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Nach dem Cyberpunk kam die Echtzeit - Stephenson schrieb mit Cryptonomicon einen einerseits historischen und gleichzeitig im Heute verankerten, unglaublich dichten und mehrdimensionalen Roman über Kryptografie und Hacker vom II. Weltkrieg bis ins Heute. Damit nicht genug packte er noch eine komplette Trilogie (Die Barock-Trilogie: Quicksilver, Confusion, Principia) chronologisch vor Cryptonomicon und lieferte mal eben die intime Geschichte der westlichen naturwissenschaftlichen Weltanschauung auf mehreren Tausend Seiten, die dank originaler Sprache und Begriffen so nachhaltig gepackt sind, dass das Buch eher einem Bricket als Literatur gleicht.
Dann wurde es erstmal still um den seit einem Laptopcrash nur noch mit Füller und Papier schreibenden ehemaligen Cyberpunker. Und dann kam Anathem. Ein Science Fiction. Genauer ein Parallelwelt Science Fiction. Fast zeitgleich mit Ian Banks Welten - ebenfalls ein Parallelwelt SF. Gleich einem Kondensat sind in ihm seine unglaubliche Ideenkraft und Erzählwucht mit seinem wissenschaftlichen Detailfanatismus vermischt und konzentriert und ergeben den wohl erstaunlichsten Science Fiction-Roman seit ...?
In Anathem beschreibt Stephenson die Geschichte des Konzent-Mitglieds Erasmas, der als Teil einer Jahrtausend Jahre alten klösterlichen Gemeinde hinter hohen Mauern auf dem Planeten Arbre lebt. Überall auf Arbre gibt es diese abgeschlossenen Orden, in denen nach einer durch Wissenschaftler verursachten Katastrophe Wissen samt Wissenschaftler, Philosophen und Mathematiker von der Außenwelt abgeschottet sind. Ein Objekt aus einer anderen Dimension erscheint und Erasmas muss aus dem Konzent fliehen, um Arbre zu retten.
Stephenson erschafft mit Arbre eine unglaublich lebendige, detaillierte Welt und spielt quasi nebenbei mit den Grundpfeilern aus den Naturwissenschaften während seine Romanfiguren durch seine packende Geschichte stolpern und mitten im Herz des Lesers landen. Anathem die literarische Essenz aus mehreren Welten und ein Leseexzess der Extraklasse. --Wolfgang Treß/textico.de
Pressestimmen
"Neal Stephenson weiß ganz genau, was er tut. Mit »Anathem« hat er die Nachfolge von Stephen King und J. K. Rowling angetreten." (Kansas City Star )
"»Anathem« garantiert schwindelerregende Unterhaltung." (Publishers Weekly (starred review) )
