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Andalusien: Maurische Pracht in Spaniens Süden
 
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Andalusien: Maurische Pracht in Spaniens Süden [Gebundene Ausgabe]

Rolf Legler
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Belser; Auflage: 1., Aufl. (Mai 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3763022686
  • ISBN-13: 978-3763022687
  • Größe und/oder Gewicht: 30,2 x 24,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 631.110 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.08.2000
Der Versuch dieses Buches, genau so vielfältig zu sein wie sein Gegenstand, sei auch sein Verhängnis, findet Rezensent "str.". Für einen Bildband wären die Fotographien zu belanglos, für eine kunsthistorische Darstellung nähme der "nüchterne, kenntnisreiche, wissenschaftlich fundierte Text" nicht genügend Raum ein. Dass dann auch noch der ein oder andere Ortsname und sogar der Name von Felipe Gonzales, "immerhin 14 Jahre lang spanischer Ministerpräsident", falsch geschrieben ist, macht den Reinfall für unseren Rezensenten perfekt. Zum Schluss räumt er dann überraschend ein, dieser Band sei eine passable Darstellung für Andalusien-Neulinge.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Süddeutsche Zeitung, 22. Februar 2007

Als Vorbereitung auf eine Reise nach Andalusien ist Leglers Buch letztlich jedem Reiseführer vorzuziehen, sofern man auf Restaurant -"Geheimtipps" gern verzichten kann, denn es führt seine Leser gründlich in die kulturelle Tradition dieser Region ein.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Dr. Rolf Legler stellt in diesem Buch textlich und fotografisch Andalusien, die maurische Pracht in Spaniens Süden vor.
Gleich zu Beginn erfreut man sich schöner Fotos von Sevilla und liest in der Folge viel Wissenswertes über das kulturhistorisch interessante Andalusien, das an einem Kreuzpunkt von kaum zu überschätzender weltgeschichtlicher Bedeutung gelegen ist.
Archäologische Funde haben bestätigt, dass spätestens seit der Kupferzeit im heutigen Andalusien eine blühende Zivilisation beheimatet war.
Man erfährt, dass die älteste römische Niederlassung auf der iberischen Halbinsel Itálica war. Noch heute kann man die Ruinen des Amphitheaters dort besichtigen und u.a. im neuen Alcazar von Córdoba einen römischen Prachtsarkophag besichtigen. Vor dem Rathaus von Córdoba stehen noch immer römische Podiumsstempel, die bezeugen, dass sich hier vor langer Zeit die Römer aufhielten.
507 dann zogen sich die Westgoten auf die iberische Halbinsel zurück. Der westgotische König Rekkared wechselte 587 vom arianischen Christentum zum Katholizismus . Von Toledo aus herrschte er über fast die gesamte iberische Halbinsel.
Dann aber schlug 711 ein muslimisches Heer in Andalusien die Westgoten und nahm innerhalb von drei Jahren nahezu das gesamte westgotische Reich ein. In Nordspanien formierte sich der Widerstand gegen die Muslime. In der Schlacht von Covadonga errangen die Christen einen ersten Erfolg. Daraufhin entstanden christliche Reiche im Norden, die mit der Zeit ihren Einfluss auf den Süden ausdehnten. Im Süden blühte fortan die islamische Kultur auf, während sich weiter nach Norden hin die christlichen Reiche wie Kastilien und Aragón bildeten. Generationen bekämpften sich die Katholiken und Mauren an den Grenzen. Bis sich 1212 in Andalusien zwei gigantische muslimische und christliche Heere gegenüberstanden. Diese Schlacht wird als die größte Schlacht des Mittelalters in die Geschichte eingehen.
Die Zeit des unabhängigen Emirates 756 bis zur Auflösung des Kalifats 1031 war lt. Dr. Legler die bedeutsamste Epoche der Araberherrschaft in Spanien. In Cordoba hat die Kalifenzeit zwei bemerkenswerte Bauwerke hinterlassen: die Mezquita, eine der ältesten Moscheen der gesamten islamischen Welt und den Kalifenpalast von Medina Azahra.
Die Bilder von der Mezquita sind beeindruckend, hauptsächlich das von der ursprünglichen Palastseite mit den drei Toren, aber auch jenes mit den vielen Doppelarkaden in einem der Innenräume. Faszinierend ist auch die prächtig mit goldgrundigen Mosaiken geschmückte Kuppel vor dem Mihrab mit ihrem System der sternförmigen Überschneidung der flachgratigen Kreuzrippen ohne Nachfolger.
Die ehemalige Kalifenmetropole Córdoba ist heute noch die Stadt historischer Bauwerke und Monumente, aber auch sehr schöner Innenhöfe und einladender Gärten und Parks, wie die Fotos verdeutlichen.
In der Folge liest man davon, dass der Kalifenstaat sich damals bald in eine Vielzahl von rund 30 Klein- und Kleinststaaten auflöste.
Als die Macht Córdobas schwand, wuchs der Einfluss von Sevilla. Man erfährt Einiges über die Geschichte dieser Stadt und erhält einen visuellen Eindruck von der almohadischen Stadtmauer bei Puerta de Macarena.
Der dritte Stern Allahs war Granada. Die dortige Alhambra und der maurische Sommersitz Palacio del Generalife gehören zum UNESCO Weltkulturerbe.
Die Alhambra ist der im 13. und 14 Jahrhundert erbaute Palast der maurischen Könige in Granada. Im Buch finden sich viele Fotos von diesem majestätischen Gebäude, das ausführlich beschrieben wird.
Anhand einer Karte, lernt man alle Türme, Säle , Zimmer, Höfe und Gärten des Palastes kennen. Am bekanntesten ist wohl der Löwenhofkomplex.Doch wie die Bilder und Texte deutlich machen, beinhaltet das Gebäude so viele andere architektonische Kostbarkeiten, dass man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt.
Man liest vom Emir Abu Abdallah, der nach achtmonatiger Belagerung den" Katholischen Königen" Ferdinand und Isabella die Stadt übergab. Damit endete die Reconquista. Fortan unterstand die Halbinsel vollständig den christlichen Herrschern.
Das "Goldene Zeitalter", das mit der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus begann, sorgte füreinen nahezu nicht enden wollenden Reichtum. Nun entstanden weitere beeindruckende Bauten, vor allem schöne Kirchen und Paläste, die man im Buch ebenfalls kennenlernt.
Ein Kapitel widmet der Autor dem Fortleben und Nachleben der maurischen Kunst und man ist überrascht über die kunstvollen Gebäude der Mudjarphase in Andalusien. 1475 wurde in Sevilla ein Nonnenkloster gegründet, das architektonisch maurische Anleihen genommen hat, auch ein altes Rathaus in Carmona beeindruckt durch die islamische Fliesenkunst.
Eine Spezialität des andalusischen Barock sind bunt glänzende Dach- und Kuppelfliesen, die ebenfalls von maurischem Kunsthandwerk inspiriert wurden.

