And You Will Know Us By The Trail Of Dead

Top-Alben von And You Will Know Us By The Trail Of Dead (Alle Alben anzeigen)


Alle 34 Alben von And You Will Know Us By The Trail Of Dead anzeigen

Song-Bestseller von ...And You Will Know Us By The Trail Of Dead
Sortieren nach:
Topseller
1-10 of 116
Song Album  
30
30
30
30
30
30
30
30
30
30

Bilder von And You Will Know Us By The Trail Of Dead
Bereitgestellt von den Künstlern oder deren Vertretern.

Biografie

...Trail Of Dead sind:
Conrad Keely – Gesang, Gitarre, Schlagzeug
Jason Reece – Schlagzeug, Gitarre, Gesang
Kevin Allen – Gitarre

Was wissen wir über Trail Of Dead?

Trail Of Dead sind jedenfalls die, die am Ende des Konzerts ihre Instrumente zertrümmern. Nicht immer, aber oft. Allerdings ist es nicht so, dass Trail Of Dead das tun, wenn die Setliste durchgespielt ist, sondern: Sie spielen und zertrümmern ihre Instrumente gleichzeitig, und das machen sie so lange, bis irgendwann kein Instrument zum Spielen mehr übrig ist. Als Trail Of Dead (wir verkürzen den Bandnamen hier nur, um Platz und ... Lesen Sie mehr

...Trail Of Dead sind:
Conrad Keely – Gesang, Gitarre, Schlagzeug
Jason Reece – Schlagzeug, Gitarre, Gesang
Kevin Allen – Gitarre

Was wissen wir über Trail Of Dead?

Trail Of Dead sind jedenfalls die, die am Ende des Konzerts ihre Instrumente zertrümmern. Nicht immer, aber oft. Allerdings ist es nicht so, dass Trail Of Dead das tun, wenn die Setliste durchgespielt ist, sondern: Sie spielen und zertrümmern ihre Instrumente gleichzeitig, und das machen sie so lange, bis irgendwann kein Instrument zum Spielen mehr übrig ist. Als Trail Of Dead (wir verkürzen den Bandnamen hier nur, um Platz und Atem zu sparen) im Sommer 2002 in London als Vorgruppe der Sex Pistols spielten, rannte gegen Ende das Ordnungspersonal auf die Bühne und hielt sie mit Gewalt davon ab, irgendetwas zu zerschlagen. Die Punks im Publikum hätten das missverstehen können.

Was wissen wir nicht über Trail Of Dead?

Wir wissen nicht, auf wieviele ihrer Lügen wir schon hereingefallen sind. Haben sich Keely und Reece wirklich in ihrer Jugendzeit auf Hawaii kennen gelernt und sind dann nach Austin, Texas gezogen, weil es auf der Insel zu wenig Auftrittsmöglichkeiten gab? Stammt der Bandname tatsächlich aus einer Opferfeier-Liturgie der Mayas und markiert dort den Moment, in dem der Priester dem Tier die Kehle durchschneidet? Sind sie wirklich nur von Beatles, Stones, The Who und Led Zeppelin beeinflusst (und nicht von Sonic Youth)? Und ist der große, schlaue musikhistorische Essay, den Keely zur neuen Platte geschrieben hat, ganz ernst gemeint oder nur ein intellektueller Bluff?

Vor allem: Wie schaffen es Trail Of Dead, nach jedem fantastischen Album ein noch fantastischeres aufzunehmen?

„Worlds Apart“, ihr viertes Album, ist die Rock’n’Roll-Platte für eine Zeit, in der Rock’n’Roll eigentlich unmöglich geworden ist – weil sein Nettoverdienst zu hoch ist, weil wir alle seine Gesten und Verkleidungen sofort durchschauen können, weil selbst Ironie ein lahmes Klischee geworden ist, weil alles „irgendwie retro“ klingt, weil für Bescheidenheit hier kein Platz ist. Trail Of Dead sind großkotzig und kein Stück albern dabei, Trail Of Dead brüllen in erhebenden Melodien und haben mit dem Titelsong der Platte (auch die erste Single) einen unglaublichen Hit in der Tasche, den man nicht mal dann vergessen kann, wenn langsam das Kopfweh hochkriecht. Trail Of Dead schnitzen Prog-Rock aus Punk, Trail Of Dead bauen Eiskristalle, Feuersbrünste und blutige Sonnenuntergänge nach. Sie sind ein berechnender Haufen, aber ihre Rechnungen gehen hundertprozentig auf, immer.

