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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Anerkennen was ist!!!,
Von automatixxx "par" (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Anerkennen was ist: Gespräche über Verstrickung und Lösung (Taschenbuch)
Eine hervorragend Wahl für Menschen, die mehr über das Leben mit sich selbst und anderen, die eigene Existenz und wie Hellinger das betrachtet etc. wissen wollen! Vorsicht, die Auseinandersetzung mit dem Thema taugt nicht für jeden! Es kann einen im Innersten treffen und ungeahnte Energien freisetzen! Mut zu Gedankenexperimenten jenseits des politisch Korrekten, philosophische Grundkentnisse und eine gute mentale Kondition sind vorteilhaft. Hellinger spricht Wahrheiten aus, die vorab erstmal sehr wehtun/irritieren können. Das ist wohltuend "unzeitgemäß", kann nachhaltig befreiend wirken und mit dem Leben versöhnen. Man KANN viele hochspannende Anregungen für sich selbst mitnehmen! Man sollte jedoch auch den Mut haben, das Buch ggf. wegzulegen oder einzelne Kapitel zu überspringen. Persönliche Arbeit damit gehört m.Meinung nach in Profi-Hände, das Thema ist komplexer als es vordergründig scheint! Rein wissenschaftlich-distanziert und analytisch kann man sich nicht durch die Lektüre mogeln, irgendwo erwischts einen, Hellingers Betrachtungen, Ansätze und Ausführungen sind existentiell und in diesem Sinne eine Bereicherung für jeden, der sich traut!
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172 von 188 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
B. Hellingers therapeutischer Ansatz und dessen Grundprinz..,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Anerkennen, was ist. Gespräche über Verstrickung und Lösung (Gebundene Ausgabe)
Bert Hellinger studierte Philosophie, Theologie und Pädagogik. Nach 16 Jahren Tä-tigkeit in einem Missionsorden in Südafrika wurde er Psychoanalytiker und gelangte später zu der ihm eigenen System- und Familientherapie. Die Journalistin Gabriele ten Hövel führt in dem mir vorliegenden Buch enge Ge-spräche mit B. Hellinger über sein Denken und therapeutisches Tun. Während dieses Interviews wird Hellingers Erkenntnisweg deutlich, der für ihn be-ginnt mit dem Anerkennen, was ist. In seiner therapeutischen Arbeit ist es ihm wich-tig, nur von den Ereignissen seiner Klienten zu wissen und nicht, was der Klient dazu denkt oder gerade fühlt. Auf diese Weise deckt er Verstrickungen auf, die das Leben des Klienten beeinflussen. Dabei bedient er sich der Methode der Familienaufstel-lung. Er zeigt dem Klienten auf, welche "Ordnung" innerhalb der Familie besteht und wie durch verschiedene Ereignisse, zum Teil aus der Vergangenheit, Verstrickungen entstehen. Im Gespräch mit Gabriele ten Hövel wird seine Einstellung zu Zeitthemen deutlich, z.B. Verstrickung und Freiheit, Bindung und Liebe, den Fortschritt durch Schuld und die Illusion der Macht. Die vorliegenden Gespräche laden den Leser zu einem Wechselbad der Gedanken und Gefühle ein. Mir erging es beim Lesen nicht anders. Durch viele anschauliche Beispiele aus seiner Praxis begann auch ich, mir Gedanken über meine Familie zu machen und stellte selbst Verstrickungen fest. Diese Feststellung ließ mich lange nicht mehr los. Ich erlebte, wie mir plötzlich Zusammenhänge deutlich wurden und sich dadurch ein anderes Verständnis für meine Familiensituation entwickelte. B. Hellingers Einstellung zu den Themen der Familie provoziert auch den Leser, seine eigenen Gedanken zu überprüfen. Er vertritt nicht immer die allgemein gültige Moral unserer Gesellschaft, sondern verdeutlicht auch Hintergründe, die zu den ge-nannten Verstrickungen führen. So wird für den Leser eine Auseinandersetzung mit der eigenen Person unumgänglich. Das widerum halte ich für eine positive Bereiche-rung und Anregung, die eigenen Meinungen zu hinterfragen. Daher kann ich dieses Buch nur weiterempfehlen. Es ist leicht verständlich geschrie-ben und wirkte auf mich faszinierend. Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis - "Leiden ist leichter als Lösen" - "Ich füge mich der erkannten Wirklichkeit" - "Jeder ist auf seine Weise nur verstrickt" - "Wer sich zu gut ist, böse zu sein, zerstört die Beziehung" - "Wer im Einklang ist, kämpft nicht" - "Das Große liegt im Gewöhnlichen" - "Fortschritt ist mit Schuld verbunden" - "Besserwisser weigern sich zu wissen" - "Sünden haben auch gute Folgen" - "Sexualität ist größer als die Liebe" Petra Dohmen Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
