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Angelica
 
 
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Angelica [Gebundene Ausgabe]

Arthur Phillips , Sigrid Ruschmeier
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Goldmann HC (10. September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442310873
  • ISBN-13: 978-3442310876
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.127.921 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Arthur Phillips
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Das Buch hebt sich mit seiner subtilen Spannung und dem mehrdeutigen Schwebezustand zwischen Wahn und Wirklichkeit wohltuend ab von größeren Schauergeschichten.“ (NRZ )

„...Mit „Angelica“ ist ihm ein intelligenter Schmöker über die Abgründe der Seele gelungen – ideal für düstere Winternächte.“ (Nürnberger Zeitung )

„Trotz einiger Längen überzeugendes, düsteres Familienschicksal in nicht ganz alltäglicher Aufmachung.“ (Buchkultur )

Kurzbeschreibung

Der Feind in meinem eigenen Haus
Im viktorianischen England darf eine kleine Verkäuferin zwar einen Mann aus besseren Kreisen heiraten, ohne einen gesellschaftlichen Fauxpas zu begehen – Schwäche zeigen darf sie aber niemals. Das lernt Constance Barton schnell und schmerzlich, als ihr Mann, ein angesehener Mediziner und Forscher, das vierjährige Töchterchen Angelica aus dem elterlichen Schlafzimmer ausquartiert und seine ehelichen Rechte einfordert. Rücksichtslos und blind für die mysteriösen Vorgänge, die sich in dem vornehmen Anwesen abspielen: Das Haus der Bartons scheint nämlich von einem äußerst gewalttätigen Dämon beherrscht, der Mutter und Tochter nach dem Leben trachtet. Sieht Constance Gespenster oder schmiedet ihr Mann einen tödlichen Plan?

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Alfa Fähe TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Umschlagtext enthält im Wesentlichen den Inhalt dieses Buches.
Constance, eine junge Verkäuferin in einem Schreibwarengeschäft, lernt den gesellschaftlich wesentlich höher gestellten Forscher Joseph Barton kennen und heiratet ihn. Nach einigen Fehlgeburten wird dann doch ihr Töchterchen Angelica geboren. Constance geht ganz in ihrer Mutterrolle auf und lässt das Kind auch im elterlichen Schlafzimmer nächtigen. Joseph hält dies eines Tages nicht mehr aus und ordnet Constance an, alle Sachen von Angelica in das Kinderzimmer umzuräumen und teilt ihr auch seinen Beschluss mit, dass das Kind ab sofort in diesem Zimmer schlafen wird. Constance fügt sich. Aber dann geschehen merkwürdige Dinge, die die junge Frau völlig aus der Fassung bringen und sie versucht Hilfe zu finden...