„Als ich die Songs für das Album komponierte, habe ich bei jeder kleinen Schreibblockade den Sender 101X aufgedreht, unser Alternative-Rock-Radio hier in Austin“, sagt Conrad Keely. „Und ich habe mir angehört, wie grottenschlecht die Musik ist. Die Top-40-Alternative-Bands haben mich inspiriert, weil ich hinterher genau wusste, wie unser Album auf keinen Fall klingen soll.“

Nach der brillanten, rhythmusbetonten EP „The Secret Of Elena’s Tomb“ (erschienen im Sommer 2003) vollenden Trail Of Dead die Handwerksarbeiten an ihrem eigenen Studio in Austin. Als die Aufnahmen für das vierte Album Anfang 2004 beginnen, hat Bassist und Gründungsmitglied Neil Busch die Band verlassen. Im Studio bleiben Trail Of Dead zu dritt – für Live-Shows holen sie Danny Wood (Bass, früher bei The Rise aus Austin) und Doni Schroader (zweiter Schlagzeuger, früher bei Forget Cassettes aus Nashville) in die Formation. Zu den semiprominenten Gastmusikern zählt Violinistin Hilary Hahn, als Produzent ist in alter Verbundenheit ihr Freund Mike McCarthy dabei.

„Was ich heutzutage am Musikmachen aufregend finde? Dass es so bitter nötig ist, es besser zu machen als die anderen“, sagt Conrad Keely. „Rock’n’Roll ist wehleidig geworden, alle beklagen sich nur. Meiner Meinung nach sind die so genannten Grunge-Bands der Neunziger daran schuld. Die Klagen darüber, wie schlecht es allen geht, sind so scheinheilig – diese ganzen Musiker sind privilegierte, bestens versorgte Weiße. Worüber beklagen die sich überhaupt?“

Gesichert ist: …And You Will Know Us By The Trail Of Dead spielen 1994 in Austin die ersten Bandproben. Austin ist mit seinen gut 800 000 Einwohnern die liberale Oase im berüchtigt konservativen „Lone Star State“ Texas, eine Uni-Stadt, in der viele nach dem Examen hängen bleiben, mit Teilzeit-Jobs auskommen und in der großzügig bemessenen Freizeit Musik machen. Die Butthole Surfers, Spoon oder American Analog Set bringen es zu gewissem Ruhm, zahllose kleine Bands kennt jenseits der Stadt kein Mensch. Die damals vier Trail Of Dead-Mitglieder fühlen sich in der gemütlichen Community wohl, laufen in der Austin-typischen legeren Bürokleidung herum, die es ihnen erlaubt, direkt von der Arbeit zum Konzert zu gehen und dort nicht schnöselig zu wirken.

Die Leute vergleichen Trail Of Dead mit Sonic Youth, mit At The Drive-In und den frühen Smashing Pumpkins. Nach der ersten Live-Kassette auf einem lokalen Label erarbeiten sie sich mit zwei Indie-Alben und vor allem mit ihren unvergleichlichen Auftritten einen donnernden Ruf, der Ende 2001 zum Vertrag mit Interscope führt. „Source Tags & Codes“, ein brachial romantisches Post-Emocore-Kunstwerk, bekommt durchweg hervorragende Kritiken, bringt Trail Of Dead aber noch nicht an die Chartspitze – wo die Band allerdings hin will, früher oder später. Conrad Keely, der im Internet sogar Tipps gibt, wie man eine Gitarre am schnellsten kaputt kriegt: „Ich hatte nie den Vorsatz, etwas zu zerstören. Es geht mir mehr darum, Dinge zu reparieren. Die Punks hatten seinerzeit das Ziel, die Rockmusik zu zerstören, und wenn ihr mich fragt: Das ist ihnen gut gelungen, wie man jeden Tag im Radio hören kann.“

