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Anatomie der Schwermut: Über die Krankheit Depression [Gebundene Ausgabe]

Lewis Wolpert , Sylvia Höfer
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 6,95 kostenlose Lieferung Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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C.H.Beck
C.H.Beck - Die Welt im Buch
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Kurzbeschreibung

18. März 2008
Vor einigen Jahren durchlebte der berühmte Biologe Lewis Wolpert eine schwere depressive Phase. Trotz eines glücklichen Privatlebens und beruflichen Erfolgs konnte er nur noch an Suizid denken. Nach seiner Heilung wurde ihm das Stigma deutlich, das auf dieser bösartigen Erkrankung lag - und wie schwer es war, an zuverlässige Informationen zu kommen. Mit bemerkenswerter Offenheit schrieb er daraufhin "Anatomie der Schwermut" - eine klare und seriöse Darstellung der Ursachen und Behandlungsformen von Depression. Wolperts Buch, das in Großbritannien mittlerweile in dritter Auflage vorliegt und auch die Grundlage für eine Fernsehserie der BBC bildete, informiert über den neuesten Stand der wissenschaftlichen und medizinischen Forschung zum Thema Depression - von den möglichen Gefahren von Antidepressiva und der Entdeckung von Genen, die eine Disposition für die Erkrankung darstellen, bis hin zu der Frage, wie wir zu einem besseren Verständnis dessen gelangen, was seelische Gesundheit überhaupt bedeutet.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 303 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 1 (18. März 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406570917
  • ISBN-13: 978-3406570919
  • Originaltitel: Malignant Sadness
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,2 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 172.940 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Lewis Wolpert, geb. 1929, ist ein renommierter Entwicklungsbiologe und Buchautor. Er schrieb Wissenschaftssendungen für die BBC und war lange Zeit Kolumnist bei der britischen Tageszeitung "The Independent". 1980 wurde Wolpert Mitglied der Royal Society und 1990 Commander of the Order of the British Empire; 1999 wurde er in die Royal Society of Literature aufgenommen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
"Es war die schmerzlichste Erfahrung meines Lebens. Noch qualvoller sogar, als meiner krebskranken Frau beim Sterben zuzusehen. Ich schäme mich zu gestehen, dass sich meine Depression schlimmer anfühlte als ihr Tod, aber es ist die Wahrheit. Ich befand mich in einem Zustand, der nichts anderem ähnelte, was ich je zuvor erlebt hatte. Ich fühlte mich nicht nur sehr niedergeschlagen und deprimiert im üblichen Sinne des Wortes. Ich war schwer krank. Ich war völlig mit mir selbst beschäftigt, negativ gestimmt und dachte die meiste Zeit an Selbstmord. Ich konnte nicht richtig denken, geschweige denn arbeiten, und wollte mich den ganzen Tag nur ins Bett verkriechen. Ich konnte nicht Rad fahren oder aus eigenem Antrieb das Haus verlassen. Ich bekam Panikattacken, wenn man mich allein ließ. Und es traten zahlreiche körperlichen Symptome auf ....jedes neue physische Anzeichen löste extreme Angst aus .. die Zukunft war ohne Hoffnung. Ich war überzeugt, dass ich nie wieder arbeiten oder gesund werden würde. Ich hatte große Angst davor, verrückt zu werden."

Mit diesen Sätzen beginnt ein eindrucksvolles Buch, Sätze, die wohl nur dem Menschen so richtig in die Knochen und die Seele fahren, der sich selbst einmal in einem solchen, dem Tod näher als dem Leben verorteten Zustand befunden hat. Geschrieben hat dieses wirklich einzigartige Buch der englische, weltberühmte Biologe Lewis Wolpert, der vor einigen Jahren trotz großen beruflichen Erfolgs und trotz eines glücklichen Privatlebens eine schwere Depression durchlebte.
Sein Beispiel zeigt, dass auch ohne eine direkte Krise, jeder von uns in eine solche Situation kommen kann.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von H. P. Roentgen TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Lewis Wolpert, ein bekannter Entwicklungsbiologe und Wissenschaftsautor durchlebte selbst schwere depressive Phasen. Er konnte nur noch an Suizid denken. Diese Erkrankung erlebte er noch schmerzlicher als den Tod seiner Frau.

