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Mit dem im Mediziner-Milieu angesiedelten Slasher-Film
Anatomie hatte der österreichische Filmemacher Stefan Ruzowitzky den Überraschungserfolg des deutschen Kinojahres 2000 gelandet. Mehr als drei Millionen Zuschauer hatten sich seinerzeit von seinen eindrucksvollen Effekten und gezielt gesetzten Schockeffekten das Fürchten lehren lassen. Eine Fortsetzung war also praktisch unvermeidlich. Doch statt einfach nur die erprobte Formel des ersten Teils zu wiederholen, bricht Stefan Ruzowitzky, der auch wieder für Regie und Drehbuch verantwortlich ist, ganz bewusst mit ihr. Der vordergründige Horror seines Vorgängers weicht in
Anatomie 2 einem weitaus psychologischeren Schrecken.
Die Behinderung seines Bruders lastet wie ein schwarzer Schatten über Jo Hausers Leben. Sie hat ihn Medizin studieren lassen, und sie ist es auch, die ihn nun als Arzt im Praktikum von Duisburg nach Berlin gehen lässt. Dort will Jo (Barnaby Metschurat) unbedingt in den Kreis um Professor Dr. Müller-LaRousse (Herbert Knaup) gelangen. Der arrogante, gottähnlich auftretende Wissenschaftler hat einen Kreis von Jüngern um sich geschart, mit denen er an künstlichen Muskelimplantaten experimentiert. Als Jo schließlich in diesen exklusiven Zirkel aufgenommen wird, wird er fast automatisch zum Mitglied in der Geheimloge der Anti-Hippokraten. Außerdem muss er sich wie auch alle anderen Schüler von Müller-LaRousse selbst künstliche Muskeln implantieren lassen.
Die Zeiten, in denen deutsche Regisseure das fantastische Kino entscheidend geprägt haben, sind schon lange vorbei. Gerade im Bereich der klassischen Genreproduktionen wird hier bei uns eigentlich nur noch für das Fernsehen gearbeitet. Vor diesem Hintergrund überrascht ein Film wie Anatomie 2 umso mehr. Stefan Ruzowitzky hatte zwar schon beim ersten Teil bewiesen, dass er das Handwerk des Horrorkinos perfekt beherrscht, doch da ging seine technische und dramaturgische Brillanz oft noch auf Kosten der Geschichte und der Figuren. Aber erst jetzt ist es ihm gelungen, sie fest in der Thematik und Figurenkonstellation zu verankern.
Die großen, fast schon opernhaft wirkenden Schocksequenzen weisen immer auch über sich selbst hinaus. In ihnen erhalten Ruzowitzkys Figuren eine psychologische und emotionale Tiefe, wie sie nicht nur im deutschen Genrekino eine Seltenheit geworden ist. Aber es sind nicht nur seine Inszenierung und Andreas Bergers grandiose Kameraarbeit, die Anatomie 2 eine einzigartige, fast schon morbid-dekadente Atmosphäre verleihen. Letztlich haben sie vielleicht sogar nur eine unterstützende Funktion. Denn die unvergleichliche emotionale Intensität des Films erwächst vor allem aus dem Spiel von Ruzowitzkys überragendem Darstellerensemble, zu dem neben Barnaby Metschurat und Herbert Knaup auch Heike Makatsch, Frank Giering, Roman Knizka, Wotan Wilke Möring und die aus Großbritannien stammende Entdeckung Rosie Alvarez gehören. Sie alle haben eine perfekte Balance zwischen genretypischen Überzeichnungen und psychologischer Genauigkeit gefunden. So wirken selbst Ruzowitzkys abstruseste Ideen und Szenerien noch ungeheuer wahrhaftig. --Sascha Westphal
Video Jakob Kurzinhalt
"Der junge Arzt Jo beginnt voller Idealismus sein Praktikum in einem Berliner Krankenhaus, wo er bald im Team des renommierten Professors Müller-LaRousse aufgenommen wird. Zu spät erkennt er, worauf er sich eingelassen hat. Müller-LaRousse ist Mitglied einer bedrohlichen Loge, und das immer bedrohlicher werdende Projekt hat schon mehr als ein Opfer gefordert."
