Movieman.de
Wer Ihre Stimme hört, der denkt unverzüglich, es hier mit einer dunkelhäutigen Rockröhre zu tun zu haben... und wird überrascht, wenn dann eine recht zierliche Blondine auf die Bühne kommt. Anastacia beherrscht Tina Turners Stimmlage gekonnt und Sie kann so herrlich "dreckig" klingen, als hätte Sie ihre Jugend auf der Upper Westside verbracht. Das Sie mit viel Schminke und Metallbügeln im BH auch noch optisch gut rüberkommt, ist umso angenehmer. Anastacia vermag es, 20 Songs auf der Bühne zu performen, die eingängig sind und von einem multimedialen Showpackage flankiert werden, das über die etwas unbewegliche Eigenperformance hinwegtäuscht, hinwegtröstet. Fazit: Ganz nett
Moviemans Kommentar zur DVD: Live at last....aber mit dem Ton?
Bild: Der Mitschnitt (eigentlich sind es zwei: Berlin und München 2004) ist sehr rauschfrei und beweist eine beachtlich Schärfe. Vor allem Nahaufnahmen zeigen sich weitgehend von starken Farbeinsätzen unbeeindruckt. So ist die Gitarre bei 01:04:50 so scharf erkennbar, das man die feinen Linien in den Saiten erkennen kann - innerhalb der Bewegung! Nur selten und kurz grieselt es ein wenig ( 01:15:40), vermischt mit leichtem Mattscheibeneffekt. Die starken Sättigungen bei der Farbwiedergabe wurden sauber eingefangen, so dass grobe Helligkeitsunterschiede in benachbarten Farbflächen nicht weiter ausfransen. Für Konzertverhältnisse sauber gemastert, Kinomovies können hier aber schon noch drauflegen.
Ton: Was ist denn hier los? Cover und DVDs tragen zwar das Dolby Digitallogo, aber auf der DVD gibt es lediglich PCM Stereoton. Hallo? Das Konzert stammt nicht aus den Fuffzigern, sondern aus High Tech-Land Germany anno 2004. Das ist für einen Preis von über 20 Euro nicht akzeptabel. Insbesondere bei Konzerten spielt ein guter Ton eine sehr wichtige Rolle. Der Stereoton klingt für sich nicht schlecht und bietet einen sonoren Bass und recht breite Links/Rechts-Staffelung. Aber die Stimmwiedergabe ist zu schwammig, was natürlich am verwendeten Tonformat liegt. Hier wurde der Stimme ja kein eigener Centerkanal zugestanden, der den Fokus dort stabil hält. Fürs Auto noch akzeptabler Sound, aber für einen modernen Mitschnitt eine Frechheit.
Extras: Ein einstündiges Making of zeigt, komfortabel in 22 Kapitel unterteilt, den Fort-/ und Werdegang des Konzertmitschnittes. Nicht sonderlich stringent, aber es gibt eine ganze Menge ungeschminkte Anastacia und Kommentare. Die 5 Konzertvideos liefen als Unterstützung auf den Schirmen während des Konzertes und sind...naja nett. Die 4 Musikvideos sind ebenso bekannt, gut gefällt auch das mehrseitige Booklet und die diversen Untertitelsprachen. --movieman.de
Produktbeschreibungen