Kein Kind, dem der Menschenkundeunterricht im fünften Schuljahr nicht etwas vom Liebsten war - und kein Erwachsener, der hier nicht mit Vergnügen ein bisschen tiefer in die Leichen blickt, die ihm der Autor PD. Dr. Helmut Wicht, Anatom an einer deutschen Universität, schön präpariert, illustriert und literarisch aufbereitet mit einem Augenzwinkern zu einem abendlichen Glase Wein anbietet. Entspannt darf man erfahren, dass das Bohren in Nase und/oder Ohr keine Unflätigkeit, sondern im Grunde eine wissenschaftliche Handlung darstellt (vgl. Digitus quintus) - und nach der Vertiefung in den wahren Grund für den Kubismus bleibt der Leserin, dem Leser nichts Menschliches mehr fremd.
Vorbehaltlose Empfehlung aus Spass an der Freud, auch sehr geeignet als Präsent am Krankenbett.
Man möchte ja wissen, wie's weitergeht.