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Voller Idealismus stürzt sich Jung-Arzt Jo in sein Praktikum an einem Berliner Krankenhaus. Dort leitet der renommierte Mediziner Müller-LaRousse ein spektakuläres Forschungsprojekt: Muskeln sollen durch synthetische Implantate ersetzt und per Mikrochip gesteuert werden. Um seinem Bruder zu helfen, der an Muskelschwund leidet, erklärt sich Jo letztlich gar zu gefährlichen Selbstversuchen bereit. Zu spät erkennt er, dass sein fanatischer Chef der Geheimloge der Antihippokraten angehört und für den Nobelpreis selbst über Leichen geht.
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Auch der zweite Teil von Stefan Ruzowitzkys Thriller-Hit wartet mit fabelhaften Effekten und einer bemerkenswerten Besetzung auf. So glänzen im Sequel des erfolgreichen Ärztehorrors neben dem hierfür mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichneten Barnaby Metschurat ("Solino") auch Herbert Knaup als teuflischer Wissenschaftler und Franka Potente in einer Gastrolle als BKA-Ermittlerin. Dass diesmal eher hintergründige Psychologie als gnadenlose Spannung angesagt ist, dürfte echte Gruselfreunde wenig stören.
Blickpunkt: Film
Jung-Arzt Jo stellt sich für Selbstversuche zur Verfügung, um seinem Bruder zu helfen, der an Muskelschwund leidet. Zu spät erkennt er, dass sein Chef, der renommierte Mediziner Müller-LaRousse, einer Geheimloge angehört und über Leichen geht. Zweiter Teil von Stefan Ruzowitzkys Thriller-Hit mit Franka Potente, Star des ersten Teils, in einer Gastrolle.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Sequel zum Mediziner-Thriller-Hit, in dem die Hauptfigur in ein gefährliches Forschungsprojekt verwickelt wird.
Kurzbeschreibung
Der junge Arzt Jo (Barnaby Metschurat) ist fest entschlossen, Mitglied im Team des renommierten Professors Müller - LaRousse (Herbert Knaup) zu werden, der in einem Krankenhaus in Berlin ein spektakuläres Forschungsprojekt leitet. Jos jüngerer Bruder leidet an Muskelschwund und konnte bislang nicht auf ärztliche Hilfe hoffen. Gemeinsam mit den ambitionierten Jungärzten Viktoria (Heike Makatsch), Gregor (Wotan Wilke Möhring) und Hagen (Roman Knizka) stürzt sich Jo in die Arbeit - die Entwicklung künstlicher Muskelstränge. Die Überwachung durch medizinische Kontrollgremien wird durch Selbstversuche umgangen. Zu spät erkennt Jo, dass die Machenschaften des fanatischen Professors als Mitglied der Geheimloge der Antihippokraten bereits mehr als ein Opfer forderten.
Produktbeschreibungen
Voller Idealismus und Ehrgeiz beginnt der junge Arzt Jo (Barnaby Metschurat) sein Praktikum an einem Berliner Krankenhaus. Jo ist fest entschlossen, Mitglied im Team des renommierten Professors Müller-LaRousse (Herbert Knaup) zu werden, der dort ein spektakuläres Forschungsprojekt leitet. Jo will seinem jüngeren Bruder helfen, der an Muskelschwund leidet und bislang vergebens auf ärztliche Hilfe hoffen konnte. Bald im engen Mitarbeiter-Kreis des Professors stürzt sich Jo mit den ambitionierten Kollegen Viktoria (Heike Makatsch), Gregor (Wotan Wilke Möhring) und Hagen (Roman Knizka) in die Arbeit - in die Entwicklung künstlicher Muskelstränge. Um der lästigen Überwachung durch medizinische Kontrollgremien zu entgehen, wird das Projekt mit gefährlichen Selbstversuchen