Ein gelungenes Buch, das Reisefieber entstehen lässt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gar nicht prächtig 11. August 2011
Von S. Hemmer
Format:Gebundene Ausgabe
Maurische Pracht in Spaniens Süden - da erwartet der Leser doch auch entsprechend prächtige Bilder. Dem wird dieser Band leider überhaupt nicht gerecht. Viele Fotos wirken so, als hätte der Autor hier seine Urlaubsschnappschüsse längst vergangener Jahre verwertet. Z. B. würde ein Profi wohl gerade bei Architekturaufnahmen schiefe/stürzende Linien zu vermeiden wissen. Auch mitten im Bild stehende Touristen nerven. Zudem scheinen viele der Fotos schon > 20 Jahre alt zu sein, wenn man die Kleidung von Passanten oder die auf manchen Bildern zu erkennenden Automodelle zu Grunde legt. Die mittelmäßige Druckqualität trägt ihren Anteil dazu bei, dass die Abbildungen häufig "vergilbt" wirken.

Und was die Motive angeht, so scheint der Autor eine Vorliebe für verwitterte Steine zu haben - es gibt fast nur Architekturfotos zu sehen. Spätestens beim zehnten Kirchturm, der früher mal ein Minarett war, blättert man nur noch gelangweilt weiter. Selbst ein absolutes Highlight wie die Mezquita in Cordoba wird nur mit öden und wenig aussagekräftigen Bildern dargestellt.

Am besten hat mir noch das Kapitel über die Alhambra gefallen. Aber auch dazu gibt es viel bessere spezialisierte Bücher. Den abgebildeten Übersichtsplan z. B. hat der Autor sich wohl bei der örtlichen Touristinformation "besorgt" - oder warum sonst ist neben den verschiedenen Bauabschnitten des Palastes auch der Parkplatz mit eingezeichnet?

Im Text gibt der Autor als Einführung eine Übersicht über die maurische Geschichte in Andalusien sowie eine Beschreibung zu den jeweiligen abgebildeten Gebäuden. Diese Beschreibungen sind jedoch meistens genauso langweilig und nichtssagend wie die Fotos (beim zehnten Kirchturm ...).

Maurisches Kunsthandwerk, dass sicherlich auch einige Pracht hervorgebracht hat, bleibt übrigens komplett außen vor. Ebenso wenig geht der Autor auf den Einfluss den maurischen Kultur auf das heutige Andalusien ein, der sich z. B. in regionalen Bräuchen, Festen, Speisen etc. widerspiegelt.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass sich der Autor fast nur auf die "maurische" Architektur in Andalusien konzentriert und diese mit meist unspektakulären und unprofessionellen Bildern und oberflächlichem Text darstellt. "Maurische Pracht" habe ich mir anders vorgestellt.
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