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Anatomie eines Mordes[NON-US FORMAT, PAL]


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Produktinformation

  • Darsteller: James Stewart, Lee Remick, Ben Gazzara, Arthur O'Connell, Eve Arden
  • Regisseur(e): Otto Preminger
  • Produzenten: Otto Preminger
  • Format: PAL
  • Region: Region 2
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Sony Pictures Home Entertainment
  • Erscheinungstermin: 14. Dezember 2012
  • Spieldauer: 160 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00AOC91H2
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 36.651 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Leutnant Marion (Ben Gazarra) hat die Vergewaltigung seiner Frau Laura (Lee Remick) gerächt. Mit der Ermordung des Gewalttäters. Auf diese Tat steht nur ein Urteil, die Todesstrafe. Rechtsanwalt Dr. Biegler (James Stewart) versucht, den Kopf des Leutnants aus der Schlinge zu ziehen. Jedoch sprechen alle Beweise gegen seinen Mandanten. Auch die bildhübsche Laura gerät bald ins Zwielicht, denn ihr Vergewaltiger galt als ehrenwerter Mann. Entspricht ihre Aussage wirklich den Tatsachen? Dr. Biegler sieht nur einen Ausweg: Er muss die Unzurechnungsfähigkeit seines Mandanten beweisen. Der Anwalt kämpft verzweifelt gegen die Welle der erdrückenden Indizien. Im letzten Moment findet sich noch ein neuer Kronzeuge, der den Vergewaltiger schwer belastet. Aber wird dies reichen? Dr. Biegler beginnt sein Schlussplädoyer mit dem Mut der Verzweiflung ...

Dieser Titel wird für Sie nach Bestellung auf DVD-R Disc produziert, die von den meisten DVD-Spielern abgespielt wird. Ob Ihr DVD-Spieler das DVD-R-Format abspielen kann, entnehmen Sie bitte der Gebrauchsanweisung.

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Regisseur Otto Preminger machte aus diesem Gerichtsstück, basierend auf dem bekannten Roman von Robert Traver, ein packendes Drama. James Stewart spielt einen Kleinstadt-Rechtsanwalt, der einen Offizier der Armee (Ben Gazzara)verteidigt. Dieser wird angeklagt, einen Barbesitzer ermordet zu haben, der die Frau des Offiziers (Lee Remick) angegriffen hat.

Das dichte Drehbuch, die weitgreifende Darstellung von James Stewart und die -- damals -- gewagten Versatzstücke der Handlung (Worte wie "Höschen" werden im Rahmen der Diskussion eines sexuellen Verbrechens ausgesprochen) geben den Ereignissen eine gewisse Unmittelbarkeit -- was man in aktuelleren Filmen über Rechtssprechung nicht allzu oft findet. Lee Remick und Ben Gazzara liefern gute Leistungen ab, ebenso wie George C.Scott , Arthur O'Connell und der auch im wahren Leben als Richter arbeitende Joseph N.Welch, der in diesem Film, verständlich, den Richter spielt. Alles in allem ein sehr befriedigendes Filmerlebnis. --Tom Keogh -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Sören Haase am 26. März 2003
Format: DVD
Eine Vergewaltigung ín einer Kleinstadt. Ein Rachemord im Affekt. Ein zwielichtiger Mandant, eine untreue Ehefrau und ein Duell zwischen Ankläger und Verteidiger, die beide gleichermaßen eiskalt wie genial sind. Aus diesen Zutaten konstruiert das Regiegenie Otto Premminger einen der genialsten Gerichtsfilme, die ich je sah. Allerdings ist er keine leichte Kost, kein idealistischer Film über Gerechtigkeit, an dem am Ende Wahrheit und Gerechtigkeit siegen. Er ist vielmehr eine filmische Studie des amerikanischen Rechtssystems, in dem die zwielichtige Moral amerikanischer Anwälte beleuchtet wird, d.h. keine dramatischen Effekte, dafür aber geschliffene Rededuelle und das köstlich ironische Spiel von James Stewart. Ein Meisterwerk in Schwarzweiß! Wer diesen Film nicht mag, ist selber schuld.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Isabelle Klein TOP 100 REZENSENT am 14. April 2013
Format: DVD Verifizierter Kauf
Regie: Otto Preminger, mit: James Stewart, Lee Remick, Ben Gazzara, Arthur O'Connell, Eve Arden; Columbia, USA 1959, 155 min

Paul Biegler (Stewart) -ehemals Staatsanwalt eines kleines Kaffes im ländlich angehauchten Michigan- verbringt seine Tage recht abwechslungslos als erfolglos praktizierender Anwalt mit fischen, seinem Piano und indem er mit seinem -dem Alkohol nicht abgeneigten- Freund und ebenso erfolglosen Anwaltskollegen Parnell McCarthy die Zeit totschlägt. Da tritt die Ehefrau des Soldaten Frderick Mannion (Gazzara), Laura (Remick) an Biegler heran, mit der Bitte dessen Verteidigung zu übernehmen. Diesem wird vorgeworfen den Barbesitzer Barney Quill mit fünf Schüssen getötet zu haben. Quill brachte Laura nach einem Abend in dessen Inn nach Hause und vergewaltigte sie auf dem Weg. Nachdem sie ihrem Mann die Tat gestand, schnappte sich dieser sein Gewehr und fuhr ins Inn - mit bekanntem Ausgang.
Obwohl ihm Mannion weder sympathisch ist, noch über das nötige Geld verfügt, übernimmt Biegler -zusammen mit Parnell- die Verteidigung.

