Wenn es darum geht, sich (musikalische) Wünsche zu erfüllen, ist André Rieu für gewöhnlich mit Feuer und Flamme dabei. Er scheut dann weder Kosten noch Mühen. Das Schöne daran ist, dass er sein Publikum am Wahrwerden seiner Träume teilhaben lässt.
Nachdem der Star-Violinist aus Maastricht zuletzt von sich reden machte, weil er den Nachbau von Schloss Schönbrunn in Originalgröße nach Kanada und Australien verschifft hatte (eine logistische Meisterleistung!), um vor jener Kulisse mit seinem 50-köpfigen Orchester aufzutreten, spielte er diesen Sommer einmalig in der weltberühmten Semperoper in Dresden. Dort nahm er sein neuestes Konzert auf: »Ich tanze mit dir in den Himmel hinein«. Für wen André diesen langsamen Walzer im Besonderen spielt, dürfte im Umfeld von »Hoch sollen sie leben« und dem »Hochzeitsmarsch« selbsterklärend sein.
Teile der Audio-Aufnahmen und der gesamte Video-Mitschnitt des festlichen Programms werden diesen Herbst als CD und DVD veröffentlicht. Opulent ausstaffiert, wie man es bei dem Klassik-Entertainer gewohnt ist, kann man die Show mit Sicherheit wieder als ein großes Fest für Augen und Ohren bezeichnen.
Anders als zu Beginn seiner internationalen Karriere, die vor 14 Jahren mit dem »Second Waltz« und dem Album »Strauß & Co.« begann, baut André Rieu seit geraumer Zeit gern Chöre und Gesangssolisten in seine Musikproduktionen ein. So auch in Dresden, wo nicht zuletzt eine gewisse Mirusia Louwerse die Herzen der Zuschauer im Sturm eroberte.
Die Sopranistin war bereits vergangenes Jahr bei der Produktion »André Rieu im Wunderland« mit von der Partie und begleitete den »Walzerkönigs« und sein Ensemble auf der sich anschließenden Tournee. Diesmal hat Rieu seiner Gesangsentdeckung, Tochter niederländischer Auswanderer aus Brisbane in Australien, aber noch weitaus mehr Platz im Programm eingeräumt.
Mirusia spricht begeistert über die musikalische Allianz mit dem Stehgeiger und seinem Ensemle. »Ich bin in Australien geboren und aufgewachsen und hatte mich schon als Kind in die herrliche Musik von André verliebt. Wie oft habe ich davon geträumt, irgendwann mit ihm auf der Bühne stehen zu dürfen. Als er dann eines Tages anrief und mich zu einem Vorsingen einlud, traute ich meinen Ohren nicht! Ich packte sofort meine Koffer und flog bis ans andere Ende der Welt«, erinnert sich die 23-Jährige.
»Es war Liebe auf den ersten Blick – besser gesagt: vom ersten Ton an – zwischen meiner 200 Jahre alten Stradivari und dieser bezaubernden Sängerin, und wissen Sie was, die Wiener Walzer von Johann Strauß haben diese Romanze entflammen lassen«, schwärmt Rieu. Er selbst sei »der seligste Mensch auf Erden«, schreibt er im Booklet seines neuen Albums, denn er dürfe »Zeuge dieses Glücks sein«. Und das wiederum teilt er nur allzu gern mit seinem Publikum.
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