Die Zwillinge Jan und Miri sind ganz gewöhnliche Jugendliche mit typischen Problemen, z.B. schlechten Noten. Nach einer total verpatzten Physikarbeit lässt sich Jan mit dem fiesen Kevin auf eine Wette ein, die er bald schon bereut, da sein PC auf dem Spiel steht. Wie kann er es schaffen, bis zur nächsten Arbeit endlich durchzusteigen?
Auch Andy Zero, jüngster Captain der United-Galaxy-Alliance-Flotte, hat Probleme. Sein Widersacher Professor Dillitzer, der genau wie er auf der Suche nach der Weltformel ist, hat mehr Geld, moderneres Equipment und die bessere Medienpräsenz. Andy muss unbedingt seinen neuen Photonentunnel testen, ohne dass Dillitzer davon Wind bekommt. Also macht Andy sich auf den Weg zu Erde, die so schön abseits liegt.
Als Andy den Tunnel testet, katapultiert er Jan und Miri zu sich auf die Magellanus und in die Zukunft. Damit beginnt ein grandioses Abenteuer, in dessen Verlauf die Zwillinge auf ganz besondere Weise alle Grundlagen der Relativitätstheorie, Quantenphysik und Kosmologie erfahren. Sie treffen Albert Einstein, beobachten eine Supernova, fliehen vor einem schwarzen Loch und reisen sogar zum Urknall zurück ...
Schon die Aufmachung ist sehr ansprechend: Illustrationen, Schaubilder, ein großes, übersichtliches Format. Der Mix aus physikalischem Wissen und einer spannenden Geschichte ist perfekt gelungen. Als ich 14 war, fing ich an mich brennend für Physik zu interessieren und alles zu verschlingen, was mir an populärwissenschaftlicher Literatur in die Finger kam. Wenn es damals schon ein Buch wie „Café Andromeda" gegeben hätte, hätte ich es definitiv zu meiner Lieblingslektüre erklärt.
Naturwissenschaftlich interessierte Jugendliche werden „Café Andromeda" sicher mit der gleichen Begeisterung lesen. Und wer noch nicht auf den Geschmack gekommen ist, findet hier die perfekte Einstiegsdroge. Da Jan und Miri - und damit der Leser - nicht einfach nur Wissen vorgekaut bekommen, sondern alles hautnah erleben, werden selbst komplexe Zusammenhänge verständlich. Das ist Physik zum Anfassen, macht neugierig und vor allem macht es auch Spaß, weil die Geschichte in sich stimmig ist. Flott erzählt, dient sie nicht nur als Aufhänger für Fakten sondern könnte auch bestens für sich allein stehen.
Ein besonderes Extra sind die witzigen Wortschöpfungen, denn in der Zukunft sagt man natürlich nicht mehr „cool" oder „krass", sondern ... na, einfach selber lesen und herausfinden.