Angel EyesDas letzte Album in der "Stardust"-Trilogie, ein Trio von Alben, die Ike Moriz in 2009 veröffentlichte, zeigt seine Liebe zu den amerikanischen Songwritern des Mitt-20. Jahrhunderts. Mit Wohnsitz in Kapstadt, SA, wo ich mir vorstellen kann, dass er ein regelmäßiger Anziehungspunkt am anspruchsvolleren Ende der Nachtclub-Szene ist, bewältigt Moriz alle seine Aufnahmen mit äußerster Professionalität, egal ob es sich um Big-Band-Balladen, optimistischen Indie-Pop und Glam, oder den einfach swingenden Jazz von "Angel Eyes" handelt.
So ähnlich wie bei "Body And Soul" und "Stardust", den beiden Geschwister-Alben von "Angel Eyes", führt Willie van Zyl die Band, wobei der Britische Pianist A. McPike die Mehrheit des instrumentalen Flares kreiert, und Ike Moriz produziert. Die drei sind ein schlagkräftiges Team, und wie bei früheren Aufnahmen ist es nicht schwer, sich für Moriz's wundervolle Stimme und die minimalistisch Klavier betonten Arrangements zu begeistern. Wie immer gibt es eine Fülle von Material zum Schwärmen, und einzelne Songs, die sich perfekt für das klassische BBC Radio 2-Klangformat eignen. Nach den ersten drei Liedern spielt die Band eine hervorragende Version von Cy Coleman's und Carolyn Leigh's "Witchcraft", mit Moriz in feiner stimmlicher Form während McPike fachmännisch auf den Tasten tanzt. "Come Rain Or Come Shine" ist langsam & entspannt, wobei das Klavier eine fast "morastige" Stimmung erzeugt. "Try A Little Tenderness" ist in den 60er und 70er Jahren zu einem grossen Standard geworden, obwohl es ursprünglich vom 'Ray Noble Orchester' im Jahr 1932 aufgenommen wurde. Hier verbindet Moriz die Punkte mit einem Tribut zu beiden Lagern, und es ist zweifellos eines der Highlights des Albums.
Makellose Unterhaltung!! Nur 4 Sterne, da die Titelnamen hier nicht stimmen (all sind um einen nach unter verrutscht: track 15 ist track1, track 1 ist track 2 etc.)