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Anders, als du denkst [Taschenbuch]

Lutz van Dijk
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  

Kurzbeschreibung

1998
Anders als du denkst, ist es oft, wenn es um Liebe und Sex geht. Die zwölf Geschichten in diesem Buch nehmen kein Blatt vor den Mund, wenn es um Selbstbefriedigung, Schwulsein, verbotene Träume, Liebe zwischen Schwarz und Weiß, zwischen Behinderten und Nichtbehinderten und den Umgang mit AIDS geht. Sie erzählen offen von 1001 Liebe, und davon, zu genießen, ohne sich von anderen verrückt machen zu lassen.


-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 169 Seiten
  • Verlag: Bertelsmann, München (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570203425
  • ISBN-13: 978-3570203422
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 12,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.271.952 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Lutz van Dijk, Dr.phil., geboren 1955 in Berlin, war Lehrer in Hamburg und später Mitarbeiter des Anne Frank Hauses in Amsterdam, seit 2001 lebt er als Schriftsteller und Mitbegründer der südafrikanischen Stiftung HOKISA (www.hokisa.co.za) für von HIV/Aids betroffene Kinder und Jugendliche in Kapstadt. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt und erhielten zahlreiche internationale Auszeichnungen (so in Deutschland u.a. 2001 den Gustav-Heinemann-Friedenspreis und 2009 die Poetik-Professur 2009 der Universität Oldenburg).
In Deutschland und anderen Ländern sind seine allgemein verständlichen historischen Bücher bekannt, u.a. die “Geschichte der Juden” und seine “Geschichte Afrikas”. Zum Thema Tod und Sterben für jugendliche Leser erschien der Band mit Kurzgeschichten “Leben bis zuletzt” (2007). -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Zuerst spürte ich seinen angenehmen Geruch, irgendein leichtes Rasierwasser. Dann hörte ich ab und zu ein leises Scharren seiner Füße auf dem Kiesweg. Vom Klang her vermutete ich, dass er Schuhe mit Gummisohlen, vielleicht Turnschuhe, trug. Ich hatte eine dunkle Sonnenbrille auf und tat so, als wäre ich in Gedanken versunken. Dabei waren ganz im Gegenteil alle meine Sinne auf das Äußerste gespannt. Wer war der Mensch in meiner Nähe, der eine so andere Ausstrahlung als all die anderen Gäste auf mich hatte?
Nur einen Moment später, der mir jedoch wie eine halbe Ewigkeit erschien, kam er so dicht heran, dass ich meinte seinen Atem zu spüren. Offensichtlich hatte er sich zu mir hinuntergebeugt. Jetzt vernahm ich zum ersten Mal seine Stimme: »Willst du was trinken?«
Was für eine Stimme! Er schien nicht viel älter als ich zu sein, hatte aber den Stimmbruch schon deutlich hinter sich - ein tiefer, ruhiger und doch jungenhafter Klang.
Ich hatte ihn genau verstanden. Und doch - ich wollte genau diesen Klang und diese Worte um alles in der Welt noch einmal hören.
»Wie bitte?«, fragte ich so harmlos wie möglich und sah in seine Richtung. Mutter hatte mir mehrfach versichert, dass die Gläser meiner Sonnenbrille so dunkel waren, dass niemand, der nicht etwas wusste, erkennen konnte, was mit mir los war.
...
»Du heißt Hannah?«, fragte er nach einer kleinen Pause. Ich nickte. Er roch wirklich unglaublich gut. Ich war jetzt sicher, dass es sein Rasierwasser war, vielleicht auch zusätzlich noch etwas Geruch seines Körpers, aber kein Schweiß wie bei Onkel Jürgen.
Es roch aufregend, wild, irgendwie unbekannt und doch total verlockend.
»Wie alt bist du?«, fragte ich ihn.
»Im nächsten Monat werde ich siebzehn!«, antwortete Christian.
Wieder eine ziemlich lange Pause. Dann sagte er so leise, dass ich es kaum hören konnte: »Du siehst total gut aus, Hannah!« Mein Herz stockte. So etwas hatte noch nie jemand zu mir gesagt! Und dann noch von einem Jungen mit so einer Wahnsinnsstimme und so einem umwerfenden Duft!
Ich hätte auch gern geantwortet. Irgendwas. Zum Beispiel: »Du siehst auch gut aus!« Oder wenigstens: »Danke, dass du das sagst!« Aber ich bekam überhaupt nichts heraus. Ich senkte meinen Kopf und hoffte, dass die Brille hielt, was Mutter versprochen hatte, und Christian denken möge, dass mein roter Kopf allein von der Sonne käme.
Plötzlich war alles unmittelbar nebeneinander: höchstes Glück und tiefste Angst - meinte er wirklich mich? Ich spürte wie meine Hände leicht zitterten.
...
Dann kam der Schock. »Ich muss leider gehen!«, sagte er ...
Beinahe hätte ich mir auf die Lippe gebissen. Doch dann rief ich so laut, dass vermutlich einige Gäste in der Nähe zusammenzuckten: »Christian - können wir uns mal wieder treffen?«
»Gern!«, entgegnete er ohne Zögern. »Ich hole eben was zu schreiben und dann notiere ich dir meine Telefonnummer, ja?«
