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Angela Merkel. Ein Irrtum
 
 
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Angela Merkel. Ein Irrtum [Broschiert]

Cora Stephan
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 224 Seiten
  • Verlag: Albrecht Knaus Verlag (21. Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3813504166
  • ISBN-13: 978-3813504163
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 119.909 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Cora Stephan
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Dieses Buch ist eine Zumutung für die Kanzlerin, aber, wie ich glaube, eine notwendige Zumutung.” (Gabor Steingart, Chefredakteur Handelsblatt )

„Pointiert, polemisch und voll politischer Leidenschaft.” (Reinhard Mohr, Deutschlandradio Kultur )

„‚Angela Merkel. Ein Irrtum’ ist nichts Geringeres als ein furioser Appell zur Umkehr.” (Rose-Maria Gropp, Frankfurter Allgemeine Zeitung )

Kurzbeschreibung

Cora Stephan schreibt, was alle denken: Basta, Frau Merkel

Angela Merkel ist nach Rot-Grün 2005 die Hoffnungsträgerin der Eliten, weit über das klassische CDU-Spektrum hinaus. Welch ein Irrtum. Auch wenn die Kanzlerin im Ausland eine gute Figur macht, im Lande selbst nimmt man sie nur noch als machtversessene, lavierende und konzeptionslose Staatsmann-Darstellerin wahr.

Nach Schröder, Fischer, Lafontaine, viel Basta und Testosteron sehnten sich viele nach einer neuen Politik. Nach einem sachbezogenen Regierungsstil. Nach einer Person wie Angela Merkel, die in der DDR den Wert von Freiheit und Unangepasstheit schätzen gelernt hat. Und endlich nach einer Frau im Amt. Die Physikerin Merkel machte Hoffnung auf eine Berliner Republik ohne Klientelpolitik, Mackertum und Lagerwahlkampf. Doch es ist alles beim Alten geblieben. Keine Reformen, nur Stillstand, keine Problemlösungen, nur Parolen. Kein Gedanke an die Zukunft, nur Wahlgeschenke zur Machtsicherung. An der Spitze eine ihre Macht bloß noch verwaltende verkrampfte Einzelkämpferin. Und deshalb sagt eine, die Angela Merkel einst gewählt hat, heute: »Basta, Frau Merkel!« Gewiss, da ist auch enttäuschte Liebe im Spiel. Cora Stephans schonungslose Analyse von Aufstieg und Fall der Angela Merkel ist radikal und subjektiv zugleich und spricht damit vielen aus der Seele.

Die erste persönliche Abrechnung mit Angela Merkel.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
144 von 167 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wirklich sehr zu empfehlen! 18. Februar 2011
Von Jasmin Thelen VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Ein hochintelligentes Buch einer hochintelligenten Journalistin und Autorin, die jenseits aller in den Medien (selbst)verordneten political corectness Wahrheiten ausspricht, die sicher so mancher, der gerne eigenständig denkt und schon seit langem das Gefühl hat, daß etwas gründlich schief läuft in diesem Land, mit großer Bereicherung lesen wird. Auch ich bin eine enttäuschte Wählerin von Angela Merkel und bedauere den Wandel, den sie seit ihrem Antritt als Kanzlerin durchgemacht hat, zutiefst und fühle mich dadurch als Wählerin absolut nicht ernst genommen. Cora Stephans Analyse von Merkels Werdegang von Angi zu Tina ist wirklich brillant. Ich würde jedem, der eine Tageszeitung abonniert hat und sich von den wenig innovativen Medienleuten einlullen läßt, doch mal empfehlen, 2 Tage die Zeitung in die Tonne zu werfen und statt dessen DIESES Buch zu lesen, denn man erfährt nicht nur sehr viel über Angela Merkel, sondern darüber hinaus enorm viel über die politische Kaste, die uns regiert - und die absolut nicht im Sinne dieses Landes agiert sondern sich eigentlich nur noch von Wahl zu Wahl hangelt und um Posten schachert. Ein wirklich sehr empfehlenswertes, ehrliches, intelligentes Buch.
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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von arno
Format:Broschiert
Dieser flott geschriebene politische Essay über gut 200 Seiten ist eine schon lange fällige Abrechnung mit der Politik Angela Merkels aus der Sicht einer enttäuschten Merkel-Wählerin.

