ACHTUNG: dieses Album muss man mit verschiedenen Ohren hören!!
Als Hardrock-Fan wäre dieses Album eines meiner Lieblings-Alben, als Fan des typischen ACO-Punk'n'Roll-Sounds kommt das Werk etwas zu ruhig!
Seit dem lezten Album hat sich einiges in der Band verändert: aus dem Quintett wurde ein Quartett, von dem nur noch Sänger Alex und Ausnahme-Gitarrist Tak übrig sind. Dass die beiden große AC/DC-Verehrer sind erkannte man bereits an ihren Gitarren-Aufklebern, Buttons, und an den gelegentlichen Live-Covers ("T.N.T."). Dass sich das auf den Sound des neuen Albums so dermaßen auswirken würde dachte ich mir zu dieser Zeit noch nicht.
Klar, dass ich das Album damals vorbestellt hatte. Kaum hatte ich die CD erhalten musste ich natürlich gleich reinhören. Nach dem dritten Durchlauf zündete sie immer noch nicht richtig, danach verschwand sie für einige Zeit aus dem CD-Player.
Ein paar Monate später dachte ich mir "so schlecht kann sie doch nicht gewesen sein". Wieder durchgehört - wieder die gleiche Geschichte. Vor ein paar Tagen habe ich sie wieder mal aus dem Regal genommen. Doch leider kann ich mich mit Blues- und Hardrock generell nicht so anfreunden.
Immerhin begannen ein paar Stücke langsam, mir zu gefallen ("Sidewinder", "Lift me up", "Left for my own"). Auch das akustische "Wild hearts" überzeugt durch seine tolle Melodie.
Nichts desto trotz haben die Jungs instrumental nach wie vor schwer was drauf, besonders der bereits erwähnte Gitarrist Tak, der in seinen Fähigkeiten enorm unterschätzt wird, sowie die tolle Stimme von Sänger Alex bereichern das Album schon sehr!
Aber wie gesagt, ich hatte mir zumindest erhofft, dass etwas von dem genialen Punk'n'Roll übrig geblieben ist. Stattdessen würde ich dieses Album Fans von ZZ Top, AC/DC, etc. empfehlen. Allen anderen schlage ich vor, erst mal probehören und selber zu urteilen...