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am 16. Mai 2015
Um es gleich auf den Punkt zu bringen ist „Angélique – Eine große Liebe in Gefahr“ einer der besten Kostümfilme, die ich je gesehen habe.
Und das sage ich als Kunsthistorikerin.
An den bis ins jede kleinste Einzelheit wirklichkeitsgetreuen Kostümen und Sets kann man sehen, wie das Leben im Hochbarock ausgeschaut hat. Sie ermöglichen geradezu ein Eintauchen in diese Epoche.
Deswegen ist diese „Angélique“ allein schon optisch ein Hochgenuss, mit dem sich nur sehr wenige Filme messen können.
Aber auch die Schauspieler sind ausgezeichnet, vor allem die wunderschöne Nora Arnezeder als Angélique und der charismatische Gérard Lanvin als ihr Gatte Joffrey.
Diese zwei spielen sehr natürlich und sehen genauso aus und zeigen die Charaktere der von ihnen gespielten Figuren exakt wie sie von Anne Golon in ihrem Buch beschrieben worden sind.
Joffrey ist in diesem Film um 25 Jahre älter als Joffrey im Buch, ein Mann in seinen Fünfzigern also, aber meiner Meinung passt sein filmisches Alter mehr zu seinem Charakter und macht die Lebenserfahrung und die Weisheit, welche diese Gestalt ausstrahlt, einfach glaubhafter.
Darüber hinaus darf man nicht vergessen, dass in früheren Zeiten ein Unterschied von 40 Jahren unter Eheleuten nicht selten vorkam.
Ich finde auch, dass Gérard Lanvin trotz seines Alters ein ungemein attraktiver Mann mit viel Sex-Appeal ist, was man in der sinnlichen, aber dennoch sehr zärtlichen Liebenszene sehen konnte. In dieser Szene fühlte der Zuschauer auch geradezu die aufkeimende Liebe zwischen Angélique und Joffrey, die sich danach im Laufe der Jahre ihrer Ehe immer mehr vertiefte, so wie es in der Zeit, in welcher der Film spielt, einfach üblich war.

Wenn es um das Drehbuch geht, weicht es zwar von der Handlung des Buches ab, aber meiner Meinung ist dies nichts verwunderliches, denn Buch und Film sind zwei verschiedene Medien und außerdem ist es kein leichtes Unterfangen einen 1000 Seiten starken Roman in zwei Stunden Filmzeit zu packen.
Anne Golon hat diese Änderungen übrigens gebilligt und im Bonusmaterial zur französischen Fassung der DVD gesagt, dass es für sie das Wichtigste ist, dass die Atmosphäre ihres Buches hinübergebracht wurde und sie glücklich ist, dass ihre Angélique und ihr Joffrey so gezeigt wurden, wie es sich immer gewünscht hat.

Ich wiederum wünschte, auch für Anne Golon, die für mich die Königin der historischen Romane ist, dass es in der Zukunft einen zweiten Teil gäbe, z. B. „Angélique und der König“, in dem Nora Arnezeder neben talentierten David Kross, der in diesem Film Ludwig XIV. spielt, in der Pracht von Versailles brillieren könnte!
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TOP 500 REZENSENTam 30. Oktober 2014
Mit über 150 Millionen verkauften Büchern in aller Welt gehört Anne Golons Romanserie um die schöne Angélique de Sancé zu den erfolgreichsten Büchern aller Zeiten und selbst skeptische Kritiker, die Abenteuerschinken grundsätzlich als "Trivialliteratur" betrachten, mussten überwiegend anerkennen, daß die Romane, was den geschichtlichen Hintergrund anbelangt, bemerkenswert gut recherchiert waren und ein sehr stimmiges, atmosphärisch dichtes und vor allem historisch korrektes Bild Frankreichs zur Zeit Louis XIV zeichneten.
Kein Wunder, daß seinerzeit Verfilmungen der ersten Bände nicht lange auf sich warten ließen und ganz egal, ob man die fünf Filme aus den Sechziger Jahren, die vor allem auf viele bunte Schauwerte setzten, nun mag oder nicht, auf jeden Fall haben sie dazu geführt, daß wohl jeder, der sie kennt, Robert Hossein und Michèle Mercier, die darin beide wohl die Rollen ihres Lebens spielten, mit den Hauptrollen identifiziert - schon alleine das machte eine Neuverfilmung zu einem etwas gewagten Unterfangen, ganz abgesehen davon, daß Kostümschinken dieser Art seit langem ziemlich aus der Mode gekommen sind.
Dennoch lohnt sich sowohl für "alte" Angélique-Fans als auch für Liebhaber von Liebesgeschichten vor historischem Hintergrund, die weder die Romanvorlagen noch die alten Filme kennen, ein Blick auf Ariel Zeitouns Remake durchaus.

