou-von Tavel


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