Während er weg war, überlegte ich fieberhaft, ob ich ihn nicht noch etwas Wichtiges fragen müsste - jetzt, wo er noch da war, jetzt, wo es noch eine Chance gab, etwas zu fragen oder mitzuteilen. Aber mir fiel einfach nichts ein. Da stand er auch schon wieder vor mir.
»Ich hab dir auch meine Adresse aufgeschrieben!«, sagte er. Dann nahm er meine rechte Hand - ich fühlte warme, kräftige Fingerspitzen - und legte einen Zettel in meine Hand. Zuletzt fügte er leise hinzu: »Hast du jemand, der es dir vorlesen wird?«
Er wusste es also. Er wusste es und hatte mir trotzdem seine Anschrift und Telefonnummer gegeben!
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anders als Du denkst!! 1. Januar 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Etwas anderes als als Du denkst- faßt Lutz van Dijk unter dem "ersten Mal". Es ist nicht zu reduzieren auf den ersten Geschlechtsverkehr. Geschichten vom erstem Treffen und Hand in Hand Laufens, von der ersten Beobachtung eines Liebesspiels, von der ersten Verkleidung Karls als Frau, von einer Vergewaltigung, vom verbotenen Lusterleben eines Schülers mit einer Lehrerin, von ersten Berührungen unter Freundinnen, von der Gewalt gegen ein schwules Paar bilden die Sammlung sensibel erzählter Geschichten, die einen Weg finden zwischen künstlicher Jugendsprache und biologisch kalter Wissenschaftssprache. Sexualität wird nicht isoliert, sondern als Teil eines sozialen und kulturellen Umfeldes beschrieben. Die Personen sind als solche komplex- wenn auch ihre Gefühle sehr eindeutig sind. Die emotionale Komplexität von Sexualität und Beziehungen wird nicht ausgeführt. Damit hat das Buch ein minimales Risiko alle Beziehungsprobleme der äußere Situation zuzuschreiben und an die emotionale Idealbeziehung a la Hollywood zu erinnern. Trotz disem minimalen Manko, aber ein gleichermaßen sensibles und provokatives Buch, das eben gerade provoziert sich in ausgegrenzte Situationen sensibel einzufühlen. Es läßt einen nicht von außen beobachten und urteilen. Darin liegt ein enormes Potential und ich kann dieses Buch auch für den Schulgebrauch nur mit Nachdruck empfehlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuscht!!! 22. August 2006
Format:Taschenbuch
Als ich das Buch gekauft habe, erwartete ich ,dass mir dieses Buch das Gefühlsleben Jugendlicher näher bringt.Leider wurde ich enttäuscht.Langeweile pur!Die Geschichten sind viel zu kurz um überhaupt einen Einblick in das Leben der Personen zu bekommen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Manchmal ist es eben doch anders als man denkt! 24. Januar 2005
Format:Taschenbuch
12 kleine Geschichten in denen man lernt, dass es eben manchmal anders ist als man denkt. Egal ob es um Sex, Selbstbefriedigung, Träume oder Liebe geht, die Geschichten fesseln Jungen so wie Mädchen gleichermassen.
Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen, die Geschichten sind recht kurz und reissen mit. Aber vorsicht, wer "nur mal eben schnell eine Geschichte" vor dem Schlafen lesen will, dem könnte es passieren, das er oder sie sehr spät ins Bett kommt, weil man einfach imemr weiter lesen will.
Ein Tipp, wer sich richtig überraschen lassen will, vom Ausgang einiger Geschichten, sollte nicht die Rückseite des Buches lesen.
Dieses Buch ist eigentlich für Jugendliche geschrieben. Ich kann aber jedem der sich noch einmal an seine Jugendzeit erinnern will, oder die "heutige Jugend" besser verstehen will empfehlen, diese Buch einmal selber in die Hand zu nehmen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht nur für Jugndliche 3. September 2003
Format:Taschenbuch
Dieses Buch habe ich meiner Tochter zum Geburtstag gekauft. Als ich jedoch darin geblättert habe, konnte ich es nichr wieder weg legen und habe diese bewegenden Geschichten innerhalb von zwei Tagen gelesen. Dem Autor ist es sehr gut gelungen in einer für Jugendlichen leicht verständlichen Sprache tägliche Probleme Jugendlicher im Umgang mit Sexualität zu schreiben. Probleme wie Aids und Schwulsein geht er genauso direkt an wie Vergewaltigung und Selbstbefriedigung.Für mich ein gutes Buch, dass auch in Schulen seinen Platz finden könnte.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So etwas hab ich noch nie gelesen!!!! 16. Mai 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Hi Leute, dieses Buch ist echt der Wahnsinn und ich habe es direkt an einem Nachmittag ausgelesen. Dieses Buch hatte mich wirklich gefesselt schade das es davon kein zweites Buch gibt. Ich würde einfach sagen es ist wirklich "Anders als du denkst"!!!! Viel Spass beim lesen
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