Für diejenigen, die tatsächlich nicht wissen sollten, worum es geht:
Mitte des 17. Jahrhunderts wird Angélique de Sancé (Nora Arnezeder), Tochter eines verarmten Landadeligen aus Südfrankreich, gegen eine beträchtliche Summe Geldes mit dem deutlich älteren Grafen Joffrey de Peyrac (Gérard Lanvin, "Mon homme", "À la petite semaine") verheiratet.
Nach anfänglicher Abneigung gegen diese Zweckehe entwickelt Angélique schließlich doch Gefühle für den weitgereisten, lebenserfahrenen und sehr belesenen Mann und die Ehe gestaltet sich sehr glücklich.
Jedoch wird die Quelle des Reichtums der Peyracs, eine Mine, aus der der Graf mit naturwissenschaftlichen Methoden, die der Zeit weit voraus sind, Gold gewinnt, von diversen Vertretern der Kirche misstrauisch als mögliche Hexerei beäugt und als auch noch bekannt wird, daß Angélique in jungen Jahren Zeugin einer geplanten Verschwörung gegen den König wurde, sollen der Graf und seine Frau aus dem Weg geräumt werden...

Interessanterweise versucht Zeitoun in keinem Augenblick, die alten Angélique-Filme zu kopieren, sondern wählt einen ganz anderen Ansatz:
Waren die Originalfilme in erster Linie kunterbunt ausgestattete Abenteuer- und Schmachtfetzen um zwei schöne Menschen in schönen Kulissen mit einem Hauch von sehr dezenter Erotik (was damals auf der Leinwand noch recht neu und gewagt war), so setzt Zeitoun mehr auf Authentizität und dadurch geraten gerade die beiden Hauptdarsteller, bei denen man hätte befürchten können, daß sie es schwer haben könnten, gegen die Erinnerung an Robert Hossein und Michèle Mercier anzuspielen, zum größten Pluspunkt des Filmes.
War Michèle Merciers Angélique einfach "nur" ein Hingucker, ein kokettes Püppchen, das mit typischem Sechziger-Jahre-Make-up und entsprechenden Frisuren etwas anachronistisch zwischen den neben ihr (mit Sicherheit gewollt) eher blass bleibenden anderen Damen herausstach, darf Nora Arnezeder eine Angélique zeigen, die nicht nur attraktiv, sondern auch und in erster Linie eine auch anderweitig interessante, belesene und für ihre Zeit verwirrend selbstbestimmte Frau ist, die zu ihrer Hochzeit aus Protest gegen die arrangierte Ehe in Männerhosen erscheint, verbotene Literatur in ihrer Bibel versteckt und, wenn es die Handlung erfordert, passenderweise auch mal mit struppigem und schlecht geschnittenem Haar zu sehen ist, während es bei den alten Filmen so manches mal schon einen Hauch von unfreiwilliger Komik hatte, daß die Heldin selbst in der Gosse noch immer aussah wie eine Titelblattschönheit.
Und auch Gérard Lanvin ist, so schnuckelig Robert Hossein seinerzeit auch war, der ungleich interessantere Joffrey, denn während Hossein manchmal ein wenig wirkte wie ein glatter Schönling, der durch seine Narbe nicht entstellt, sondern im Gegenteil überhaupt erst interessant wurde, ist Lanvins Joffrey hier wirklich ein vom Leben gezeichneter Mann.
