Andrax ist seiner Welt entrissen worden und zweitausend Jahre in die Zukunft katapultiert worden. Er hat mit Holernes, einem ebenso starken Mann, wie er es ist, einen starken Verbündeten und Freund an seiner Seite, der mit ihm kämpft. Gemeinsam reisen sie durch eine Welt in der sich Zeit und Raum immer wieder zu verschieben scheinen.
In diesem Band fliegen sie einen Düsenflieger und begegnen einem aufsässigen van Gogh, der zwar Maler ist, sich aber auch als Freiheitskämpfer herausstellt. Wo er lebt, wird alles viereckige verehrt und runde Formen sind absolut ketzerisch. Andrax und Holernes bekämpfen das Problem an der Wurzel. Außerdem müssen sie gegen geflügelte Wesen und ein leibhaftig gewordenes Monster von Dr. Frankenstein und den verrückten Wissenschaftler selbst antreten. Danach begegnen ihren sogar Dämonen, vampirartige Wesen und ein tentakelbesetztes Monster. Nachdem sie all diese Gefahren überstanden haben, versetzt es das Team in den Wilden Westen. Dort begegnen Andrax und Holernes Berühmtheiten wie Davy Crockett oder Billy the Kid und sie wohnen zahlreichen, geschichtlich wichtigen, Ereignissen bei. Zusätzlich sitzt ihnen ein Knochenmann im Nacken, der ihren Tod will.
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Mit "Gnadenlose Jagd" ist die Andrax-Reihe abgeschlossen, auch wenn sie kein echtes Ende hat. Die Comics sind in den 70er Jahren in "Primo" erschienen und liegen hier nun als Gesamtausgabe in fünf Bänden vor. Aus heutiger Sicht sind sie nicht die höchste Erzählkunst, machen aber trotzdem Spaß. Es fällt auf, dass Gewalt immer mit Gegengewalt bekämpft wird, was typisch für die damalige Comic-Welt war. Realistisch ist immerhin, dass Andrax und Holernes nicht jeden Kampf spielend gewinnen, sondern ab und an auch in echte Bedrängnis gelangen. Die skurrilen Welten, in denen sie landen, sind durchaus originell erdacht. Ob Monster oder Wilder Westen, geflügelte Menschen oder eine Stadt, in der alles eckig ist, alles sind originelle Ideen, von denen man gerne liest.
Die ersten Geschichten sind alle äußerst kurzweilig und machen eine Menge Spaß, leider bleibt der Part, der im Wilden Westen spielt, trotz der guten Grundidee dahinter stark zurück. Man vermisst nicht nur die fantastische Umgebung, sondern es passiert einfach über viele Seiten hinweg nichts wirklich spannendes. Die Helden geraten in eine historische Auseinandersetzung nach der nächsten, spätestens nach dem dritten Szenenwechsel will man mehr. Abwechslung bietet lediglich der geheimnisvolle Knochenmann, aber auch dieser Handlungsfaden wird leider komplett wieder fallen gelassen und auf äußerst unbefriedigende Weise zu einem Ende geführt.
Fazit: Der letzte Andrax-Band erzählt einige spannende Geschichten, hat aber auch seine Längen. Sein Alter merkt man ihm deutlich an. Er ist nur für Nostalgiker und Fans ein absolutes Muss.