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Andernorts (suhrkamp taschenbuch)
 
 
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Andernorts (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Doron Rabinovici
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 285 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (23. Januar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518463101
  • ISBN-13: 978-3518463109
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 167.063 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Doron Rabinovici
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Andernorts ist das humorvollste, das der Autor bisher geschrieben hat. Rabinovici … entwirft eine österreichisch-israelische Familiengeschichte, mit einem Personal, das man sich durchaus in einem Hollywood-Film vorstellen könnte.«

(Klaus Kastgerber )

»Dieses wunderbare Buch ist spannend wie ein Krimi, urkomisch wie die besten Woody-Allen-Filme und von einer berührenden Traurigkeit.«

(Sabine Berking Frankfurter Allgemeine Zeitung )

»Insgesamt ein großartiges Buch, mit noch ein paar besonderen, sympathischen Komponenten: Doron Rabinovici gebraucht die so genannte alte Rechtschreibung und übersetzt in seinem Text Ausdrücke, die aus dem Hebräischen und Jiddischen stammen, nicht, was soviel heißt, wie: Dieser Schriftsteller nimmt – bei all seinem Humor – den Leser ernst.«

(Janko Ferk literaturhaus.at )

»So, in scheinbaren oder tatsächlich unauflösbaren Paradoxien, erzählt Andernorts von Leben und Tod, vom Jüdischsein und von der Religion, von der Familie und ihren historisch wie persönlich bedingten Zerreißungen, von der Ortlosigkeit wie von fragwürdigen, gleichwohl notwendigen Zusammengehörigkeiten. … es bleibt bei allem Witz, bei aller burlesken Turbulenz doch nie ein Zweifel daran, dass es hier um grundlegende Fragen von größtem Ernst geht. Dass ihm diese Verklammerung von Äußerstem und Innerstem, Fernstem und Nächstem, Komik und Tragik wie unversehens gelingt, macht dieses scheinbar so leichten Sinnes erzählte Buch groß.«

(Frauke Meyer-Gosau Literaturen )

»Rabinovici, 48, aber schreibt in einem eigenen, manchmal ulkig dissonanten Ton und zettelt ein Chaos an, in dem sich die Erinnerung an den Holocaust und eine dreiste Familien-Soap zu einer amüsanten Tragikomödie fügen.«

(Wolfgang Höbel KulturSpiegel )

»Zwischen Wien und Tel Aviv pendelt Doron Rabinovicis Roman Andernorts, zwischen Gegenwart und Vergangenheit, und er zeigt den österreichischen Schriftsteller in Höchstform.«

(Paul Jandl Die Welt )

»Mit facettenreicher Komik erzählt der in Israel geborene Wiener Schriftsteller ... Rabinovici jongliert so geschickt mit jüdischen Selbst- und Fremdbetrachtungen, dass man sich beim Lesen immer wieder ertappt fühlt.«

(Nina Apin )

»Rabinovici beschenkt den Leser mit wahnwitzigen Eitelkeiten und fantastischen Rochaden, bis auch der letzte der Selbstgerechten erkennt: Heimat ist eine Illusion.«

(Der Stern )

»Liebkind und Bastard: Mit erzählerischem Aberwitz und hintersinniger Leichtigkeit nimmt Doron Rabinovici in Andernorts die Fragen von Abstammung und Zugehörigkeit auseinander.«

(Daniel Schreiber Cicero )

»Rabinovicis geradezu analytischem Blick auf das Jüdischsein heute und dessen Abseitigkeiten entgeht nichts. … Trotz dieser schwierigen Thematik verliert Rabinovici nie das Komische, das Lächerliche aus den Augen, das dem Versuch anzukommen, per Billigflug oder durch religiösen Eifer, innewohnt.«

(jüdisches Berlin )

»Doron Rabinovicis Roman handelt bitterernste Fragen mit einem kräftigen Schuss überdrehten Humors ab. Das liest sich flott und unterhaltsam und macht – so wohlkonstruiert der Roman auch sein mag – einen wohltuend unangestrengten Eindruck.«

(Günter Kaindlstorfer Bayern 2 )

