In der fünften und finalen Staffel dieser Serie verschlägt es unsere Helden zunächst einmal direkt in die Büroräume des ehemaligen Erzfeindes Wolfram und Hart, da Angels Investigation in dieser Staffel deren Niederlassung in Los Angeles übernimmt.
Dem Team wird die undurchsichtige Eve (Sarah Thompson) zur Seite gestellt, sie stellt eine direkte Verbindung zu den Senoirpartnern dar.
Einer weiteren grundlegenen Veränderung muss sich Gunn (J. August Richards) unterziehen, der sich von Wolfram und Hart das komplette Wissen eines Juristen implantieren lässt, wodurch er vom unkomplizierten und sympathischen Kumpel zu einem intellektuellen Anwalt wird, was sehr gewöhnungsbedürftig ist.
Harmony (Mercedes McNab) kommt nach Los Angeles und wird von Wesley (Alexis Denisof) als Angels (David Boreanaz) Sekretärin eingestellt. Später kommt Mercedes McNab noch zum Hauptcast, obwohl ihre Auftritte kurz sind und die Rolle der Harmony keine Bedeutung für die Serie hat.
Spike (James Marsters), ein Charakter aus der Mutterserie, kommt neu in die Serie. Solange er ein Geist ist, ist die Rolle des Spike mehr oder weniger überflüssig und er wird bald plötzlich wieder materialisiert.
Es ist schade, dass die Macher der Serie sich das Auftauchen von Spike so albern zurechtgebogen haben, da er in der Serie >>Buffy<< zum Märtyrer geworden ist und das damit zunichte gemacht wird.
Über Fred (Amy Acker) und Lorne (Andy Hallett) kann man nicht viel sagen, lediglich das Fred später noch etwas interessantes zustößt.
Insgesamt hält die Spannung in der fünften Staffel sich zurück, denn nach den atemberaubenden Storys der beiden vorherigen Staffeln ist man von der aus in sich abgeschlossenen Folgen bestehenden Finalstaffel als Fan enttäuscht.
Bis zur 14. Episoden dümpelt die Handlung vor sich hin und beschäftigt sich zu oft mit dem mittlerweile abgenutzten Thema Wolfram und Hart.
Dieser Umstand ist dem Sender zu verdanken, der die fünfte Staffel nur produzieren wollte, wenn vermehrt Gelegenheitszuschauer vor die Mattscheibe gelockt werden. Aber welcher Gelegenheitszuschauer kauft sich schon die DVDs?
Erfinder Joss Whedon sagte einmal, ihm seien 100 Personen, die die Serie lieben, lieber als 1000, die sie nur gerne sehen. Dem Grundsatz wird diese Staffel nicht gerecht.
Die Folge >>Bella Roma<< ist höchst auffällig. Auf der Suche nach Buffy rennen Angel und Spike quer durch Rom, reden ununterbrochen über die Angebetete und man sieht ein blondes Double herumhüpfen. Mit Abstand eine der schlechtesten Folgen der ganzen Serie.
Für Fans ist die Finalstaffel unter Umständen trotzdem sehenswert, weil sich ab der 15. Folge eine kleine aber mitreißende Story mit Fred im Mittelpunkt entwickelt.
Außerdem spielt Christian Kane in ein paar Episoden mit und Vincent Kartheiser und Charisma Carpenter haben jeweils einen Gastauftritt, mit dem sie aus der Serie verabschiedet werden, die sie nach der vierten Staffel verlassen haben.
Das Ende der Serie ist umstritten, mir hat es gefallen, das ist jedoch reine Ansichtssache. Allerdings wurde die letzte Folge nicht besonders gut inszeniert, was der Drehbuchautor/Regisseur dieser Folge im Audiokommentar selbst sagt.
Gastauftritte gibt es von Andrew (Tom Lenk), Drusilla (Juliet Landau) und Darla (Julie Benz).
Das Extramaterial besteht aus sieben Audiokommentaren und sieben Featurettes.