So, da wären wir nun. Drei nicht mehr ganz junge Kölner veröffentlichen mit ihrem Debüt die Frischzellenkur für den deutschsprachigen IndieRock. Nicht so blumig wie die Sporties, nicht so kompliziert wie Tomte oder Kettcar, nein ganz anders: Direkt, ehrlich und sympathisch. Vor Angelika Express wusste ich nicht, dass es sowas überhaupt auf deutsch gibt. Nun aber zum Album. Die Hits reihen sich hier aneinander ("Pornographie","Teenage Fanclub Girl","Schnippschnapp")und zu all diesen wunderbaren Phrasen kriegen wir auch mal ein Instrumental zu hören, das sich wunderbar einfügt, und nicht, wie sonst so häufig, zu Tode langweilt. Dazu kommt auch noch die charismatische Stimme des Sängers, die majestätisch über der Musik thront. Noch nicht einmal zur Halbzeit des Albums wird man außerdem mit einem vom Bassisten Jens gesungenen Stück
überrascht("Jetzt"). Das Album bleibt die ganze Zeit über spannend, die Texte zwingen einen förmlich zum Zuhören und am Ende des Albums wird einem klar, dass dieses Album genau das ist, worauf man so lange gewartet hat: Ein Meisterwerk der deutschsprachigen Rockmusik.