Kurzbeschreibung

Ethan Rosen und Rudi Klausinger: Beide sind sie Koryphäen auf demselben Gebiet, der Kulturwissenschaft. Und doch könnten sie unterschiedlicher nicht sein: Rosen ist überall zu Hause und nirgends daheim. Selbst der Frau, die er liebt, stellt er sich unter falschem Namen vor. Klausinger wiederum weiß sich jedem Ort anzupassen und ist trotzdem ruhelos: Was ihn treibt, ist die Suche nach seinem leiblichen Vater; sie führt ihn schließlich nach Israel zu Ethan Rosen. Dessen Vater, ein alter Wiener Jude, der Auschwitz überlebte, braucht dringend eine neue Niere. Bald wird die Suche nach einem geeigneten Spenderorgan für die Angehörigen zur Obsession. Herkunft, Identität, Zugehörigkeit – Doron Rabinovici würfelt in seinem Roman »Andernorts« die Verhältnisse in einer jüdischen Familie gründlich durcheinander, deckt ihre alten Geheimnisse auf und beobachtet sie bei neuen Heimlichkeiten. Am Ende dieser packend erzählten Geschichte sind alle Gewißheiten beseitigt. Nur eines scheint sicher: Heimat ist jener Ort, wo einem am fremdesten zumute ist.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Verschenktes Potential 5. November 2010
Von Nora F.
Format:Gebundene Ausgabe
Rabinovici hat ein ambitioniertes Buch geschrieben. Es geht um die "großen" Themen der Moderne: Identität und Tod, Juden, Christen, die Shoah und das Erinnern. Eingebettet in einen handlungsgesättigten, in der ersten Hälfte geradezu überschäumenden Roman, der immer wieder, in immer neuen Anläufen und Konstellationen die Frage nach der wahren Identität des (wie der Autor selbst) israelisch-österreichischen Helden Ethan Rosen aufwirft, erscheinen diese Fragen zunächst wie kunstvoll in der Schwebe gehaltene Versuchballons eines äußerst mobilen und furchtlosen Denkers, der seine kulturhistorisch bewanderten, doch politisch und psychologisch bisweilen etwas naiven Figuren Tabu-Fragen stellen lässt wie diese: "Wieso [...] gelte ein Israeli als Linker, wenn er eine bestimmte Meinung vertrete, und ein Österreicher als Nazi, wenn er dieselbe äußere." (41) oder: "Früher versuchten Juden, um zu überleben, als Arier zu gelten. Nun fahnden Kinder ehemaliger Nazis nach Vorfahren, die als Sarah und Israel verfolgt wurden, um instant koscher zu werden." (143).
Viele seiner Thesen und Ideen, seiner Fragen und Zweifel reizt der Erzähler bis in die letzten und absurdesten Konsequenzen aus, etwa, wenn es darum geht, das orthodoxe Judentum und seine Vertreter als messianistische Fanatiker zu entlarven, die nicht einmal davor zurückschrecken, den als Embryo verstorbenen Messias durch Klonage aus der männlichen (!) Erbgutlinie wieder ins Leben zu rufen. Dieser und ähnlich schräge Einfälle könnten die sarkastisch humoristischen Highlights des Buches sein, käme dem Autor nicht immer wieder sein Hang zum allzu Plakativen in die Quere. Bei manchen Pointen und Kalauern hat man gar den Eindruck, er recycle gängige jüdische Witze: "Kennst du den Unterschied zwischen einem Rottweiler und meinem Vater? Ein Rottweiler lässt manchmal los. - Das wird schon über die jiddische Mame gesagt. - Eben. Mein Vater ist die Mame aller jiddischen Mames. Meine Mutter hingegen nicht. Sie ist ein israelischer Panzerkommandeur." (108).

Ethan Rosen "lebt vom Wechsel der Identitäten" (42), sagt Noa, die ihm vom Erzähler als Geliebte zur Seite gestellte Frauenfigur, deren einzige Funktion aber darin besteht, Ethan permanent in den Rücken zu fallen, seine Ideen, Wünsche und Bedürfnisse zu desavouieren oder zu sabotieren. Was aus diesen beiden ein Paar macht, bleibt bis zuletzt unverständlich, genauso wie die Beziehung Ethans zu seinen Eltern, zu seinen Kollegen oder - und da wird das ganze Ausmaß der fehlenden psychologischen Vertiefung besonders spürbar - zu seinem vermeintlichen Halbbruder und Doppelgänger, dem Österreicher Rudi Klausinger.

Der Doppelgänger als Verfolger und Usurpator, als fremder, unfassbarer Unhold, der plötzlich ins Leben des Helden tritt und sich anschickt, nach und nach dessen Stelle zu besetzen: das ist ein altes, seit der Romantik beliebtes Motiv, das auch bei vielen anderen Autoren auf der Schwelle zwischen Humor, Fantastik und Psychodrama angesiedelt ist, man denke unter vielen anderen an Hoffmanns "Elixiere des Teufels", an Gogols "Die Nase", Poes "William Wilson", Maupassants "Horla" oder neuerdings auch Nothombs "Antichrista" (dtsch.: "Böses Mädchen"). Wäre Rabinovici hier konsequenter vorgegangen, d.h. hätte er diese Doppelgängergeschichte dichter und vielschichtiger gestaltet, wäre diesem Motiv durchaus noch erzählerisches Potential zu entlocken gewesen.

