Eine in der Wüste des amerikanischen Südwestens gelandete Raumkapsel hat etwas Tod bringendes mit zur Erde gebracht. Fast jeder Bewohner eines kleinen Wüstenkaffs, in das man die Kapsel brachte, stirbt einen schnellen und grausamen Tod. Nur ein Baby und ein alter Trunkenbold scheinen immun zu sein gegen den unsichtbaren Tod aus dem All - warum? Um das zu klären und um den tödlichen Eindringling zu lokalisieren, bemüht sich ein kleines Team spezialisierter Spitzen-Wissenschaftler in einem streng geheimen, unterirdischen und hermetisch isolierten Laborkomplex in der Wüste Nevadas, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen und die Menschheit vor der Ausbreitung des nur my-großen Aliens zu bewahren.
Der weitere Verlauf des Films schildert die überaus spannende und keineswegs trockene Tätersuche im Labor durch Tierversuche, sensorische Abtastung usw. Und tatsächlich wird die fremde Bedrohung letztlich lokalisiert, untersucht und Gegenmaßnahmen zur Neutralisierung des "Andromeda" Virus entwickelt. Diese greifen aber (fast?) nicht mehr rechtzeitig, denn durch ein Leck im Sicherheitssystem droht dem Speziallabor die Verseuchung und die atomare Selbstzerstörung. Letztere würde aber den frei gewordenen Erreger dermaßen mit Energie auftanken, dass er nicht mehr zu stoppen wäre. Im Labor beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit um die automatisierte Selbstvernichtung aufzuhalten... Soweit zum Inhalt.
"Andromeda", basierend auf einem Roman von Jurassic-Park-Erfinder Michael Crichton, ist ein Musterbeispiel dafür wie spannend wissenschaftliche Themen in der Hand eines Könners filmisch adaptiert werden können. Trocken wie die Wüste Nevadas hätte man die Arbeit im Labor darstellen können - oder aber erschreckend realistisch und höchst spannend wie hier gelungen. Kein Science Fiction Movie, dafür ist es zu vorstellbar. Ein Science Fact Film, der vermutlich sehr wirklichkeitsnah die Arbeit der Forscher in tatsächlich existierenden Hochsicherheitslabors wiedergibt, wie z.B. dem CDC (Center of Desease Control) in Atlanta.
Was mich bei der DVD besonders gefreut hat (ich hatte es bei dem Alter des Films nicht erwartet: zum einen kommt der Film in einer brillanten Bildqualität daher, zum anderen wird dem Käufer ein höchst interessantes Making of als Extra spendiert. In dem finden sich interessante Interviews mit Michael Crichton, wissenswerte Fakten zur Konstruktion des unterirdischen Labors, zu den Dreharbeiten, zur Tricktechnik, zur Auswahl der Hauptdarsteller und vieles mehr. Allein das war für mich nachträglich schon den DVD-Kauf wert!
Fünf Stern hat sich "Andromeda" also redlich verdient - eine eindringliche Empfehlung für all jene, die sich für extrem spannende Wissenschaftsfilme begeistern oder besser verstehen wollen, warum die im Film gezeigten Sicherheitslabors so wichtig für uns alle sind bzw. sein könnten.