Auch die Liebesgeschichte gewinnt durch die beiden authentisch gezeichneten und dazu sehr gut gespielten Hauptfiguren deutlich gegenüber den alten Filmen, denn während man dort einfach glauben musste, daß die beiden sich liebten, was mit nicht viel mehr als beider Attraktivität begründet wurde, wobei insbesondere bei Merciers Angélique der Umschwung vom kindlich-naiven Abgestoßenseinsein von einem "entstellten" Mann zu recht plötzlicher Leidenschaft ziemlich übergangslos erfolgte, sieht man hier tatsächlich eine sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, denen man die allmählich entstehende Zuneigung, eine gewisse Seelenverwandtschaft und schließlich die große Liebe in jedem Augenblick abnimmt.
Auch was die Szenenauswahl betrifft, orientiert sich Zeitoun nicht an den alten Filmen, sondern verwendet auch Szenen aus der Romanvorlage, die in den alten Filmen nicht vorkamen und lässt dafür anderes aus.
So verzichtet er zum Beispiel weitgehend auf die im alten Film einen weit längeren Zeitraum einnnehmende Gerichtsverhandlung und zeigt dafür den Besuch der verkleideten Angélique bei ihrem in der Bastille inhaftierten Mann, was sehr schön zu dem Ansatz passt, diesmal die berührende Liebesgeschichte mehr in den Mittelpunkt zu stellen.
An Schauwerten mangelt es dem Film trotzdem nicht, sowohl die Kostüme als auch die Ausstattung sind sehr aufwendig und stilsicher gelungen und auch bildgestalterisch ist der überwiegend mit natürlichem Licht gedrehte Film wirklich schön umgesetzt.
Besonders schön zum Beispiel, wie ein Zeitsprung dadurch verdeutlicht wird, daß Angélique, auf einer Schaukel sitzend, von einem Schwung zum nächsten auf einmal ein Kind auf dem Schoß hat und beim nächsten Schwung dann ein zweites.
Auch die Musik von Nathaniel Méchaly, die an einigen Stellen Passagen aus der alten Filmmusik von Michel Magne aufgreift, passt wunderschön.

Leider sind jedoch nicht alle Rollen so wunderbar besetzt wie die beiden Hauptrollen.
Nicht nur fehlen wirkliche Charakterköpfe in den Nebenrollen, wie die alten Filme sie zum Beispiel mit Charles Regnier und Jean Rochefort zu bieten hatten, sondern es gibt auch einige extrem gewöhnungsbedürftige Besetzungen.
So ist David Kross als Louis XIV schon keine ganz naheliegende Besetzung, wenngleich er in seiner zudem recht kleinen Rolle nichts wirklich "falsch" macht, aber eine wirklich krasse Fehlbesetzung ist Mathieu Kassovitz, der, deutlich sichtbar mehr als 20 Jahre älter als Nora Arnezeder, Angéliques Jugendfreund (!) Nicolas spielt.
Da er jedoch im Grunde nur am Anfang und am Ende des Filmes kurz zu sehen ist, kann man darüber durchaus hinwegsehen.

Unter dem Strich ist "Angélique" natürlich nichts weiter als eben "nur" ein Kostümschinken, der selbst dann, wenn man weder die Romane noch die alten Verfilmungen kennt, nicht mit nennenswerten Überraschungen aufwarten kann, aber als solcher ist er durchaus gelungen und zeigt eine ebenso romantische wie abenteuerliche und sinnliche und damit für Fans des Genres absolut sehenswerte Liebesgeschichte vor bewegtem historischen Hintergrund.