Was Preminger uns nun über 155 Minuten vor Augen führt ist extrem gelungen, zynisch, provokant, extrem interssant und zugleich unterhaltsam. Der sich entwickelnde Prozess - inklusive Staatsanwaltschaft und Richter- ist ALLES, aber keinesfalls OBJEKTIV. Dass Wahrheit, oder das was man dafür hält, stets auch im Auge des Subjekts liegt wird eindrucksvoll inszeniert: Verteidigung, Anklage, Angeklagter, seine Frau, die Zeugen, alle haben differierende Ansichten was wahr bzw. falsch ist; zudem variieren ihre Sichtweisen bezüglich Justiz, Moral, Integrität und Ethik.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Tristram Shandy TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 3. Juli 2012
Format: DVD
(Vorsicht, Spoiler!)

Das ist alles, was der Kleinstadtanwalt Paul Biegler (James Stewart) und sein Adlatus Parnell McCarthy (Arthur O'Connell) auf dem Wohnwagenpark wiederfinden, als sie nach abgeschlossenem Prozeß ihren Klienten und dessen Frau aufsuchen, um sich ihr Honorar zu holen. Das junge Ehepaar hat sich aus dem Staub gemacht, ohne seine Schulden zu bezahlen, und das, was sie zurückgelassen haben - leere Alkoholflaschen und ein ruinierter Damenschuh - spricht dafür, daß es am Vorabend sehr turbulent zugegangen sein muß.

Ein zynischer Abschluß für einen schonungslos ehrlichen Film. 1959, als er in die Kinos kam, war Otto Premingers "Anatomy of a Murder" zwar vor allem wegen der Offenheit, mit der in den Gerichtsszenen über Vergewaltigung und Sexualität gesprochen wurde, heftig umstritten - der Fama nach soll sogar Stewarts Vater öffentlich zum Boycott gegen diesen von ihm als "unanständig" gebrandmarkten Film aufgerufen haben -, doch wenn der moderne Zuschauer, trainiert durch den Genitalhumor unzähliger amerikanischer und in deren Gefolge auch europäischer Erfolgsserien sowie zivilisatorischer Meisterwerke wie "Hangover", in bezug auf Körpersäfte mittlerweile hart im Nehmen ist, so vermag die Illusionslosigkeit, mit der das Gerichtswesen gezeichnet wird, auch heute noch zu schockieren - denn wir wollen ja alle nur das Beste und lassen es uns gern von allmächtigen Institutionen versprechen.

"Anatomy of a Murder" ist in zweierlei Hinsicht ein ganz besonderer Gerichtsfilm.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Klein Tonio VINE-PRODUKTTESTER am 20. Oktober 2009
Format: DVD
Ein Mann hat den Vergewaltiger seiner Frau erschossen, der Film schildert im wesentlichen den Mordprozess. Wie genial ist der Titel gewählt - Beinahejurist Otto Preminger leistet wirklich eine "Anatomie" und seziert die Tat, die Begleitumstände, aber auch die Gesellschaft und das Gerichtssystem. Messerscharf, klug und sehr böse. Einmal abgesehen davon, dass die Ereignisse mit einer für die US-Zensur des Jahres 1959 unerhörten Gründlichkeit (aber ohne Voyeurismus) aufgearbeitet werden, kommt hier vieles vor, das es im Gerichtsfilm noch nie gab und auch bis heute kaum einmal gibt. "Anatomie eines Mordes" ist anders. Nach einer klassischen "abgehalfterter Anwalt bekommt seinen großen Fall"-Einleitung geht es zur Sache. Den Anwalt spielt James Stewart, und hinter der Stewart-typischen, immer etwas schnöseligen, immer etwas bewusst übertriebenen (und manchmal ziemlich spaßigen) Attitüde lauert klar erkennbar der schlaue Fuchs. Ein gemeiner Fuchs zudem, der schön unsauber kämpft und genau weiß, dass der Richter mit einem "Meine Damen und Herren Geschworenen, betrachten Sie diese Aussage als nicht gehört" auch nichts mehr im Kopfe der Geschworenen rückgängig machen kann (endlich wird diese Absurdität des US-Prozessrechts einmal offengelegt). Hier gibt es keinen aufrechten Recken gegen ein unmenschliches System, auf keiner Seite. Und Gerechtigkeit auch nicht. Wahrheitsfindung schon gar nicht. Das Genialste an diesem Film ist vielleicht, dass Preminger am Ende vom Gerichtssystem, von einer sadomasochistisch angehauchten Ehe, von bestimmten gesellschaftlichen Vorurteilen ALLES aufgedeckt hat, aber von den Fakten so gut wie nichts.Lesen Sie weiter... ›
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