Was erwartet man nach so einer Kurzbeschreibung für ein Buch? Etwas mystisch Spannendes? Ein Intrigenspiel des Ehepartners? Irgendwie ist man schon auf dem richtigen Weg, aber was letztendlich wirklich hinter all dem steckt, offenbart sich erst beim Lesen des Buches.
Phillips schreibt in einer sehr feinen geschliffenen Sprache, so dass man kein Problem hat seiner Erzählung zu folgen. In dieser Geschichte geht es aber nicht um irgendwelche banalen, spannenden Ereignisse, sondern wesentlich mehr um psychologische Charakterzeichnung. Das Buch ist wie ein Theaterstück aufgebaut. Vier Akte sind zu sehen, wobei den ersten Akt Constance, den zweiten Anne Montague, den dritten Joseph und den vierten und letzten, Angelica erzählt. Alle Figuren berichten dieselben Ereignisse und doch bekommt der Leser das Gefühl, immer eine andere Geschichte zu erfahren.
Die ganze Aufmerksamkeit des Lesers ist gefordert, da der Autor viele kleine Details mit eingebaut hat, die sich einem oft erst nach vielen Seiten erschließen und zusammenfügen lassen.
Das Buch spielt zwar im viktorianischen London, aber dennoch ist dies für mich kein Buch das in das Genre der historischen Romane gehört. Das 19. Jahrhundert bietet lediglich den idealen Rahmen, da die gesellschaftliche Stellung und die damit verbundenen Regeln eine sehr große Rolle spielen. Weder von politischen Ereignissen der Zeit, Alltagsgewohnheiten oder auch das exakte Aussehen der Protagonisten wird man erfahren. Man darf sich keinen simpel erzählten Roman erwarten, denn dann wird man ziemlich enttäuscht werden.
Arthur Phillips hat mit diesem Werk ein Kammerspiel geschaffen, welches Einblick bis in die hintersten Wände des charakterlichen Kleiderschrankes bietet und mit einer Ansammlung von Kleidungsstücken wie Einsamkeit, Sehnsucht, Schmerz oder Selbstverleugnung, aufwartet. Tiefpsychologisch hervorragend erzählt und mit ausgefeilten Figuren, liefert der Autor mit diesem Buch ein kleines, literarisches Juwel.
Wer gehobene Erzählkunst und Empathie in Perfektion zu schätzen weiß, sollte dieses Buch unbedingt lesen!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Lavender
Format:Taschenbuch
Die Handlung des Buches wird vom Klappentext ganz gut umrissen. Eingeteilt ist das Buch in 4 Teile, jede wird aus der Sicht einer der Personen beschrieben. Zuerst ist Constance an der Reihe, ihre Sicht nimmt schon ca die Hälfte des Buches ein. Sie kann es nicht so recht verwinden, das ihr einziges Kind von ihrem Ehemann aus dem ehelichen Schlafzimmer verbandt wird. Sonderbare Dinge passieren, sie sieht schwebende Geister, und schon bald ist sie sich ihres Geisteszustandes nicht mehr sicher. Sie hat ihren Mann in Verdacht, das sich aus seinem sexuellen Gebahren Dämonen materialisieren, die sie und vor allem ihre Tochter Angelica, bedrohen.

Als nächstes sieht man das ganze Geschehen nochmal aus den Augen von Joseph, und vieles erscheint in einem anderen Licht. Danach ist Anne an der Reihe, sie wird von Constance als spiritistische Hilfe angeheuert. Zum Schluß kommt Angelica selbst kurz zu Wort. Inszwischen erwachsen, versucht sie, die mysteriösen Geschehnisse zu erklären.

Ich befürchte, meine kurze Zusammenfassung klingt genau so vielversprechend wie der Klappentext. Er könnte dazu geeignet sein, eine etwas falsche Erwartungshaltung zu wecken. Denn leider bekam ich als Leser weder eine gruselige Schauergeschichte noch einen Krimi. Und leider schon gar nichts spannendes. Vielmehr ist es eine Charakterstudie bzw mehrere, ein kleiner Blick ins viktorianische Eheleben. Für mich drängte sich allerdings auch der Eindruck auf, das es im Grunde nur um Sexualität geht und wie man zu der Zeit damit umging. Ihre Verdrängung, das Anrüchige, das Unausgesprochene. Daraus formt sich der Dämon, den Constance sieht. Der Dämon Begierde bedroht sie, ihre Gesundheit (nach mehreren Fehlgeburten ist jede weitere Schwangerschaft für sie lebensbedrohend), er könnte ihre Tochter bedrohen, er könnte sie als Kind selbst bedroht haben.

Vielleicht ist mir aber auch die ein oder andere Feinheit entgangen, denn ich fand den Roman als sehr anstrengend zu lesen. Der Autor benutzt im Grunde eine sehr schöne Sprache, sie ist ihrer Zeit angepasst, aber demzufolge sehr blumig, sehr umschreibend, sehr ausschweifend. Unter all dem zuckrigen Wörterschwall fiel es mir schwer, das wesentliche Herauszufiltern. Es gibt viele unnötige Sätze, seltsame Antworten, enorm viele Andeutungen, was denn so nachts passiert, ohne es beim Namen zu nennen. Mir fiel es zunehmend schwer, mich zu konzentrieren.

"Angelica" ist ein stilistisch überbordernder Roman, der unter vielen Worten eine gute Idee so gut begraben hat, das es mir sehr schwer fiel, sie komplett zu entdecken. Und anstrengend war es auch noch.
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