Die neue "Angélique" war von vornherein als Zweiteiler geplant und das Drehbuch für den zweiten Teil liegt bereits vor.
Offenbar wurde dieser jedoch aufgrund der verhaltenen Aufnahme des ersten Teiles im Entstehungsland Frankreich erstmal auf Eis gelegt.
Ich für meinen Teil sähe den zweiten Teil trotz meiner diversen kleineren Kritikpunkte zum ersten Teil gerne und hoffe, daß zumindest die DVD sich gut genug verkauft, daß der zweite Teil doch noch nachkommt.
Schließlich macht es Appetit auf mehr, wenn Angélique sich während des letzten Bildes an die Worte Joffreys erinnert, die, von Gérard Lanvin mit seiner wunderbar sanften dunklen Stimme noch einmal aus dem Off gesprochen, den Abspann einleiten:
"Même si tu vois mon cadavre, méfie-toi. Mourir n'est pas mon fort."
(Selbst, wenn Du meine Leiche siehst, sei misstrauisch. Sterben ist nicht meine Stärke.)
Es wäre doch ein Jammer, wenn ein solcher Cliffhanger für sich stehen bliebe.

Auf Amazon fr ist die DVD übrigens bereits erhältlich und kostet auch nur halb so viel wie hier;
allerdings enthält die Import-DVD nur die originale französische Tonspur.
2727 Kommentare40 von 43 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Eigentlich bin ich niemand, der Artikel bereits vor deren Veröffentlichung bewertet. Hier möchte ich aber gerne eine Ausnahme machen. Hat mich dieser Film doch besonders begeistert. Etwas erschrocken war ich, als ich mit nur sechs weiteren Zuschauern im Kinosaal auf diesen Film wartete. Und als ich den Kinosaal wieder verließ wusste ich, das hat dieser Film einfach nicht verdient.

Regisseur Ariel Zeitoun entstaubt die Geschichte aus den Romanvorlagen und erzählt von der Landadelstochter, die gegen ihren Willen an den sehr viel älteren und reichen Comte de Peyrac verheiratet wird. Hochwertig wurde der Film ausgestattet. Originalgetreue, hochwertig aussehende Kostüme und ein pompöses Setting sind mir sofort aufgefallen. Aber all das wäre nichts ohne eine gute Story und einen starken Cast.

Die Romanvorlage wurde natürlich etwas "zusammengestrichen". Das macht hier aber gar nichts, gelang der Film so doch äußerst kurzweilig, spannend, teilweise sogar rasant. Der erotische Inhalt der Vorlage wurde in dieser Verfilmung sehr ästhetisch umgesetzt, wirkt zu keiner Zeit billig und mit der Kamera kunstvoll eingefangen.

Aber auch den Cast sollte man nicht unerwähnt lassen. Nora Arnezeder macht als streitbare, romantische Heldin eine richtig gute Figur. Sie wirkt zu jeder Zeit glaubwürdig, taucht in ihre Rolle vollends ein, verleiht ihrem Charakter Tiefgang und entwickelt ihn im Laufe des Films immer weiter. Über eine streitbare starke bis zu einer liebenden Frau. David Kross in der Rolle des Sonnenkönigs wirkt anfangs schon etwas ungewöhnlich. Er nimmt sich seiner Rolle aber auch derart gut an, dass ihm die Darstellung schließlich doch überraschend glaubwürdig gelang.

Natürlich werde ich mir die DVD nach Erscheinen zulegen. Meine Rezension werde ich dann natürlich noch um Bild, Ton der DVD und Bonusmaterial ergänzen.

EDIT

Ich bewerte nun folgend das Mediabook (als Sammler ein Muss):

Das Mediabook wurde sehr hochwertig gestaltet, der Schriftzug "Angelique" wurde in Goldschrift angebracht. Als Bonusmaterial liegen der Edition verschiedenste Interviews bei. Desweiteren ist als Booklet eine Leseprobe aus dem Taschenbuch sowie ein Interview enthalten. Dies empfinde ich als sehr gelungene Idee, bekommt man so doch Lust, auch das Buch zu lesen. :-) Lose in der Edition enthalten sind zudem ein Poster zum Film sowie drei Sammelpostkarten. Hier finde ich etwas schade, dass diese nur lose beiliegen, in einer "Tasche" in dem Mediabook wäre etwas besser gewesen.