Schon in ihrem Vorwort bringt Cora Stephan es auf den Punkt: Sie habe sich statt Angie eine Frau eingehandelt, die sie jetzt treffend Tina nennt, abgeleitet aus den Initialen von "there is no alternative". "Alternativlos" ist zum Schlüsselwort ihrer Politik geworden. Viele Entscheidungen, z.B. in der Finanzpolitik, Steuerpolitik, Gesundheitspolitik, Energiepolitik, Europapolitk werden von Angela Merkel - wenn denn überhaupt welche getroffen werden - als "alternativlos" verkauft, als ob es sich dabei um ein Naturgesetz handele. Letztlich liegt darin das Eingeständnis, politisch nichts mehr bewirken zu können. Tatsächlich bestehen objektiv natürlich durchaus verschiedene Handlungsmöglichkeiten, aber Angela Merkel erhebt - so Cora Stephan - den "totalitären Anspruch", keine Alternative zu dulden, sich mit Kritikern gar nicht auseinandersetzen zu wollen. In dem Buch von Hans-Olaf Henkel "Rettet unser Geld" (vergl. meine Rezension) findet man übrigens den gleichen Gedanken.

Ohne dies immer ausdrücklich zu erwähnen (in der Literaturliste ist Henkel aufgeführt) stimmt Cora Stephan auch hinsichtlich des Versagens Merkels in der Europapolitik mit vielen Gedanken Henkels überein. Dies betrifft inbesondere die fatale Rolle, die Merkel bei der Aufhebung der "Nichtbeistandsklausel" (No-Bail-Out) und damit der Wandlung der EU zu einer Transferunion (hauptsächlich zu Lasten Deutschlands)gespielt hat. "Der Euro ist unser Schicksal", dekretierte Angela Merkel, und was daraus folgt ist klar: Seine Rettung ist alternativlos.

Cora Stephan geht auch auf die Sarrazin-Debatte ein. Sie versteht das Buch Sarrazins vor allem als ein Manifest für das "arme Schwein vom Dienst", den deutschen gemeinen Steuerzahler. Dieser habe den ganz bescheidenen Wunsch, nicht auch noch dafür beschimpft und verleumdet zu werden, dass er permanent zur Kasse gebeten wird. Angela Merkel fand bekanntlich das Buch Sarrazins - ohne es gelesen zu haben - "überhaupt nicht hilfreich". Sie stellte stilbildend sich an die Spitze der Bewegung, die den Stab über etwas bricht, das man nicht kennt.

Im Zusammenhang mit dem sog. Euro-Rettungsfonds zitiert Cora Stephan den Ex-EU-Kommissar Günter Verheugen (ein Mann der es wisssen muss!)dem in einer Diskussion bei Maybrit Illner am 09.12.2010 wohl eher ungewollt rausgerutscht ist:
"Das ganze Projekt "Europäische Einheit" ist wegen Deutschland notwendig geworden. Es geht immer (darum) Deutschland dabei einzubinden, damit es nicht zur Gefahr wird für andere."
Cora Stephan meint dazu: "Klarer kann man es eigentlich kaum sagen: Ohne die Warnung vor der "deutschen Gefahr" und den Appell an deutsche Schuldgefühle glaubt man dem Steuerzahler nicht verkaufen zu können, dass er wieder einmal den Kopf hinhalten soll." Ich bin geneigt "Steuerzahler" durch "Politiker" zu ersetzen, denn bei vielen Steuerzahlern kommt es gar nicht an, was zu seinen Lasten alles in Brüssel deutschen Politiker abgepresst wird.

Auf eine Frage der "Bild-Zeitung" vom 29.11.2004 an Angela Merkel, welche Empfindungen Deutschland in ihr wecke, hat Angela Merkel geantwortet: "Ich denke an dichte Fenster."
Cora Stephan interpretiert das so: "Hier zieht's nicht, aber es mieft schon mal." Weiter meint sie dazu, sie verlange keine Visionen, es wäre aber doch schön, wenn Angela Merkel zu ihrem Reich und ihren Leibeigenen mehr einfiele als dichte Fenster, Kartoffelsuppe und Uckermark. Als eine der größten Enttäuschungen bezeichnet es Cora Stephan, dass Angela Merkel in Zeiten der Krise kein Projekt, keine Idee habe, die die Deutschen beflügeln könnte.

Selbstbewußtsein und das Einfordern normalen Respekts von Ausländern, könne auch von unserer Kanzlerin erwartet werden. Es sei einfach lächerlich, wenn Deutschland noch 65 Jahre nach Weltkriegsende, als Rückgrat Europas, als Zahlmeister von UNO und UNESCO, gebeugten Rückens und mit dem Selbstbewußtsein eines rückfälligen Straftäters durch die Weltgeschichte stolpert, jederzeit darauf gefasst, auf immer weggesperrt zu werden.

