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Anatomie des Faschismus
 
 
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Anatomie des Faschismus [Gebundene Ausgabe]

Robert O. Paxton , Dietmar Zimmer
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (7. Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421059136
  • ISBN-13: 978-3421059130
  • Originaltitel: The Anatomy of Fascism
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 630.436 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Robert O. Paxton
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Faschismus war eine der bedeutendsten politischen Kräfte des 20. Jahrhunderts und Quelle millionenfachen Unglücks. Das Geheimnis seiner Attraktivität erscheint angesichts der Horrorbilanz, die er hinterlassen hat, immer noch rätselhaft. Robert O. Paxton trägt zu einem neuen Verständnis des Phänomens bei. In einer vergleichenden Studie analysiert er, wie der Faschismus in den verschiedenen europäischen Ländern in Aktion trat, unter welchen Bedingungen er mächtig werden konnte und welche Gefahr noch heute von ihm ausgeht. In einer Zeit massiver sozialer und sicherheitspolitischer Herausforderungen neigen demokratische Gesellschaften dazu, bürgerliche Freiheiten zu beschneiden und nach rechts zu rücken. Das war in den zwanziger und dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts so, das kennzeichnet aber auch die Politik dieser Tage, sei es in Italien, den Niederlanden oder den USA. Paxton macht kenntlich, an welchen Punkten die zivilisatorischen Grenzen überschritten werden.

• Die politische Verführungskraft des Faschismus ist nach wie vor vorhanden. Um so dringlicher ist es, seine Funktionsweise zu verstehen.
• Faschisten rücken immer dann näher an die Macht, wenn die konservativen Kräfte der Gesellschaft beginnen, sich ihre Techniken auszuleihen.

Über den Autor

Robert O. Paxton, geboren 1932, ist emeritierter Professor für Geschichte an der Columbia University, New York. Er hat zahlreiche Bücher über Europa und insbesondere Frankreich im 20. Jahrhundert veröffentlicht und wurde für seine Studien über Vichy-Frankreich mehrfach ausgezeichnet.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der Begriff des Faschismus ist im allgemeinen Sprachgebrauch ziemlich verwässert und unklar. Robert Paxton versucht in seinem Werk "Anatomie des Faschismus" die verschiedenen Entwicklungsstadien faschistischer Bewegungen nachzuzeichnen. Mir hat dieses Buch endlich klare Kriterien zur Definition faschistischer Regime geliefert, während sich viele andere Historiker, die am Thema gearbeitet haben, gerne auf ein diplomatisches, aber wenig hilfreiches "genau kann man es nicht festlegen" zurück gezogen haben. Natürlich ist Paxtons Buch keine Faschismus-Checkliste, aber dennoch umreisst es die entscheidenden Charakteristika des Faschismus auf überzeugende Weise. Allgemein besticht das Werk durch eine gut verständliche, aber dennoch anspruchsvolle Schreibweise und prägnant formulierte Gedanken.

Paxton grenzt klar zwischen autoritär-konservativen Regimen und faschistischen Regimen ab: So zählt er Franco-Spanien nicht zu den faschistischen Staaten, und auch der Stalinismus wird von Paxton nicht als faschistisch angesehen - wobei Paxton aber die Grausamkeit dieser Regime keineswegs leugnet. Diese Eingrenzung des Begriffs schafft Klarheit und hilft bei einer differenzierten Beschäftigung mit der Zeit. Was das Buch ebenfalls empfiehlt: Neben einem klaren Kopf bei der nächsten Faschismusdiskussion wird man auch sein Wissen über die allgemeinen politischen Verhältnisse der Zwischenkriegszeit und der Kriegsjahre erweitern können, da Paxton seine Thesen anhand von Beispielen aus dem ganzen damaligen Europa untermauert.

Insgesamt ein höchst empfehlenswertes Werk, auch für Neulinge im Thema!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wehret den Anfängen 28. Juli 2006
Von Didier
Format:Gebundene Ausgabe
Robert Paxton ist ein amerikanischer Gelehrter der sich schon längere Zeit auch wissenschaftlich mit dem Thema auseinandergesetz hat, und das ist auch positiv bemerkbar; da das Buch umfassend die Hintergründe und ersten Anzeichen von Faschismus und faschistischen politischen Bewegungen aufzeigt.

Besonders beeindruckend zeigt Robert Paxton, warum jede Art von politischem Faschismus letztendlich den Keim der Selbstzerstörung in sich trägt (durch die immer fortschreitende Radikalisierung - zuerst durch Sprache und dann auch durch Taten. Diese fortschreitende Radikalisierung ist notwendig, um die Bindung der Anhänger aufrechtzuerhalten, da dies die einzige Art ist die Substanzlosigkeit der politischen Versprechungen verschleiern zu können.

Auch wenn viele Thesen gerade für Europa diskussionswürdig bleiben, ein großer Wert des Buches ist die Warnung vor den Anfängen und die Vermittlung um das Erkennen dieser gefährlichen Anfänge.

Abgerundet wird die Darstellung durch Überblick der historischen rechtsextremen Politsysteme, wo auch der Austrofaschismus seine traurige Rolle gespielt hat.
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Merkmale des Faschismus 19. Dezember 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses empfehlenswerte Buch abstrahiert von den national spezifischen Erscheinungsformen des Faschismus, und stellt eine - hier verkürzt wiedergegebene - Aufzählung ihrer gemeinsamen Merkmale vor:

* Ein überwältigendes Krisengefühl
* Die Unterordnung der Interessen des Individuums unter die der Gruppe
* Der Glaube, verfolgt zu werden
* Die Angst vor "Zersetzung"
* Das Bedürfnis nach "Reinheit"
* Das Bedürfnis nach Führung
* Die Überlegenheit der Instinkte
* Eine Ästhetik der Gewalt
* Das vermeintliche Recht, die Unterlegenen zu beherrschen
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