„Random lost souls have asked me/ „What’s the future of rock’n’roll?“/ I say, I don’t know, does it matter?“ singt Keely in „Worlds Apart“ – die naheliegendste Bemerkung hierzu wäre, dass Trail Of Dead selber die Antwort auf diese Frage sind, aber in solchen Kategorien denken wir ja nicht, oder? Hunderttausende von Fans, die die Band seit Jahren innig lieben und Stücke von zerschlagenen Gitarren in ihren Zimmern aufbewahren, müssen nun großzügig loslassen: „Worlds Apart“ ist ein Album, das rausprescht auf die höchsten Klippen, für das jede Szene zu klein ist. Musik, die sich selbst so laut macht, dass alle Ohren sie hören können. Oh Gott, was für eine Band.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

...Trail Of Dead sind:
Conrad Keely – Gesang, Gitarre, Schlagzeug
Jason Reece – Schlagzeug, Gitarre, Gesang
Kevin Allen – Gitarre

Was wissen wir über Trail Of Dead?

Trail Of Dead sind jedenfalls die, die am Ende des Konzerts ihre Instrumente zertrümmern. Nicht immer, aber oft. Allerdings ist es nicht so, dass Trail Of Dead das tun, wenn die Setliste durchgespielt ist, sondern: Sie spielen und zertrümmern ihre Instrumente gleichzeitig, und das machen sie so lange, bis irgendwann kein Instrument zum Spielen mehr übrig ist. Als Trail Of Dead (wir verkürzen den Bandnamen hier nur, um Platz und Atem zu sparen) im Sommer 2002 in London als Vorgruppe der Sex Pistols spielten, rannte gegen Ende das Ordnungspersonal auf die Bühne und hielt sie mit Gewalt davon ab, irgendetwas zu zerschlagen. Die Punks im Publikum hätten das missverstehen können.

Was wissen wir nicht über Trail Of Dead?

Wir wissen nicht, auf wieviele ihrer Lügen wir schon hereingefallen sind. Haben sich Keely und Reece wirklich in ihrer Jugendzeit auf Hawaii kennen gelernt und sind dann nach Austin, Texas gezogen, weil es auf der Insel zu wenig Auftrittsmöglichkeiten gab? Stammt der Bandname tatsächlich aus einer Opferfeier-Liturgie der Mayas und markiert dort den Moment, in dem der Priester dem Tier die Kehle durchschneidet? Sind sie wirklich nur von Beatles, Stones, The Who und Led Zeppelin beeinflusst (und nicht von Sonic Youth)? Und ist der große, schlaue musikhistorische Essay, den Keely zur neuen Platte geschrieben hat, ganz ernst gemeint oder nur ein intellektueller Bluff?

Vor allem: Wie schaffen es Trail Of Dead, nach jedem fantastischen Album ein noch fantastischeres aufzunehmen?

„Worlds Apart“, ihr viertes Album, ist die Rock’n’Roll-Platte für eine Zeit, in der Rock’n’Roll eigentlich unmöglich geworden ist – weil sein Nettoverdienst zu hoch ist, weil wir alle seine Gesten und Verkleidungen sofort durchschauen können, weil selbst Ironie ein lahmes Klischee geworden ist, weil alles „irgendwie retro“ klingt, weil für Bescheidenheit hier kein Platz ist. Trail Of Dead sind großkotzig und kein Stück albern dabei, Trail Of Dead brüllen in erhebenden Melodien und haben mit dem Titelsong der Platte (auch die erste Single) einen unglaublichen Hit in der Tasche, den man nicht mal dann vergessen kann, wenn langsam das Kopfweh hochkriecht. Trail Of Dead schnitzen Prog-Rock aus Punk, Trail Of Dead bauen Eiskristalle, Feuersbrünste und blutige Sonnenuntergänge nach. Sie sind ein berechnender Haufen, aber ihre Rechnungen gehen hundertprozentig auf, immer.

