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Anastasios I: Die Entstehung des Byzantinischen Reiches
 
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Anastasios I: Die Entstehung des Byzantinischen Reiches [Gebundene Ausgabe]

Mischa Meier
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 443 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 2., Aufl. (Juni 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3608943773
  • ISBN-13: 978-3608943771
  • Größe und/oder Gewicht: 23,4 x 16,2 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 213.483 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Mischa Meier
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Man muss sich jedenfalls mit Anastasios I. befassen, um zu begreifen, warum der Osten Europas religiös und kulturell so ganz anders geworden ist.« --Hans Krump, Märkische Oderzeitung, 29.03.2010

Kurzbeschreibung

Der dramatische Übergang vom Imperium Romanum zum Byzantinischen Reich

Während der Herrschaft Kaiser Anastasios' I. (491 - 518) zerbrach die jahrhundertealte Einheit der Mittelmeerwelt. Mischa Meier zeichnet als Erster ein eindrucksvolles Bild dieser Zeit, in der sich im Osten und Westen des ehemaligen Römischen Reiches eigene politische und kulturelle Einheiten bildeten.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Meisterstück 24. November 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Mischa Meier, der sich in letzten Jahren vor allem durch Monographien und Aufsätze zu Justinian hervorgetan hat, wagt sich in diesem Werk einige Jahrzehnte zurück und widmet mit Anastasios I. (491-518 n. Chr.) einem eher unbekannten Kaiser, der auch von der Forschung lange Zeit ignoriert wurde, ein größeres Werk. Die Darstellung ist dabei zum überwiegenden Teil klar und nachvollziehbar - selbst die immer schwierig nachzuerzählenden theologischen/christologischen Debatten dieser Zeit (Mono/Myaphysitismus; Theopaschitismus; Nestorianismus; Chalkedon usw. usf.) vermag Meier einleuchtend zu erklären. Das ist leider in wissenschaftlichen Abhandlungen nur selten der Fall. Die Grundthese seines Werkes, das Anastasios das Überleben der römischen Kaiseridee, (mit)gesichert und damit erst die Weichen für das Rückeroberungswerk Justinians (der natürlich eben deswegen weit mehr Beachtung bekommen hat, als der in den Quellen schlecht fassbare Anastasios, dessen eigentliches Wesen verborgen bleibt) gestellt hat, kann Meier überzeugend belegen. Der Wert der Monographie liegt aber m.E. vor allem im Bereich der Religionspolitik: Anders als die meisten (vergangenen und heutigen) Autoren sieht Meier Anastasios nicht als (mehr oder minder) überzeugten Monophysiten, sondern bringt seine schwankende Religionspolitik (von der anfänglichen, gescheiterten Henotikon-Politik bis hin zur letztlichen Annäherung an die Monophysiten) auch in einen politischen Kontext. Gerade gegen Ende seiner Herrschaft, als der Krieg gegen die Perser den Osten des Reiches bedroht und in Mitleidenschaft zieht, kann es sich - so Meier - Anastasios nicht mehr leisten, den größtenteils monophysitischen Osten mit einem starren Festhalten am Glaubensbekenntnis von Chalkedon vor den Kopf zu stoßen.

Was den Schreibstil von Meier angeht, so gelingt es ihm, schwierige und hochkomplexe Sachverhalte verständlich darzustellen. Im Gegensatz zum Vorrezensenten, finde ich Meiers Stil jedoch teilweise immer noch etwas mühsam und schwergängig. Die Versuche, den üblichen Gelehrtenduktus zu durchbrechen und etwa sein Werk mit einer Momentaufnahme der Donaugrenze zu beginnen, sind aber durchaus lobenswert. Ich lasse es mal dahingestellt, ob solche Versuche unter Historikern wirklich "ih-bäh" sind - m.E. sind sie das nur in Deutschland. Die englischsprachige Geschichtschreibung hat keinerlei Problem damit, wissenschaftliche Untersuchungen und Erkenntnisse und spannende Schreibweise - selbst Humor! - miteinander zu vermischen. Und das es sich bei Meiers Werk um eine streng wissenschaftliche Untersuchung handelt, zeigt sich allein schon am sehr umfangreichen Quellenapparat, der dem eigentlichen Text hintangestellt wird. Dass er es dennoch schafft, für ein breites Publikum ansprechend zu schreiben, muss ihn hoch angerechnet werden. Auch als Teil der "üblichen Verdächtigen (Althistoriker und so)" kann ich dieses Buch nur empfehlen - Gerade auch für Studenten, die sich mit dem behandelten Zeitraum (5./6. Jhdt.) beschäftigen, ist es sehr gewinnbringend.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Die mir vorhergegangenen Rezensionen haben im Prinzip bereits alles über das hier vorliegende Werk von Misch Meier beschrieben. Einige wenige Punkte möchte ich dennoch ergänzen.
Ich persönlich bin auch der Meinung das es sehr gut geschrieben und logisch aufgebaut ist. Die vorhandene Quellenlage zum Zeitalter Anastasios' wird eloquent genutzt.

Die Entstehung des Byzantinischen Reiches, was immer das sein mag, findet jedoch nicht statt. Vielmehr handelt es sich lediglich um eine weitere Transformation des Römerreiches wie es bereits viele Male im Laufe der römischen Geschichte der Fall war.

