Mit dem Album von Michaela Merten, die in der Esoterik-Scene recht bekannt ist, sollen Engel-Energien musikalisch ausgedrückt werden.
Die elf Songs haben eine Spieldauer von insgesamt ca. 60 Min. Musikalischer Partner ist der professionelle Keyboarder und Instrumentalist Sebastian Padotzke von der international bekannten Softrockgruppe 'Reamonn'.
Der Sologesang mit Engels-Chor wird von einer reichhaltigen Instrumentierung begleitet wie Piano, Synthesizer, Flöten, Gitarre, Violine, Cello, Saxophon, Flügelhorn u. Percussion, allesamt gespielt von erstklassigen Musikern. Die Stilrichtung des Albums könnte man am zutreffendsten als Crossover-Mischung aus New Age mit klassischen Elementen und gemäßigten Rock/Pop-Einflüssen bezeichnen.
Kritische Würdigung: Solange Michaela Merten sanft, zart und Enya-ähnlich singt, gefällt mir ihr Gesang wirklich gut, doch immer dann, wenn ihre Gesangsstimme kräftiger wird und zusammen mit Chorstimmen zu einem Creszendo á la 'Adiemus' ansetzt, klingt das irgendwie angestrengt und man merkt dann, dass die Gute keine professionelle Sängerin und keine Miriam Stockley ist. Die sanft und zärtlich gesungenen engelhaften Songpassagen dagegen gefallen mir recht gut. Vor allem der sehr gefühlvolle Song "Hold me" hat Gänsehaut-Potential.
Was mir auch gut gefällt: Bei den meisten Songs gibt es innerhalb der Gesangsstücke eingeschobene kürzere Instrumentalpassagen mit Streichern u.a. Instrumenten, die sehr gekonnt und gefällig gespielt werden.
Die mit mehreren Klappflügeln aufwendig gestaltete Albumhülle enthält alle Songtexte.
Alles in allem ein nettes New-Age-Album mit viel Licht, aber auch Schatten, das insbesondere Freunden der Esoterik-Scene und Menschen, die an Engel glauben, gefallen dürfte.