Und weil er feststellte, dass Depression immer noch mit einem Stigma belastet ist und er so wenig sachgerechte Informationen darüber fand, hat er selbst ein Buch geschrieben.

Das Buch ist voll mit Informationen, wissenschaftlichen Ergebnissen, die zeigen, wie wenig wir über die Krankheit Depression wissen, wie widersprüchlich oft die Forschungsergebnisse sind. Wolpert ist ein Kenner der Materie, das prägte sein Buch. Das ist sein größter Vorteil, aber gleichzeitig auch die Krux. Eben weil es so disparat ist, so viele Forschungsergebnisse vorstellt, ertrinkt der Leser leicht in der Fülle der Informationen.

Dagegen berichtet Wolpert nur am Rande über seine eigenen Erfahrungen. Diese Berichte sind bedrückend, lassen ahnen, was der Autor mitgemacht hat. Aber sie gehen in der Vielzahl der wissenschaftlichen Berichten leicht unter.

So ist Wolperts Buch für jeden geeignet, der sich über den Stand der Forschung informieren möchte. Weniger geeignet ist es für diejenigen, die sich dafür interessieren, wie Kranke die Depression erleben. Dafür findet sich mittlerweile erheblich bessere Literatur, ZB Wogons "Ich kann nicht wollen".

(C) Hans Peter Roentgen
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Lewis Wolpert, Entwicklungsbiologe, befasst sich in diesem Buch mit der Krankheit Depression, unter der er selber mehrfach gelitten hat. Auf vielfältige Weise nähert er sich dem Thema: Er beschreibt psychologische und biologische Erklärungsansätze, stellt Forschungsergebnisse vor, befasst sich mit einem möglichen evolutionären Nutzen der Erkrankung und beschreibt, welche Behandlungsmethoden welche Erfolge aufweisen.
Für ihn ist die Depression eine bösartige (also pathologsich gewordene) Traurigkeit. Traurigkeit sei zunächst ein adaptives, also wichtiges Gefühl. Doch gerate sie außer Kontrolle, könne eine Depression entstehen.
Wolpert ist ganz Wissenschaftler, rechnet mit psychoanalytischen Erklärungsansätzen ab, da ihnen jede wissenschaftliche Grundlage fehle. Er verhüllt seine Sympathie für biologische Erklärungsansätze nicht, betont aber dennoch die Wichtigkeit einer psychotherapeutischen Behandlung.
Das Buch ist für Laien und Fachleute gleichermaßen gewinnbringend und liefert einen fundierten Blick auf die Krankheit "Depression". Wolpert schreibt als Betroffener und Wissenschaftler zugleich - die größte Stärke des Buches, welche von seinen persönlichen Erfahrungen profitiert, ohne zu einem Erfahrungsbericht oder Selbsthilfebuch zu werden.
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5.0 von 5 Sternen Wohltuend anders als viele andere Bücher ... 15. August 2014
Format:Gebundene Ausgabe
, die sich mit Burnout und/oder Depressionen beschäftigen. Lewis Wolpert nähert sich dem Thema streng wissenschaftlich und sucht nach Evidenzien, die aber in allen Teilbereichen - Diagnostik, Verstehen, Behandlung - eher dürftig sind. Gerade diese Erkenntnis macht mir das Buch sehr sympathisch, da es die Komplexität der Krankheit Depression aufzeigt und allen "Ich-habs-gefunden-Autoren", die sich auf einen bestimmten Aspekt der Krankheit stürzen und diesen als das Nonplusultra überhaupt propagieren, einen deutlichen Riegel vorschiebt. Wohltuend finde ich auch, dass er seine eigenen Erfahrungen zwar mit einfließen lässt, diese aber nicht in den Mittelpunkt stellt.

Jedenfalls wird deutlich, dass bei Diagnostik und Behandlung noch viel "Stochern im Nebel" im Spiel ist und dass die jüngsten Fortschritte im Verständnis der komplexen biochemischen Vorgänge im Gehirn nur erste Schritte auf einem langen Weg darstellen. Sein sachliches und fundiertes Werk ist in meinen Augen ein wichtiger Beitrag rund um den Themenbereich Burnout und Depresseion. Fünf Sterne!
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