72 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Achtung vor dem Schicksal,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Anerkennen, was ist. Gespräche über Verstrickung und Lösung (Gebundene Ausgabe)
Bert Hellinger kann heftige Reaktionen auslösen, sowohl bei seinen Anhängern und Klienten als auch bei seinen Kritikern. Wenn jemand derart polarisiert, wird er vermutlich etwas Un- oder sogar Außergewöhnliches tun, dachte ich mir (wobei ich bewußt auf eine positive oder negative Wertung verzichte). Mein Interesse an Hellinger war also geweckt, und als mir eine Freundin dieses Buch als eins ihrer Lieblingsbücher beschrieb und mir anbot, es mir auszuleihen, begann ich, darin zu lesen und war erstaunt, auf was für einer tiefen Ebene es mich ansprach. Ich habe dieses Buch gern gelesen, weil es mich an intuitiv einleuchtende Weisheiten erinnert hat, die bei mir auf einer (für mich) erstaunlich tiefen (Gefühls)-ebene Resonanz fanden. Es ist ein Buch, das mir beim Lesen wie kaum ein anderes ein Gefühl der Ruhe und geistigen Sammlung eröffnet hat. Hellingers Sprache ist sehr klar. Er benötigt keinen populären oder akademischen Psycho-Jargon, sondern spricht Wesentliches in einfachen, alltäglichen und jederzeit verständlichen Worten an. Während der Großteil der Autoren heutiger Pop-Psychologie und Erfolgskonzepte eine allumfassende Machbarkeit und Verwirklichbarkeit aller nur denkbaren Träume propagiert, macht Hellinger in diesem Buch überhaupt keine Versprechungen. Stattdessen empfiehlt er eine Achtung vor dem (persönlichen) Schicksal: aus dem Anerkennen dessen, was ist, erwachse nämlich eine tiefere, ruhigere und letztlich stärkere Kraft als aus oberflächlichen alles-ist-möglich-Ideologien wie Kommunismus, Liberalismus oder den Erfolgsrezepten populärer Erfolgstrainer und Börsengurus. Interessant fand ich dabei, daß für Hellinger aus seiner Einsicht in die Unabwendbarkeit des Schicksals nicht etwa hoffnungslose Ernüchterung, Resignation oder Verzweiflung folgen. Sondern eher eine Haltung, die sich vielleicht als "Ehrfurcht vor dem Schicksal" beschreiben lässt: eine Haltung aus der einem -- sagt zumindest Hellinger -- auch Kraft zufließen kann, sofern man in der Lage ist, anzuerkennen, was ist und im Einklang damit zu leben. Das klingt altmodisch und riecht nach Religion, und ich tue mich auch ziemlich schwer damit. Mir scheint aber doch etwas richtiges darin zu liegen, auch wenn ich noch nicht recht weiß, was genau oder wie das umzusetzen wäre. Es ist jedenfalls ein Gedanke, den man so weder in der akademischen noch in der Pop-Psychologie findet (die entweder in Termini moderner technologischer oder evolutionstheoretischer Metaphern denkt oder nur oberflächliche Anleihen bei den verschiedensten religiösen Traditionen machen). Er scheint im modernen (von den Ideologien der Aufklärung, des Evolutionismus und zuletzt der Informationstheorie geprägten) Denken fast ganz verlorengegangen zu sein. Doch nicht nur an religiöse Traditionen erinnerten mich viele von Hellingers Gedanken. Fast erinnerte mich sein Stil auch an einige Passagen des späten Marx ... Obwohl ich das Buch sehr lohnend fand, würde ich persönlich doch keine Familienaufstellung bei Hellinger machen wollen. Und schon gar nicht bei einem der zahlreichen seiner selbsternannten Methoden-Anwender, von denen viele ernsthaft zu glauben scheinen, sich in ein paar Wochenend-Crash-Kursen zum "Familienaufsteller" qualifizieren zu können und sich dadurch berechtigt (oder gar "zertifiziert") fühlen, diese Art des Rollenspiels als universell wirksame Schnell-Therapie propagieren: darin sehe ich eher eine traurige, verzweifelte Trend-Hopping-Strategie wohl oft persönlich selbst orientierungsloser und tendenziell stets von Arbeits- und Einkommenslosigkeit bedrohter Anbieter auf einem mehr und mehr übersättigten Glaubens- und Psychomarkt, von denen wohl viele im Grunde Schwierigkeiten haben, mit ihrem (oft akademischen) Background potentiellen Klienten überhaupt einen substantiellen und überzeugenden Nutzen zu bieten. Diese Leute haben mein Mitleid, aber nicht mein Vertrauen als Klient. Hellinger selbst macht in diesem Buch keinerlei Werbung für seine "Therapiemethode" und propagiert sie auch in keiner Weise, was ich sehr angenehm fand. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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