Aus der Amazon.de-Redaktion
Der erfolgreichste deutsche Kinofilm des Jahres 2000,
Anatomie, wurde nach seinem Ableben an den Theaterkassen einer Autopsie unterzogen: Wo lag der Grund für den großen Anklang, den er beim Publikum erreichte? Sicher, er schwamm im Fahrwasser der Teenie-Slasher
Scream und
Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast. Und weiterhin war die Hauptrolle mit Franka Potente, dem Star des Vorjahresabräumers
Lola rennt, besetzt. Auf den ersten Blick mag diese einfache Rechnung aufgehen, doch
Anatomie funktioniert auch auf vielen anderen Ebenen: Er beginnt als flotte Studentenposse mit eindeutig zweideutigen Sprüchen aus dem Fundus der beliebten Highschool-Filme amerikanischer Bauart. Zum düster-fröhlichen Forschen im Sinne der
Flatliners kommt ein wenig Frankenstein-Grusel -- nicht zu vergessen die Leichenspielereien alter Schocker-Streifen aus der britischen "Hammer"-Schmiede. Bald wird die Leichenhalle aber so ungemütlich wie in
Nightwatch - Nachtwache und es schleicht sich Mediziner-Thrill à la
Coma ein. Als Eiswürfel im Spannungcocktail klirren düstere Experimente der Vergangenheit, und ein guter Schuss klassischer Geheimbund-Schauerromantik rundet das Ganze ab.
Regisseur Stefan Ruzowitzky (Tempo, Die Siebtelbauern) ist es gelungen, sich von all den Vorbildern kleine Fassetten zu entlehnen, aber nicht an sie zu klammern. Anatomie hat seine eigene Bild- und Erzählsprache und nutzt die Kulisse Heidelbergs nicht als bloße Schablone: Weder wird eine Hollywood-Geschichte mit dünner Lokaltünche überzogen, noch werden Touristen-Klischees bedient. Franka Potente (Der Krieger und die Kaiserin) spielt souverän die wissbegierige Studentin mit überschatteter Vergangenheit. Benno Führmann (Der Eisbär) gestaltet beide Seiten seiner Figur mit überraschender Überzeugungskraft. Auch die weiteren Darsteller, Anna Loos, Holger Speckhahn und Sebastian Blomberg, haben dankbare Rollen, die keineswegs so standardisiert sind, wie sie zunächst erscheinen. Anatomie ist nicht die moderne Wiedergeburt des deutschen Horrorfilms der 20er-Jahre, wie es die Produzenten teilweise im Sinn gehabt hatten. Vielmehr ist er ein hoffnungsvoller Anschluss an das zeitgemäße und erfolgreiche Unterhaltungskino. Dies zeigt sich auch in der englischen Synchronfassung, die auf der DVD enthalten ist: Ein Vergleich lohnt sich unbedingt. --Alexander Röder
Amazon.de DVD-Bewertung
Das Bonusmaterial enthält aufschlussreiche Interviews mit Schauspielern und Machern -- insgesamt 18 Minuten -- und einen fünfminütigen Werbefilm mit einigen Blicken hinter die Kulissen. Ein kurzes Segment über die speziellen Make-Up-Effekte dokumentiert die Entstehung der anatomischen Präparate. Anhand einer kompletten Filmsequenz wird die Umsetzung der Storyboards beschrieben, Regisseur Ruzowitzky dokumentiert weiterhin zwei entfallene Szenen. Zwei Fotogalerien zeigen Bilder vom Dreh und der Entstehung des DVD-Menüs. Texttafeln bieten ausführliche Filmografien der Mitwirkenden, weitere Informationen vermittelt der Erzähler. Abgerundet wird alles durch das Musikvideo zum Filmsong von Anna Loos, den Kinotrailer und den Teaser. Besonders interessant: der Off-Kommentar des Regisseurs. Der englische und der deutsche Ton sind jeweils in Dolby Digital 5.1.
--Alexander Röder
Video Jakob Kurzinhalt
Für die ehrgeizige Medizinstudentin Paula geht ein Traum in Erfüllung: Sie wird während des Sommers zu einem Elitekurs in Anatomie eingeladen. Doch die Freude über den Lehrgang wandelt sich schnell in jähes Entsetzen, als vor Paula auf dem Seziertisch ein junger Mann liegt, der nur einen Tag zuvor noch am Leben war. Allen Warnungen zum Trotz stellt Paula Nachforschungen an und stößt schon bald auf einen mysteriösen Geheimbund, der in den Gemäuern des ehrwürdigen Instituts sein Unwesen treiben soll. Daß sie sich damit selbst in Lebensgefahr bringt, merkt Paula erst spät - sehr, sehr spät...