„Als ich die Songs für das Album komponierte, habe ich bei jeder kleinen Schreibblockade den Sender 101X aufgedreht, unser Alternative-Rock-Radio hier in Austin“, sagt Conrad Keely. „Und ich habe mir angehört, wie grottenschlecht die Musik ist. Die Top-40-Alternative-Bands haben mich inspiriert, weil ich hinterher genau wusste, wie unser Album auf keinen Fall klingen soll.“

Nach der brillanten, rhythmusbetonten EP „The Secret Of Elena’s Tomb“ (erschienen im Sommer 2003) vollenden Trail Of Dead die Handwerksarbeiten an ihrem eigenen Studio in Austin. Als die Aufnahmen für das vierte Album Anfang 2004 beginnen, hat Bassist und Gründungsmitglied Neil Busch die Band verlassen. Im Studio bleiben Trail Of Dead zu dritt – für Live-Shows holen sie Danny Wood (Bass, früher bei The Rise aus Austin) und Doni Schroader (zweiter Schlagzeuger, früher bei Forget Cassettes aus Nashville) in die Formation. Zu den semiprominenten Gastmusikern zählt Violinistin Hilary Hahn, als Produzent ist in alter Verbundenheit ihr Freund Mike McCarthy dabei.

„Was ich heutzutage am Musikmachen aufregend finde? Dass es so bitter nötig ist, es besser zu machen als die anderen“, sagt Conrad Keely. „Rock’n’Roll ist wehleidig geworden, alle beklagen sich nur. Meiner Meinung nach sind die so genannten Grunge-Bands der Neunziger daran schuld. Die Klagen darüber, wie schlecht es allen geht, sind so scheinheilig – diese ganzen Musiker sind privilegierte, bestens versorgte Weiße. Worüber beklagen die sich überhaupt?“

Gesichert ist: …And You Will Know Us By The Trail Of Dead spielen 1994 in Austin die ersten Bandproben. Austin ist mit seinen gut 800 000 Einwohnern die liberale Oase im berüchtigt konservativen „Lone Star State“ Texas, eine Uni-Stadt, in der viele nach dem Examen hängen bleiben, mit Teilzeit-Jobs auskommen und in der großzügig bemessenen Freizeit Musik machen. Die Butthole Surfers, Spoon oder American Analog Set bringen es zu gewissem Ruhm, zahllose kleine Bands kennt jenseits der Stadt kein Mensch. Die damals vier Trail Of Dead-Mitglieder fühlen sich in der gemütlichen Community wohl, laufen in der Austin-typischen legeren Bürokleidung herum, die es ihnen erlaubt, direkt von der Arbeit zum Konzert zu gehen und dort nicht schnöselig zu wirken.

Die Leute vergleichen Trail Of Dead mit Sonic Youth, mit At The Drive-In und den frühen Smashing Pumpkins. Nach der ersten Live-Kassette auf einem lokalen Label erarbeiten sie sich mit zwei Indie-Alben und vor allem mit ihren unvergleichlichen Auftritten einen donnernden Ruf, der Ende 2001 zum Vertrag mit Interscope führt. „Source Tags & Codes“, ein brachial romantisches Post-Emocore-Kunstwerk, bekommt durchweg hervorragende Kritiken, bringt Trail Of Dead aber noch nicht an die Chartspitze – wo die Band allerdings hin will, früher oder später. Conrad Keely, der im Internet sogar Tipps gibt, wie man eine Gitarre am schnellsten kaputt kriegt: „Ich hatte nie den Vorsatz, etwas zu zerstören. Es geht mir mehr darum, Dinge zu reparieren. Die Punks hatten seinerzeit das Ziel, die Rockmusik zu zerstören, und wenn ihr mich fragt: Das ist ihnen gut gelungen, wie man jeden Tag im Radio hören kann.“

„Random lost souls have asked me/ „What’s the future of rock’n’roll?“/ I say, I don’t know, does it matter?“ singt Keely in „Worlds Apart“ – die naheliegendste Bemerkung hierzu wäre, dass Trail Of Dead selber die Antwort auf diese Frage sind, aber in solchen Kategorien denken wir ja nicht, oder? Hunderttausende von Fans, die die Band seit Jahren innig lieben und Stücke von zerschlagenen Gitarren in ihren Zimmern aufbewahren, müssen nun großzügig loslassen: „Worlds Apart“ ist ein Album, das rausprescht auf die höchsten Klippen, für das jede Szene zu klein ist. Musik, die sich selbst so laut macht, dass alle Ohren sie hören können. Oh Gott, was für eine Band.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

...Trail Of Dead sind:
Conrad Keely – Gesang, Gitarre, Schlagzeug
Jason Reece – Schlagzeug, Gitarre, Gesang
Kevin Allen – Gitarre

Was wissen wir über Trail Of Dead?

