Erster Eindruck: Zum Läusemelken gut!
Amaryllis Meisenstar hat ein Comeback gestartet und ist auf Anhieb mit ihrem Meisenwiesensong Nummer 1 der Charts geworden. Alle sind begeistert von dem Song nur einer nicht Andi Meisfeld, ihm geht der Titel gehörig auf die Fühler. Kurze Zeit später erhält der Ameisendeketiv von der Königin den Auftrag den Star zu schützen, denn sie erhält annoyme Anrufe und Drohbriefe. Wird es auf dem geplanten Konzert auf der Meisenwiese zu einem Anschlag auf Maryllis kommen? Wer steckt hinter den feigen Attacken?
Mit Andi Meisfeld liegt eine wirklich schöne Kinder- und Jugendserie vor, die ihren großen Charme durch die Verlagerung des Geschehens in eine Ameisenkolonie zieht. Man fühlt sich zwar eindeutig an die zeit der großen Europa-Krimi-Klassiker erinnert, aber durch das konsequente Anwenden des Themas (und sei es nur, alles "dufte" zu finden...) kommt viel frischer Wind hinein. Ein weiterer positiver Punkt ist, dass die Story wirklich gut durchdacht ist. Man merkt, dass den Machern die Serie am Herzen liegt und nicht einfach so drauflos geschrieben wurde. Abgerundet durch die vielen stimmungsvollen Details und das witzige Meisenwiesenlied kommt ein wirklich schönes und unterhaltsames Hörspiel raus.
Tom Steinbrecher ist nicht nur Produzent und Autor der Serie, sondern spricht auch gleich den symphatischen Hauptcharakter. Auch hier merkt man, wie viel ihm an diesem Projekt liegt, denn an seiner Sprecherleistung ist nichts zu bemängeln. Als Amaryllis Meisenstar, die berühmte Sängerin, hört man Alexandra Doerk, die seit Jahrzehnten viele Hörspielrollen geprägt hat. Wie in der ersten Folge wirken hier wieder die Hörspielurgesteine Andreas von der Meden und Konrad Halver mit, als Gastrolle hören wir Lutz Mackensy. Doch auch all die anderen kleinen und großen Rollen sind mit engagierten Sprechern besetzt.
Die musikalische Untermalung schafft es, gleichzeitig nach den alten Klassikern und neuen, zeitgemäßen Sounds zu klingen. Auch die Geräusche schlagen eine Brücke zwischen dem mittlerweile typischen Dreamlandklang und der Zurückhaltung eines Jugendhörspiels.
Das Cover ist trotz seiner Schlichtheit wirklich gelungen. Nur auf weiß gehalten ist die Zeichnung detailgetreu und liebevoll gestaltet worden. Ein besonderes Highlight ist sicherlich das Tourplakat von Amaryllis Meisenstar im Inlay der CD. Auch hier gilt: Manchmal ist weniger viel, viel mehr!
Fazit: Wieder mal ein echter Hit aus dem Ameisenhügel. Auch die zweite Folge weiß zu begeistern. P.S.: Mein Tipp - Lied auf Maxi-CD pressen, Video drehen und Platz 1 der Charts erobern...