neben "the flying teapot" ist dies aus meiner sicht das beste album dieser innovativen band, die mit späteren alben krasser abstürzte als man es beim anhören dieser scheibe je für möglich halten würde.
hier stimmte die chemie zwischen pierre moerlin, steve hillage und daevid allen und das hört man.
steve hillage neigte ja als gitarrist dazu, themen immer anders zu variieren und damit ein wenig auszwalzen (so wie das zb YES taten), als gegenpart war daevid allen der einfachen, simplen melodie zugeneigt, aber davon fielen ihm so viele ein, dass er diese mühelos zu mäandernden songs aneinanderreihen konnte. zudem ist er wohl für die psychedelische athmosphäre dieses albums hauptverantwortlich, ist doch ein derartiger klangraum auch auf seinen solo-platten zu hören.
auch allen's lebensgefährtin gilly smyth trägt mit ihrem unwirklichen gesang zur wirkung dieses albums bei.
nachdrücklich verstrahlt diese 1973 entstandene scheibe typisches 70er-jahre-hippie-flair, das beginnt schon beim ein'grauchten cover mit der bunten vorderseite und den kritzeleien auf der rückseite. auch die texte schweben in sphären, die völlig nüchtern nicht leicht nachvollziehbar sind. so war das halt damals, lang ist's her...
klanglich ist das auch noch astrein produziert und remastert und um den geforderten obulus ist hier gar nichts verhackt, wie ich finde. gegenüber der LP gibt's zudem noch vier interessante bonus-tracks.
diese scheibe könnte leicht der auslöser für die beschäftigung mit den ersten platten dieser völlig eigenartigen band sein.
aber vorsicht! "shamal" (1975) und "gazeuse" (1976) sind alben, die noch anhörbar sind, auf denen sich aber schon der niedergang der musikalischen ideen abzeichnet. alle gong-alben danach sind aus meiner sicht unterirdisch.