Der Kritik an Angela Merkel und der Hoffungslosigkeit einer Änderung ihrer Politk (ihr desaströses Verhalten im Zusammenhang mit dem Rücktritt Guttenbergs konnte Cora Stephan gar nicht mehr berücksichtigen) stellt Cora Stephan die zunehmende Aufgeklärtheit und die Informatiosmöglichkeiten im Internet - auch Abseits des mainstreams der veröffentlichen Meinung in TV und traditioneller Presse - gegenüber. Mit Peter Sloterdijk sieht sie die Politik der "nützlichen Entpolitisierung des Volkes" vor dem Scheitern. Die positive Botschaft Cora Stephans lautet: "Deutschland kann mehr - als seine Bundeskanzlerin".

Fazit: Das Buch bringt einiges was man aus den Büchern von Hans-Olaf Henkel schon kennt, geht aber in seiner Kritik an dem Politikstil und letztlich auch der Persönlichkeit Angela Merkels daüber hinaus - auch wenn es für viele Leser lediglich eine Bestätigung von längst Bekanntem sein dürfte. Ein berechtigter, längst fälliger Abgesang, der durch die Guttenberg-Affäre und den fatalen Satz Angela Merkels, sie habe "keinen wisssenschaftlichen Assistenten oder einen Promovierenden oder einen Inhaber einer Doktorarbeit berufen", sondern einen Mann, der Verteidigungsminister sein soll, nur noch untermauert wird.
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115 von 135 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Broschiert
Enttäuschte Liebe macht wütend. Aber auch klarsichtig. Und realistisch.
Und weil man nach einer solchen Enttäuschung auch mutiger ist, wagt man sich heraus. Setzt sich aus. Riskiert etwas. Seinen Ruf. Die Sympathie alter Freunde und Weggenossen.

Cora Stephan, jener Publizistin, deren Beiträge in HR 2 ich schon Anfang der achtziger Jahre als wichtige und differenzierte zeitgenössische Kommentare und Beobachtungen geschätzt habe, und die später als Anne Chaplet in ihren Kriminalromanen auf eine andere, nicht weniger luzide und kritische Weise gesellschaftliche Erscheinungen beobachtete und beschrieb - ihr ist das so ergangen, vermute ich.

Und dann hat sie sich hingesetzt und sich ihren ganzen Frust von der Seele geschrieben in einzelnen Essays, die nicht nur ihre Enttäuschung über Angela Merkel und ihre Politik zum Thema haben. Sie, die lange, bis auf wenige Zeitungsartikel, zum politischen Alltag der Republik und ihrer Kultur geschwiegen hatte, hat, endlich, wieder ein politisches Buch geschrieben, sich eingemischt mit beißender Kritik. Nicht nur an Angela Merkel und ihrer Wandlung von Angie zu Tina (das ist Cora Stephans geniale Abkürzung für den Killersatz "There is no alternative", mit der Angela Merkel seit einiger Zeit jede Debatte abwürgt), sondern am gesamten Politikbetrieb in den Parteien und im Parlament. Schonungslos und fern jeglicher political correctness, deckt sie Entwicklungen und Paradigmen auf, vom Umgang mit Thilo Sarrazins Thesen, über Stuttgart 21 bis hin zur verlogenen europäischen Währungspolitik unserer Regierung.

Was sie in guter Tradition immer wieder reklamiert, ist Wahrheit, das Ernstnehmen des Bürgers nicht nur als Stimmvieh bei den Wahlen, sondern als jemand, der selbst denken kann, und den man nicht bei jeder ungewünschten Meinung (sie nennt immer wieder die ernorme Zustimmung der Bevölkerung zu Sarrazins Zwischenrufen) unter Generalverdacht stellen darf, da würde sich wieder etwas typisch Deutsches zeigen.

Das Buch ist nicht nur eine nach der Enttäuschung nüchtern gewordene Abrechnung mit einer Politikerin, die mehr versprach als sie hielt, sondern es ist auch eine beißende, stellenweise ironische Kritik an einer politischen Kultur, bis hinein in die meisten Medien, die vor lauter Selbstgerechtigkeit nur so triefen, die den Bürger nicht ernst nimmt, Angst hat vor seinen Einschätzungen (siehe bei Sarrazin oder Stuttgart 21) und ihm deshalb in einer schrecklichen und politisch korrekten und deshalb katastrophal falschen "new speech" die Wahrheit vorenthält.

Ein Zwischenruf einer engagierten Publizistin zur rechten Zeit. Wann bietet eine der großen Wochenzeitungen Cora Stephan endlich eine regelmäßige Rubrik an?
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