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Nach den ebenso mutigen wie unpopulären Experimenten der Tim-Owens-Ära konzentrieren sich Judas Priest wieder auf ihr Kerngeschäft und bedienen mit Angel Of Retribution in erster Linie ihre langjährigen Fans, für die die Band nach dem grandiosen Painkiller-Album nur noch die Hälfte wert war. Dramatische Epen, wie sie auf Sad Wings Of Destiny oder Stained Class zu finden waren, treffen auf simple Rocker mit British Steel- und Defenders Of The Faith-Touch und knallhartes Power-Riffing in bester Painkiller-Tradition. Das Ergebnis klingt zwar nur mäßig originell und teilweise auch etwas uninspiriert, unterm Strich dürfte die treue Anhängerschaft der Engländer aber mehr als zufrieden mit der Scheibe sein. Die sehr transparente und wuchtige Produktion von Roy Z (Bruce Dickinson, Rob Halford) lässt die zehn Songs absolut zeitlos klingen, und mit der Dampframme "Judas Rising" und der Manowar-artigen 13-Minuten-Bombastnummer "Lochness" liefert das Quintett zwei Großtaten ab, die auch außerhalb der Hauptzielgruppe punkten können. -- Michael Rensen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Priest! Priest! Priest! Priest!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Angel Of Retribution (Limited Edition mit Bonus-DVD) (Audio CD)
So, da ist sie also endlich, die langersehnte Reunions-CD einer der wichtigesten Metalbands aller Zeiten. Ich war sehr gespannt darauf - zumal ich die Scheiben mit Ripper nach kurzer Eingewöhnung auch nicht schlecht fand und mich teilweise schon dabei ertappte, dem "Metal God" solche Gesangsleistungen nicht mehr zuzutrauen (Blasphemie ;-)Priest sind sich einerseits selbst treu geblieben und haben eben nicht die von vielen erwartete Painkiller Blaupause angesetzt, sondern beweisen in einigen Songs echt Mut zum Risiko. Andererseits ist diese Reunionsscheibe nur so mit Zitaten (musikalisch wie textlich) aus der reichaltigen Bandhistorie gespickt - ein Fest für Fans. Die Scheibe hat nach mehrmaligem Hören meine kühnsten Erwartungen übertroffen. Das gilt sowohl für die Musik als auch für den wirklich göttlichen Gesang von Rob Halford. Aber im Einzelnen: 1. Judas Rising: ein neuer Klassiker - hätte auch auf Painkiller gepasst. Hymnisch, Double Bass ohne Ende, aber eher in gemäßigtem Tempo. Ein absoluter Kanller vor dem Herrn 2. Deal with the Devil: erinnert leicht an "Made in Hell" von Halford, ist aber viel besser. Glenn und KK duellieren sich wie in alten Zeiten - ebenfalls ein Hammersong. 3. Revolution: die von vielen gedisste neue Single. Ich finde den Song obercool - erinnert sehr an die frühen 80er. Coole Rhythmen, geniale Strophe. Allerdings ein wenig zu lang. 4. Worth fighting for: ruhiger, aber toller Gesang von Rob Halford - der Mittelteil erinnert leicht an "You've got another thing coming" - dieser Song wächst mit der Zeit und macht süchtig 5. Demonizer: modernes Geriffe (hätte auch auf Jugulator gepasst), gnadenlose Double Bass, genialer Gesang. Zum Schluß packt Halford die Kopfstimme raus und brüllt, was das Zeug hält (ähnlich wie bei Jawbreaker) - genial, müssen sie live bringen 6. Wheels of Fire: bei den ersten paar mal hören eher unscheinbar macht dieser Song nach und nach süchtig. Simpel, aber Cool. Referenz: Locked & Loaded von Halford 7. Angel: ohne Übertreibung die beste Ballade, die Priest je gemacht haben. Super emotionaler Gesang - klasse. Könnte Diamonds&Rust im Liveset ablösen! 