Trail Of Dead sind jedenfalls die, die am Ende des Konzerts ihre Instrumente zertrümmern. Nicht immer, aber oft. Allerdings ist es nicht so, dass Trail Of Dead das tun, wenn die Setliste durchgespielt ist, sondern: Sie spielen und zertrümmern ihre Instrumente gleichzeitig, und das machen sie so lange, bis irgendwann kein Instrument zum Spielen mehr übrig ist. Als Trail Of Dead (wir verkürzen den Bandnamen hier nur, um Platz und Atem zu sparen) im Sommer 2002 in London als Vorgruppe der Sex Pistols spielten, rannte gegen Ende das Ordnungspersonal auf die Bühne und hielt sie mit Gewalt davon ab, irgendetwas zu zerschlagen. Die Punks im Publikum hätten das missverstehen können.

Was wissen wir nicht über Trail Of Dead?

Wir wissen nicht, auf wieviele ihrer Lügen wir schon hereingefallen sind. Haben sich Keely und Reece wirklich in ihrer Jugendzeit auf Hawaii kennen gelernt und sind dann nach Austin, Texas gezogen, weil es auf der Insel zu wenig Auftrittsmöglichkeiten gab? Stammt der Bandname tatsächlich aus einer Opferfeier-Liturgie der Mayas und markiert dort den Moment, in dem der Priester dem Tier die Kehle durchschneidet? Sind sie wirklich nur von Beatles, Stones, The Who und Led Zeppelin beeinflusst (und nicht von Sonic Youth)? Und ist der große, schlaue musikhistorische Essay, den Keely zur neuen Platte geschrieben hat, ganz ernst gemeint oder nur ein intellektueller Bluff?

Vor allem: Wie schaffen es Trail Of Dead, nach jedem fantastischen Album ein noch fantastischeres aufzunehmen?

„Worlds Apart“, ihr viertes Album, ist die Rock’n’Roll-Platte für eine Zeit, in der Rock’n’Roll eigentlich unmöglich geworden ist – weil sein Nettoverdienst zu hoch ist, weil wir alle seine Gesten und Verkleidungen sofort durchschauen können, weil selbst Ironie ein lahmes Klischee geworden ist, weil alles „irgendwie retro“ klingt, weil für Bescheidenheit hier kein Platz ist. Trail Of Dead sind großkotzig und kein Stück albern dabei, Trail Of Dead brüllen in erhebenden Melodien und haben mit dem Titelsong der Platte (auch die erste Single) einen unglaublichen Hit in der Tasche, den man nicht mal dann vergessen kann, wenn langsam das Kopfweh hochkriecht. Trail Of Dead schnitzen Prog-Rock aus Punk, Trail Of Dead bauen Eiskristalle, Feuersbrünste und blutige Sonnenuntergänge nach. Sie sind ein berechnender Haufen, aber ihre Rechnungen gehen hundertprozentig auf, immer.

„Als ich die Songs für das Album komponierte, habe ich bei jeder kleinen Schreibblockade den Sender 101X aufgedreht, unser Alternative-Rock-Radio hier in Austin“, sagt Conrad Keely. „Und ich habe mir angehört, wie grottenschlecht die Musik ist. Die Top-40-Alternative-Bands haben mich inspiriert, weil ich hinterher genau wusste, wie unser Album auf keinen Fall klingen soll.“

Nach der brillanten, rhythmusbetonten EP „The Secret Of Elena’s Tomb“ (erschienen im Sommer 2003) vollenden Trail Of Dead die Handwerksarbeiten an ihrem eigenen Studio in Austin. Als die Aufnahmen für das vierte Album Anfang 2004 beginnen, hat Bassist und Gründungsmitglied Neil Busch die Band verlassen. Im Studio bleiben Trail Of Dead zu dritt – für Live-Shows holen sie Danny Wood (Bass, früher bei The Rise aus Austin) und Doni Schroader (zweiter Schlagzeuger, früher bei Forget Cassettes aus Nashville) in die Formation. Zu den semiprominenten Gastmusikern zählt Violinistin Hilary Hahn, als Produzent ist in alter Verbundenheit ihr Freund Mike McCarthy dabei.