Den Roman, insbesondere die Zeichnung der Figuren, durchzieht eine seltsame Unentschlossenheit: als Karikaturen sind sie zu harmlos, als Charaktere zu blass. Als essayistische Erzählung ist der Roman zu überdreht und surreal, als Farce zu sehr beladen mit Erörterungen, als moderner Entwicklungsroman zu oberflächlich, zu "ausgedacht", zu gewollt "meschugge" und auch sprachlich zu wenig originell.

Rabinovici hatte eine großartige Idee und ein anfangs durchaus tragfähiges Konzept für einen spannenden Plot. Doch die ursprünglich als politische und religiöse Parabel konzipierte Familiengeschichte über falsche Väter, verlorene Söhne und halbe Brüder, über genetisches und moralisches Erbe, über die Kluft der Generationen und Geschlechter, in der durchaus auch Erkenntnisse über die Widersprüche des modernen Israel zu gewinnen sind, verkommt gegen Ende immer mehr zur trivialen Schicksalstragödie. Fast hat es den Anschein, als habe der Autor, zunächst ganz berauscht von einer kühnen Grundidee, mehr und mehr die Lust an seinem Stoff verloren.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Passio
Format:Gebundene Ausgabe
"Lächeln ist das Erbteil meines Stammes", so brachte Friedrich Torberg, politisch zwar ganz anders orientiert als Ethan Rosen, aber wie der Protagonist von "Andernorts" Jude, Österreicher, Europäer, Amerikaner, das - oder besser: ein - Ergebnis lebenslanger Beschäftigung mit Identitätsfragen und komplizierten Loyalitäten auf den poetischen Punkt. Wenn es tatsächlich vererbbare Wesenszüge des Jüdischen gäbe - und die "brüderlich" konkurrierenden Kulturwissenschaftler Rosen und Klausinger bringen argumentierend wie agierend jede Menge Einwände dagegen vor - dann tritt dieses Lächeln bei Doron Rabinovici bezwingend und ansteckend auf. Wer sich während und noch lange nach der Lektüre dieses ungemein unterhaltsamen Buches nicht beim Lächeln oder Grinsen ertappt, ist tot oder ideologisch behindert.

Aber Witz, Pointen und Ideenreichtum sind nur die überaus wirksamen, das Nachdenken in Bewegung setzenden Botenstoffe eines Textes, der vielschichtiger, abgründiger, ratloser, aufrichtiger (somit literarischer) ist, als die karikierenden Spiegelungen auf der glatten, flott lesbaren Erzähloberfläche vermuten lassen. Das Buch ist ohne Einschränkung empfehlenswert, deswegen fünf Sterne!

Nach dieser zustimmenden Klarstellung aber auch ein kritischer Einwand. Ab der Mitte des Romans verblassen die Figuren unter der Last des Repräsentativen. Die Geschichte, die so dynamisch und wie im Zeitraffer abhebt, tritt nun auf der Stelle. Der zündende Funke, der den Umschwung, die Auflösung oder die Kernschmelze bewirken könnte, bleibt aus wie der ermordete Messias. Psychologische Unwahrscheinlichkeiten (etwa das mehrmalige Kippen des ent- und getäuschten Klausinger von einem Extrem ins andere) werden vorgesetzt, ohne das Verständnis des Lesers zu lenken. Zu viel wird behauptet, zu wenig gestaltet, ein Hang zum Monologischen macht sich rechthaberisch auf Kosten der Plastizität und Plausibilität bemerkbar. Da rettet auch der späte, verblüffende Wechsel der Erzählperspektive die Unternehmung nicht wirklich, wenn doch immer dieselbe Stimme auf dieselbe Weise vernehmbar bleibt. Die Geliebte des Helden gerät ins Abseits, ihre Rolle beschränkt sich auf mahnendes Schauen und verlässliches Dasein. Wenn der Erzähler zwischendurch ihre Position einnimmt, wirkt das wie eine virile Alibifunktion, um den tatsächlich stattfindenden Verdrängungseffekt zu kaschieren.