Desweiteren liegt dieser Edition der Film als DVD und blu ray bei.

Fazit:

Ein starkes Historiendrama. Wer noch die Möglichkeit hat, sollte ihn sich unbedingt im Kino ansehen. Oder jetzt kaufen, für Sammler ist das Mediabook ein Hingucker. Empfehlenswert!
33 Kommentare24 von 27 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. September 2015
Die Neuverfilmung ist nicht so schwülstig und steril schön wie die Filme von früher. Nora Arnezeder spielt Angelique als eine moderne, emanzipierte, starke Frau, Gerard Lanvin ist ein sehr männlicher, interessanter Peyrac.
Ich habe mir den Film sowohl auf Deutsch als auch im französischen Originalton angesehen, wobei ich das Original bevorzuge, da die peppigen Dialoge zwischen den beiden Hauptpersonen gerade in der Zeit des Sich-Zusammenraufens auf Deutsch nicht so gut zur Geltung kommen.
Für mich ist es ein berührender spannender Historienfilm und ich hoffe, dass es eine Fortsetzung geben wird.
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am 28. April 2015
Ich bin völlig unbelastet drangegangen (will heißen, ich hatte keine Ahnung von der Romanvorlage oder der Erstverfilmung aus dem Jahre 1964) - und das war sicher perfekt so.
Denn es ist ein wunderschöner Kostümfilm. Mit Liebe, gut gemachter historischer Einordnung und viel Spannung. Absolut sehenswert. Ob mit Partner, als "Mädelsabend" oder allein.
Viel Spaß!
11 Kommentar4 von 4 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. August 2015
Wer historische Liebesfilme mag, ist hier genau richtig. Schnulzig und doch mit dem gewissen Pepp, mit ein bißchen Geschichte, Drama und einem unerwarteten Ende ist dieser Film nicht nur Fans dieses Genres zu empfehlen.
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am 5. September 2014
Neulich hatte ich die Gelegenheit mir „Angélique – Eine große Liebe in Gefahr“ von Ariel Zeitoun anzuschauen und muss sagen, dass ich von diesem Film einfach bezaubert bin!
Die zwei Schauspieler, welche die beiden Hauptrollen verkörpern, also Nora Arnezeder als Angélique und Gérard Lanvin als ihr Ehemann Joffrey de Peyrac, sind hervorragend.

Für mich war Nora Arnezeder die ideale Wahl für Angélique, denn sie gab diese komplexe Gestalt nicht nur sehr natürlich wieder, sondern zeigte sie auch so, wie sie in den Büchern von Anne Golon war – als starke, intelligente und unabhängige junge Frau. Außerdem sieht Nora Arnezeder genauso aus, wie ich mir Angélique beim Lesen des Romans vorgestellt habe; sie hat die aristokratische und frische Schönheit dieser Heldin.

Wenn es um Gérard Lanvin geht, hatte ich vor dem Anschauen des Films Zweifel bezüglich seines Alters (im Buch ist Angélique 17 und Joffrey 29 Jahre alt, während im Film das Alter von Angélique zwar unverändert bleibt, aber Joffrey 40 Jahre älter ist als sie), die jedoch sofort und vollkommen verschwanden, als ich seine Darstellung sah, denn er spielte diese Rolle mit großer Sensibilität, Charme und Charisma, wodurch er Joffrey die Züge eines wahren Grandseigneurs verlieh, der diese Figur im Buch war.

Um auf den Altersunterschied zwischen den Haupthelden des Films zurückzukommen, war er überhaupt nicht spürbar, da beide als ebenbürtige Partner auftraten, was bewirkte das die Liebesgeschichte von Angélique und Joffrey sehr glaubwürdig und sinnlich war.
Das hat mich überrascht, denn ich dachte, dass so eine große Altersdifferenz unüberbrückbar sei, aber Nora Arnezeder und Gérard Lanvin haben diese scheinbar unmögliche Sache geschafft.