„Was ich heutzutage am Musikmachen aufregend finde? Dass es so bitter nötig ist, es besser zu machen als die anderen“, sagt Conrad Keely. „Rock’n’Roll ist wehleidig geworden, alle beklagen sich nur. Meiner Meinung nach sind die so genannten Grunge-Bands der Neunziger daran schuld. Die Klagen darüber, wie schlecht es allen geht, sind so scheinheilig – diese ganzen Musiker sind privilegierte, bestens versorgte Weiße. Worüber beklagen die sich überhaupt?“

Gesichert ist: …And You Will Know Us By The Trail Of Dead spielen 1994 in Austin die ersten Bandproben. Austin ist mit seinen gut 800 000 Einwohnern die liberale Oase im berüchtigt konservativen „Lone Star State“ Texas, eine Uni-Stadt, in der viele nach dem Examen hängen bleiben, mit Teilzeit-Jobs auskommen und in der großzügig bemessenen Freizeit Musik machen. Die Butthole Surfers, Spoon oder American Analog Set bringen es zu gewissem Ruhm, zahllose kleine Bands kennt jenseits der Stadt kein Mensch. Die damals vier Trail Of Dead-Mitglieder fühlen sich in der gemütlichen Community wohl, laufen in der Austin-typischen legeren Bürokleidung herum, die es ihnen erlaubt, direkt von der Arbeit zum Konzert zu gehen und dort nicht schnöselig zu wirken.

Die Leute vergleichen Trail Of Dead mit Sonic Youth, mit At The Drive-In und den frühen Smashing Pumpkins. Nach der ersten Live-Kassette auf einem lokalen Label erarbeiten sie sich mit zwei Indie-Alben und vor allem mit ihren unvergleichlichen Auftritten einen donnernden Ruf, der Ende 2001 zum Vertrag mit Interscope führt. „Source Tags & Codes“, ein brachial romantisches Post-Emocore-Kunstwerk, bekommt durchweg hervorragende Kritiken, bringt Trail Of Dead aber noch nicht an die Chartspitze – wo die Band allerdings hin will, früher oder später. Conrad Keely, der im Internet sogar Tipps gibt, wie man eine Gitarre am schnellsten kaputt kriegt: „Ich hatte nie den Vorsatz, etwas zu zerstören. Es geht mir mehr darum, Dinge zu reparieren. Die Punks hatten seinerzeit das Ziel, die Rockmusik zu zerstören, und wenn ihr mich fragt: Das ist ihnen gut gelungen, wie man jeden Tag im Radio hören kann.“

„Random lost souls have asked me/ „What’s the future of rock’n’roll?“/ I say, I don’t know, does it matter?“ singt Keely in „Worlds Apart“ – die naheliegendste Bemerkung hierzu wäre, dass Trail Of Dead selber die Antwort auf diese Frage sind, aber in solchen Kategorien denken wir ja nicht, oder? Hunderttausende von Fans, die die Band seit Jahren innig lieben und Stücke von zerschlagenen Gitarren in ihren Zimmern aufbewahren, müssen nun großzügig loslassen: „Worlds Apart“ ist ein Album, das rausprescht auf die höchsten Klippen, für das jede Szene zu klein ist. Musik, die sich selbst so laut macht, dass alle Ohren sie hören können. Oh Gott, was für eine Band.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Verbessern Sie diese Seite

Sie sind der Künstler, das Label oder das Management des Künstlers? Über Artist Central können Sie dieser Seite eine Biografie, Fotos und mehr hinzufügen und die Diskografie bearbeiten.

Feedback

Sehen Sie sich die häufigsten Fragen zu unseren Künstler-Seiten an
Senden Sie uns Feedback zu dieser Seite