Wer seit Jahrzehnten die Entwicklung der Fotografie beobachtet, findet mit diesem Band ein Stück Geschichte. Die Entwicklung - und die Suche - des Andreas Gursky nach einem - seinem - gangbaren Weg in der Fotografie. Selten treffe ich Leute, die Gursky kennen, und er erschließt sich ja nicht jedem auf den ersten Blick. Ich liebte seine großen Arbeiten. Ungestützt fallen mir ein: 99 Cent und Bochum, Ruhruni. In diesem Band nun reihen sie sich ein in die Geschichte des Andreas Gursky. Ich verstehe ihre Entstehung, und zwar nicht nur aufgrund der gekonnten Auswahl, sondern auch wegen der qualifizierten Beschreibung durch Martin Hentschel, dem Herausgeber. Es ist ein Band feiner, fast konservativer Buchdruckkunst, den man immer wieder in die Hand nehmen möchte. Es ist eine Arbeit, die meine Sichtweise auf die Fotografie neu ordnet, ein Band, der mich die nächsten Jahre begleiten wird.