Was ich kritisieren möchte ist das die vielen Quellen, die hervorragend ausgearbeitet wurden, eben erst am Ende des Buches aufgelistet werden. So muss ich jedes Mal blättern, suchen, nachlesen, und dann wieder zurück an die Stelle wo ich aufgehört habe - nur um ein paar Sekunden später das selbe wieder tun zu müssen. Natürlich interessieren mich nicht alle Quellenangaben, aber in manchen Kapiteln eben schon.
Quellenangaben am Ende eines Buches sind für mich in Ordnung wenn diese nicht so zahlreich auftreten. Oder aber wenn es sich um eine leichte und seichte Lektüre aus dem Bereich der Populär-Historik handelt. Dies ist hier aber nicht der Fall.

Da sollte der Autor vielleicht noch mal mit dem Verlag reden ob es nicht Sinn macht Quellenangaben mit auf die Seiten innerhalb der Kapitel setzen zu lassen so wie des bei der Vestigia-Reihe aus dem Beck Verlag der Fall ist (oder eben in unzähligen anderen Schriften). Das erleichtert Studenten, Interessierten und auch dem geneigten Laien das Arbeiten um ein Vielfaches.

Der zweite Kritikpunkt ist eben die (faktische) Nichtbeachtung des Militärs. Natürlich wird über die Kriege gegen die Sasaniden, gegen die Isaurier und den internen Aufständen berichtet. Und das nicht zu knapp. Diese umfasst aber lediglich den Ablauf jener Kriegsjahre. Es sind also Informationen die ich auch problemlos auf online-Lexa nachlesen kann.

Wichtige Hintergründe zur Armeestruktur darf ich schon erwarten, und sei es nur in einer kleinen Ausarbeitung, wenn man über die "Entstehung" eines vorgeblich neuen Landes berichtet. Hin und wieder gibt es doch einen kleinen Hinweis zu den Limitanei und Comitatenses - diese muss ich aber anhand der im Buch befindlichen Quellenangaben vertiefen (da im Kapitel selber ja nicht viel darüber steht).
Diese Quellen, wie bereits erörtert, befinden sich ja leider erst am Ende des Buches in einer endlosen Liste.
Also: es darf wieder geblättert werden.

4 Sterne aus voller Überzeugung. Das Buch ist sehr gut lesbar und toll recherchiert. Meiner Meinung nach das aktuellste und inhaltlich kompletteste Werk über diesen interessanten (römischen!) Kaiser.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Verblüffend lesbar 28. Oktober 2009
Von thomasnm
Format:Gebundene Ausgabe
Vorbemerkung: Ich habe zwar Abitur, aber nicht studiert. Mit anderen Worten: ich bin alles andere als ein Wissenschaftler. Wie komme ich dazu, ein ernsthaftes, wissenschaftliches Werk mit Anmerkungsapparat, Literaturverzeichnis usw. zu lesen? Weil der Autor so unglaublich untypisch geschrieben hat für einen Professor, der es gleichzeitig aber ernst meint: Nämlich klar und verständlich. Beinahe schon kurzweilig. Ich meine, welcher echte Geschichtsprofessor beginnt sein Werk damit, das Wetter an einem fiktiven Tag in Konstantinopel zu beschreiben, damit man sich den Tag lebhaft vorstellen kann? Sowas macht eigentlich nur ein Romancier, und es ist völlig ih-bäh, wenn ein Wissenschaftler dessen Stilmittel benutzt, um etwas anschaulich zu machen. Aber Herr Meier macht das.

Das Buch ist ein Abriß der Geschichte des Kaisers Anastasios I., ein oströmischer Kaiser, der von 491 bis 518 nach Christus in Konstantinopel regierte. Neben den vielen interessanten Ereignissen (das ging ganz schön hoch her in Konstantinopel, dagegen ist in Europa fast gar nichts los) versucht Herr Meier darzustellen, daß der bislang eher ignorierte Anastasios I. einen gewichtigen Beitrag dazu geleistet hat, daß die Kaiseridee und das oströmische Reich nicht unterging - anders als im Falle Westroms. Die Darstellung ist auch für einen interessierten Laien wie mich verständlich und nicht nur das: sie ist spannend. Daneben hat sie noch den Bonus, die Wirklichkeit, so wie wir sie kennen (bzw. Herr Meier sie erforscht hat), abzubilden. Allerdings ein Wort der Warnung: Herr Meier verwendet durchaus Fachbegriffe wie "gentile Reiche" und geht davon aus, daß der Leser diese kennt (kannte ich nicht, aber konnte ich mir zusammenreimen). Sie borden aber nicht über.

Es verdiente, einen größeren Kreis als die üblichen Verdächtigen (Althistoriker und so) anzusprechen.

Zur Bewertung: Ich bewerte aus der Sicht eines Laien, der gerne unterhalten werden möchte, nicht aus der Sicht eines wissenschaftlichen Kritikers. Auch wenn hier und da der universitäre Stil doch einbricht, hat der Autor es im wesentlichen geschafft, eine allgemeinverständliche Darstellung vorzulegen. Das sind wohlverdiente vier Sterne, die kaum eine andere wissenschaftliche Arbeit erreicht, weil diese üblicherweise heftig Abzüge in der "B-Note" erdulden muß. Welchen wissenschaftlichen Wert das Buch hat, kann ich natürlich in keiner Weise beurteilen, da gehe ich mal vom Besten aus.
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