Dabei hatte die Beziehung von Ethan und Noa - auch stilistisch - wunderbar bewegende Momente, beispielweise als sich die beiden "erkennen":

<[...] und ohne zu wissen, warum, konnte er nicht an sich halten, wurde von ihr mitgerissen und riß sie mit, ein Sturz aus großer Höhe, so ließ er sich fallen, Hals über Kopf, und mit einemmal wuchs ihm entgegen, was tief unter ihm und in ihm lag, sah er sich wieder mit Dov [d.i. der verstorbene väterliche Freund] und gleich darauf am Friedhof. Und als hänge er an einem Gummiseil, als werfe er sich daran hinunter, bis es, gedehnt und gespannt, ihn wieder hochschleuderte zum Scheitelpunkt der Bewegung und er abermals niedersank und erneut stieg und wieder absackte, nichts als ein Yo-Yo im Auf und Ab, kam alles wieder hoch in ihm, und Tränen füllten seine Augen. [...]
Und so kam es, daß sie einander zuhörten und hernach einschliefen, bis sie ihn am nächsten Morgen wach küßte, wodurch sich so manches zusammenfügte. > S. 45f.

Stellen wie diese belegen, dass Rabinovici auf wunderschönen Umwegen mit Schnitzler ins weite Land und nicht (wenn auch auf sehr vergnügliche Weise) nur plot-driven" reisen kann. Brillant und einprägsam konnte er schon immer Sätze zuspitzen. "Andernorts" bietet wieder eine Fülle aphoristischer Vergnüglichkeiten, die niemanden, schon gar nicht das eigene Selbstbild schonen. So heißt es über Nazi-Kinder:

< Früher versuchten Juden, um zu überleben, als Arier zu gelten. Nun fahnden Kinder ehemaliger Nazis nach Vorfahren, die als Sarah und Israel verfolgt wurden, um instant koscher zu werden.> S. 142f.

Oder über den Charme des Alltags in Israel:

<Er wußte sich zu Hause, fühlte sich so heimisch und fremd zugleich, daß ihn die Sehnsucht erfaßte, sofort wieder fortzufliegen.> S. 80

Wie nebenbei streut Rabinovici ein unsagbar bitteres Leid/tmotiv - wenn sich das christliche Dogma der Sohnesopferung, sein Emblem, das Kreuz, zugleich Chiffre für den traditionsreichsten Antijudaismus, wieder physisch "melden" - in den Text, indem er den sterbenden Vater Felix Rosen sagen lässt:

<"Allein die Idee ist pervers. Soll der Sohn sich etwa für den Vater opfern?" Er griff sich ans Kreuz, als meldeten sich die Schmerzen wieder".>

Der Roman endet mit der Beschreibung der Mutter auf dem Friedhof, "die steinern ins Leere blickte und dabei sehr aufrecht stand". Diesem Blick und dieser Haltung werden die Leser andernorts in anderen Texten von Doron Rabinovici, ob fiktional oder ins sogenannte Tagesgeschehen eingreifend, immer wieder begegnen. Identität hin, Identität her, so ist er und so soll er bitte bleiben...
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Äußerst originell 16. Januar 2011
Von Kiepura
Format:Gebundene Ausgabe
Ethan Rosen und Rudi Klausinger sind Konkurrenten: sie sind Koryphäen im gleichen Fachgebiet - jüdisch/israelische Geschichte und Gegenwart -, bewerben sich um eine Professur in einem Institut in Wien und scheinen auch sonst noch einiges gemeinsam zu haben, obwohl sie persönlich völlig unterschiedlich sind. Ethan reist zu seinem nierenkranken Vater nach Tel Aviv und wird dort in eine Familiengeschichte verwickelt, aber nicht in eine solche, wie man sie oft in der Literatur vorgesetzt bekommt, sondern in eine, wie es sie nur im Leben selbst gibt. Rudi taucht plötzlich auf - was hat der mit Ethans Familie zu tun? Dann ist da noch ein völlig verrückter, ultrakonservativer Rabbi, der herausgefunden haben will, daß der Messias 1942 in Polen gezeugt, aber nie geboren wurde. Ethans Vater sei der nächste lebende Verwandte und der Rabbi benötigt dessen Stammzellen - im Gegenzug gibt's eine Spenderniere für den Vater -, um den Messias im Reagenzglas zu klonen; auf so eine Idee muß man erst kommen! Im Zuge aller verwandtschaftlichen Untersuchungen kommen einige Geheimnisse zutage. Ein Buch, das über Identitäten und Heimat berichtet, über Ver- und Entwurzelte, über Geschichte und die (Un-)Möglichkeit, sie ungeschehen zu machen oder zu reparieren". Äußerst originelles Buch, in einem angenehmen, unaufgeregten Österreichisch geschrieben, ich habe es sehr genossen. Sehr empfehlenswert.
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