8. Hellrider: hätte ohne weiteres auch auf Painkiller gepasst. Heavy ohne Ende. Genial. Ebenfalls ein Live-Muss. Tipton und Downing spielen sich in eine wahre Solo-Orgie - muss man gehört haben 9. Eulogy: stimmungsvolles, Piano (!) lastiges Intro zu 10. Loch Ness: wüsste ich es nicht besser, würde ich sagen, die Strophe haben sich Priest während des letzten Ozzfests direkt von Meister Iommi komponieren lassen. Doom par excellence. 14 Minuten feinster Finsterrock mit einem oberbombastischen Refrain. Meiner Meinung nach ein weiterer Höhepunkt dieser Scheibe. Fazit: wer 2005 noch auf traditionellen Metal steht, MUSS diese Scheibe kaufen. Selbst für Priest Verhältnisse ein extrem abwechslungsreiches Album mit überragenden Songs. Dürfte für andere Bands schwer werden, dass zu übertreffen. PRIEST RULES! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
The Priest is back...,
Rezension bezieht sich auf: Angel Of Retribution (Limited Edition mit Bonus-DVD) (Audio CD)
Judas Priest sind endlich zurück. Frisch reformiert und mit einem Dutzend Songs, die klingen, als wären sie direkt nach "Painkiller" entstanden. Das beginnt beim knüppelharten "Judas rising", dessen Gitarrenwand sich langsam und schleichend aufbaut, um dann alles platt zu walzen. Ein volles, fieses Metal-Brett mit Double-Bass-Drum, Killer-Riffs und Halfords markantem Schreigesang. Ein klanggewordenes Inferno - und die Vorgabe für das gesamte Werk, das auf mächtig Druck, große Soli und starke Mitgröl-Refrains setzt. Ganz gleich ob "Deal with the devil", "Revolution" oder "Hellrider" - Priest haben ein klassisches Metal-Album gemacht. Zum Glück! Tracklist: Für mich steht DAS ALBUM 2005 jetzt schon fest... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sie können es doch noch...,
Von metalman "Paul" (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Angel of Retribution (Audio CD)
ok, mal ehrlich, die letzten zwei Scheiben mit Tim Owens waren alles andere alstypische Judas Priest ! Der Ripper ist zwar ein guter Sänger, doch hat er niemals das Charisma eines Rob Halford, der Priest nunmal ausmacht und das zu 100%. Versteht mich nicht falsch, ich mag den Ripper mit seiner Röhre, aber er hatte das Pech, das die Band zu diesem Zeitpunkt einen anderen musikalischen Weg einschlug. Ich war damals zwar gespannt wie das ganze wohl klingen mag, wurde aber bereits nach dem ersten Höreindruck von Jugulator wachgerüttelt. Nein, das waren nicht mehr die Judas Priest, die einem ein Hit nach dem anderen präsentierten. Gottseidank hat sich die Band mit Rob Halford wieder versöhnt und bieten uns mit Angel of retribution wieder ein hochklassiges Metal Album. Judas rising eröffnet diese Scheibe ganz in alter Priest Tradition, super. Deal with the devil ist wohl der Hit der CD. Bei Revolution wird nochmal die moderne Ausrichtung der letzten Scheiben verarbeitet, jedoch wesentlich zugänglicher. Dank Rob Halford klingt er trotzdem nach einem Priest Song. Man vermisst vielleicht die hohe Kopfstimme die Songs wie Painkiller oder Screaming for vengeance ausmachten, doch passt der etwas tiefere Gesang doch recht gut zu dem Songwriting des Albums. Ich jedenfalls bin glücklich mit dem Comeback meiner Jugenband und die Platte geht voll als Judas Priest durch. British steel, Screaming for vengeance und Painkiller wird man wohl nie wieder toppen, doch wer denkt denn überhaupt an sowas. Sind wir froh, dass wir diese Jahrhundertwerke haben und mit Angel of...kommt auf jeden Fall eine tolle Priest Scheibe hinzu. Anspieltipps: Judas rising, Deal with the devil und Hellrider. l Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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