Im Vergleich mit "Real thing" ist "Angel dust" sicherlich ein ganzes Stück aggressiver, düsterer und komplexer sowieso. Von der ersten Spielminute von "Land of sunshine" über den Smash-Hits "Midlife crisis" und "Everything's ruined" bishin zu den, mindestens genauso interessanten "Crack Hitler" und "Caffeine" kann man sich nur amüsieren. Wer auf Musik, der "bösen" Art steht, wird diese Scheibe vergöttern. Ein Lied macht mehr Spass als das andere. Patton's Stimme ist bombastisch, besonders in "Malpractice", Smaller and smaller" und in "Jizzlobber" wird dank Ihr eine bedrohliche Stimmung erhoben. "Be aggressive" hört sich verdammt nach einer todsicheren Single an, war sie aber nicht, wahrscheinlich des Textes wegen. Wegen der Komplexität ist "Angel dust" eine sehr unzugängliches Album, die Texte sind zum Teil abartig "Malpractice", mal voller netter Einfälle "Land of sunshine" und so weiter, aber auch eine Platte, bei der die Band ihre Unabhängigkeit gegenüber Kritikern und dem Mainstream untermauert haben. Abwechslung pur, Gesangskunst nicht zu überbieten, Musik auf hohem Niveau. Gesamtnote 1.
persönliche Favs: gesamte Tracklist.