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Eigentlich ganz knapp am Perfekt vorbei, denn die Schärfe ist halt nur "gut" und wir wollten ja objektiv bleiben. Die Fülle an Extras allerdings sollte bei einer so fein produzierten Disc auch Berücksichtigung finden. Es gibt nämlich: Trailer, Interviews, Making Of, Regiekommentar, entfallene Szenen und, und, und....Ein erfrischend intelligenter Film aus deutschen Landen, der nur wenig an den Darstellern krankt, die teilweise sogar brillieren. Technisch von höchstem Standard. Erschütternde Unterhaltung, stimmiges Suspense-Kino.
Bild: Ein deutscher Scopefilm und Dank des Mutterkonzerns Columbia in aufwendiger anamorpher Abtastung. Die Schärfe ist recht detailtief, aber dann doch nicht wirklich stechend. Die Totale von Heidelberg (00.10.50) enthält dem Zuschauer doch noch ein Wenig der Feinheiten vor. Mit Artefakten hat die Disc eigentlich keine Probleme, Kamerabewegungen, wie das Pullback bei 00.22.32 werden geschmeidig ohne merkliche Fehler abgeleistet. Kontrast- und Farbwerte sind einfach "sehr gut" und verschaffen dem Bild strahlende Plastizität.
Ton: Tja, so weit ist es gekommen, daß unsere schönen deutschen Filme englisch synchronisiert werden. Die deutsche Tonversion ist umwerfend und schafft von der ersten Sekunde an eine eindringliche Atmosphäre (00.01.44, Präparationssaal). Direktionale Effekte verschaffen der Disc eine superbe Ortbarkeit (00.16.30, Bierkrüge vorn links) und die Musikmischung ist tiefgreifend, durchsichtig und akzentuiert kanalverteilt (00.21.45). Ebenso die Songs. Die englische Fassung ist im Stimmen-Bereich weniger gut verständlich als die deutsche und klingt dort etwas steril. Deutsch: Soundbombe. --movieman.de
VideoMarkt
Für die ehrgeizige Medizinstudentin Paula geht ein Traum in Erfüllung, als sie zu einem Elitekurs in Anatomie beim berühmten Heidelberger Professor Grombeck zugelassen wird. Doch die Freude weicht schnell blankem Entsetzen, als auf den Seziertisch der jungen Frau ein Mann zu liegen kommt, der nur einen Tag zuvor noch am Leben war. Allen Warnungen zum Trotz stellt Paula Nachforschungen an und kommt bald einem mysteriösen Geheimbund auf die Spur, der in den Gemäuern des ehrwürdigen Instituts sein Unwesen treibt...
Video.de
Der der Tradition von "Scream" und Co. verpflichtete Horror-Thriller, geschrieben und inszeniert vom Österreicher Stefan Ruzowitzky, war mit knapp zwei Millionen Zuschauern ganz zu Recht die bisher erfolgreichste deutsche Kino-Produktion des Jahres. In der Hauptrolle brilliert die etwas gegen den Strich besetzte Franka Potente ("Lola rennt"), würdige Mitspieler hat sie besonders in Benno Fürmann und Anna Loos. Packende, gnadenlos spannende und bis zuletzt überraschende Unterhaltung.
Blickpunkt: Film
Die ehrgeizige Medizinstudentin Paula kommt einem mysteriösen Geheimbund auf die Spur, der in den Gemäuern eines Heidelberger Instituts sein Unwesen treibt. Erfolgreicher Horror-Thriller aus deutschen Landen, der mit Franka Potente in der Hauptrolle problemlos an amerikanische Vorbilder wie "Scream" anknüpft.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Gnadenlos spannender Horrorthriller. Regisseur Stefan Ruzowitzky erweist sich mit der ersten Produktion der DCP Filmproduktion als vielseitiger Filmemacher.
Kurzbeschreibung
Franka Potente, Benno Fürmann
Produktbeschreibungen
Die einen studieren. Die anderen werden studiert. Für die ehrgeizige Medizinstudentin Paula (Franka Potente) geht ein Traum in Erfüllung: Sie wird zu einem Elitekurs in Anatomie bei dem berühmten Heidelberger Professor Grombek zugelassen. Doch die Freude wandelt sich schnell in jähes Entsetzen, als vor Paula auf dem Seziertisch ein junger Mann liegt, der tags zuvor noch quicklebendig war. Allen Warnungen zum Trotz stellt Paula Nachforschungen an und stößt schon bald auf einen mysteriösen Geheimbund, der in den Gemäuern des ehrwürdigen Instituts sein Unwesen treiben soll. Dass sie sich damit selbst in Lebensgefahr bringt, merkt Paula erst spät - sehr, sehr