Endlich ist er wieder da: Andi Meisfeld erlebt sein erstes kleines Jubiläum mit seinem nunmehr fünften regulären Abenteuer. Auch hier erzählt man wieder eine Geschichte, der ein recht gerader, unverwinkelter Plot zu Grunde liegt. Das ist kein Manko, denn ein Unterhaltungshörspiel für Kinder funktioniert so oft am Besten. Zudem heißt es ja nicht, dass es hier eintönig zuginge - im Gegenteil: Dieses Hörspiel ist höchst unterhaltsam, weil der Fokus auf anderen Aspekten liegt und diese allesamt stimmig sind.
Angefangen bei den Charakteren, die - selbst wenn es sich nur um funktionale Rollen handelt - immer perfekt gezeichnet sind. Die regelmäßig wiederkehrenden Figuren sind keine perfekten Helden, aber höchst sympathisch und stets unterhaltsam. Sie sind aber auch nicht zu glatt, als dass sie den Hörer nicht berühren würden.
Auch die Art, wie erzählt wird, macht einen Gutteil der Qualität aus. Dazu gehört die sehr durchdachte Ameisenwelt, die mit sehr humorvollen Mitteln dargestellt wird. Dabei setzt man diesmal nicht auf eine Vielzahl von Anspielungen, so dass der Witz daran auch nie überstrapaziert wird.
Dazu kommt auch, dass die Umsetzung auch in den Sounds sehr genau präsentiert wird. Die bereits etablierte Musikuntermalung wird gut in den Szenen untergebracht, so dass sie das Tempo der Handlung unterstützen. Die Geräuschkulisse ist sehr detailliert und geht damit über die üblichen plakativen Standards in Kinder- und Jugendhörspielen hinaus.
Letztlich liegt die Qualität aber auch daran, dass hier auch Erwachsene nicht nur mithören können, sondern - vor allem - auch bestens unterhalten werden. Gerade die alten Hörspielfans werden sich über all die kleinen Anspielungen und Gastauftritte - u. a. von Oliver Rohrbeck oder Karin Lieneweg - freuen.
Andi Meisfeld, das ist - auch in dieser Episode - liebevoll gemachte Hörspielunterhaltung, die sich wohltuend vom der Massenware in diesem Marksegment abhebt. Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte dies ändern.