In zwei von vielen berührenden Szenen in diesem Film haben mich Nora Arnezeder und Gérard Lanvin mit ihrer schauspielerischen Kunst besonders beeindruckt: in der Szene, wo Joffrey verhaftet wird und sich von Angélique verabschiedet und in der Szene, in der Angélique Joffrey in der Bastille besucht. Als ich diese zwei Ausschnitte gesehen habe, habe ich Tränen in den Augen gehabt und dass ist mir noch nie beim Anschauen irgendeines Films passiert!

Was die visuelle Seite von „Angélique – Eine große Liebe in Gefahr“ betrifft, verdienen die Aufnahmen des Kameramanns, Peter Zeitlingers, große Beachtung, denn sie wurden fast ausschließlich unter der Verwendung von natürlichem Licht gedreht!

Die Innenräume, die sehr realistisch und mit viel Liebe zum Detail eingerichtet wurden sowie die epochengetreuen Kostüme, an denen die Kostümbildner Edith Vesperini und Stéphane Rollot mit außergewöhnlicher Sorgfalt, die auch solche Kleidungsstücke wie Hemden, Strümpfe und Schnürleiber umfasste, gearbeitet haben, bewirkten, dass ich mich ins 17. Jh. hineinversetzt fühlte.

Ich würde auch gerne die stimmungsvolle Musik von Nathaniel Méchaly erwähnen, die viel zu der Atmosphäre des Films beigetragen hat und die ich mir auch ohne Bild mit großem Vergnügen anhören könnte.

Zusammenfassend gesagt ist „Angélique – Eine große Liebe in Gefahr“ ein wunderbarer, bewegender und sehr romantischer Kostümfilm, angelehnt an das Motiv des Märchens „Die Schöne und das Biest“.
Ich hoffe wirklich sehr, dass weitere Teile des Films gedreht werden und warte auf sie mit großer Ungeduld!
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am 11. November 2014
Es ist schön zu sehen, dass heutzutage noch solche Filme gemacht werden! Im Gegensatz zu vielen Hollywood-Blockbustern wird hier den Charakteren noch Zeit gegeben sich zu entwickeln und dadurch gewinnen sie enorm an Glaubhaftigkeit. Die Story bekommt eine ganz andere Intensität als Beispielsweise die Neuverfilmung von die Schöne und das Biest, an den die Handlung an manchen stellen schon etwas erinnert, wo aber die Handlung bzw. die Gefühlswechsel der Hauptdarsteller viel zu wenig Raum erhält und daher für den Zuschauer oft kaum Nachvollziehbar erscheint. Hier hingegen freut und liebt, aber auch kämpft und leidet man mit Angélique mit und wird regelrecht in ihre düstere Lebensgeschichte hineingezogen. Wer wunderbar authentische Kostüm- und Historiefilme, eine bewegende Lovestory mit wahrhaftiger Liebe bis in den Tod und vor allem auch eine gut erzählte Geschichte mit glaubhafte Charaktere mag, kann bedenkenlos zugreifen :)

Mir ist ein Rätsel wieso der Film in seinem Heimatland eher bescheidenen Erfolg hatte. Ich liebe solche Filme und hoffe sehr, dass sich wenigstens die DVD/Blu Ray gut genug verkauft für einen zweiten Teil !
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am 18. November 2015
Wer die komplette Filmreihe mit Michèle Mercier und Robert Hossein kennt, wird von diesem Remake auf's herbeste enttäuscht. Diese Produktion ist vom Inhaltund der Regie in keinster Weise mit dem Original zu vergleichen. Die "dramaturgischen Kürzungen sind einfach nicht hinnehmbar. Auch die schauspielerische Leistung der Darsteller läßt zu Wünschen übrig!
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am 13. November 2015
Die Verfilmung ist großartig und die Schauspieler sind sehr gut gewählt.
Mir gefallen vor allem die Dialoge und die Ausstattung im Film. Alles sehr gut abgewägt.
Also ich kann diesen Film nur weiterempfehlen und ich hoffe, dass es einen weiteren Teil davon geben wird.
Es gefällt mir persönlich besser die alten Angelique Filme ...
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