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Die Adaption einer Geschichte über Imperialismus und Revolution ist schwierig und folglich ist der Anfang des Films schwach. Von dem Zeitpunkt an, ab dem der Teenager Anastasia (Anja Kling, Singstimme Jana Werner) alleine ist (sie leidet unter Gedächtnisschwund), wird der Film ganz gut, bringt aber nichts erfrischend Neues. 20th Century Fox hat viel Geld aufgebracht, um in das Reich der Disney-Produktionen vorzudringen, und hat ihr Spiel gewonnen. Die Lieder, besonders "Es war einmal im Dezember" und das Oscar-nominierte "Reise durch die Zeit" des Broadway Teams Lynn Ahrens und Stephen Flaherty sind besser als Disneys letzte Versuche auf diesem Sektor. Es lohnt sich auf jeden Fall, den Soundtrack zu kaufen. Die Mischung aus gezeichneten Sequenzen und moderner Computeranimation wirkt sehr lebendig.
Die Sprecher sind ebenfalls gut ausgewählt. Patrick Winczewski spricht Dimitri (Singstimme Hendrik Bruch), der sich die Belohnung verdienen will, indem er Anastasia nach Paris bringt. Jürgen Kluckert trägt dazu bei, den unbeholfenen Gefährten Vladimir in einen warmen und starken Charakter zu verwandeln. Der größte Nachteil des Films ist, dass Bluth und Goldman auf einen typischen Bösewicht bestehen. Erstaunlicherweise wäre die Geschichte auch ohne einen Bösewicht stark genug und der untote Körper von Rasputin (Joachim Kemmer) ist unnötig. --Doug Thomas
Das russische Waisenmädchen Anya wird von den charmanten Betrügern Dimitri und Vladimir nach Paris gelockt, wo sie als Großfürstin Anastasia Anspruch auf ihr Erbe erheben soll. Keiner der drei ahnt zuerst, dass es sich bei Anya tatsächlich um Anastasia handelt, die in den Wirren der russischen Revolution verloren ging. Als sich jedoch der unheilige Scharlatan Rasputin aus dem Grab erhebt, um das Zarengeschlecht endgültig auszulöschen, dämmert es dem Trio langsam, dass sich ein jeder für seinen Weg im Leben entscheiden muß.
Der als Muscial konzipierte Film spielt gekonnt mit historischen Fakten, märchenhaften Settings im Europa der zwanziger Jahre und einer Prise humorigen Grusels. Die guten Dialoge und eingängigen Songs tragen den Plot beschwingt voran.
Zwar ist die Geschichte in Sachen Anspruch und aufgrund einiger milder Horroreffekte nicht unbedingt für die Jüngsten geeignet, erfreut jedoch ältere Semester, welche die schmissigen Bühnenproduktionen der 90-Jahre Musicals mögen.
Künstlerisch wurden angenehm warme und auch atmosphärisch düstere Szenarien kreiert. Leider verliert die Animation durch das rigorose 'Live Action Referencing' an Leichtigkeit: der Großteil der Szenen wurde mit echten Schauspielern gefilmt, welche den Zeichnern als Modelle dienten.
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